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Highlights

  • Tier-Freigelände Lusen
  • Baumwipfelpfad mit Baumturm
  • Lusen-Gipfel
  • Großer Rachel und Rachelsee
  • Haus zur Wildnis

Über diesen Ort

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Nationalpark Deutschlands und eines der wildesten Waldgebiete Mitteleuropas. Zwischen Großem Rachel, Lusen und Falkenstein darf sich der Wald hier nach eigenen Regeln entwickeln – mit Totholz, jungem Urwald und Tieren wie Luchs und Auerhuhn. Mit dem Tier-Freigelände, dem Baumwipfelpfad und rund 350 Kilometern markierter Wege ist der Park ein ideales Ziel für Wanderer, Familien und alle, die echte Wildnis erleben wollen.

Geschichte: „Natur Natur sein lassen“

Am 7. Oktober 1970 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald als erster Nationalpark Deutschlands gegründet. 1997 kam das Gebiet um Falkenstein und Rachel im Landkreis Regen hinzu, 2022 folgte eine weitere Erweiterung. Heute umfasst der Park knapp 25.000 Hektar. Gemeinsam mit dem angrenzenden tschechischen Nationalpark Šumava bildet er das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas.

Das Leitmotiv lautet „Natur Natur sein lassen“: Umgestürzte und abgestorbene Bäume bleiben liegen, der Wald erneuert sich selbst. Wo vor Jahren Borkenkäfer und Stürme ganze Hänge kahl erscheinen ließen, wächst inzwischen ein dichter, junger Wald zwischen silbergrauen Baumstämmen – ein Bild, das du so in kaum einem anderen deutschen Wald siehst. Rund 1,3 Millionen Menschen besuchen den Nationalpark jedes Jahr.

Was du sehen solltest

  • Nationalparkzentrum Lusen (Neuschönau): Erste Anlaufstelle mit dem Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus und dem Tier-Freigelände. Ein rund 7 Kilometer langer Rundweg führt zu etwa 40 Säugetier- und Vogelarten, darunter Luchs, Wolf, Wisent, Fischotter, Bär und Auerhuhn. Plane drei bis vier Stunden ein, Abkürzungen sind möglich.
  • Baumwipfelpfad: Der Steg führt auf 1300 Metern durch die Baumkronen und endet im eiförmigen Baumturm, der bis zu 44 Meter hoch ist. Bei Föhnwetter sind von oben manchmal sogar die Alpen zu sehen.
  • Lusen (1373 m): Der Gipfel ist von einem Blockmeer aus Granitfelsen bedeckt. Von oben blickst du weit nach Tschechien.
  • Großer Rachel (1453 m) und Rachelsee: Der höchste Berg im Park; unterhalb liegt der dunkle Rachelsee, ein Karsee mitten im Bergwald.
  • Nationalparkzentrum Falkenstein (Ludwigsthal): Mit dem Haus zur Wildnis und einem eigenen Tier-Freigelände, direkt an der Waldbahn gelegen.

Daneben lohnen sich kleinere Ziele, die oft weniger besucht sind: das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald, mit Ausstellungen zur Geschichte von Wald und Menschen in der Region, das Naturerlebnis Wistlberg, das Hirschgehege Scheuereck und eine Natur-Kneippanlage. Im Herbst 2026 startet am 15. Oktober im Waldgeschichtlichen Museum eine wissenschaftliche Vortragsreihe mit freiem Eintritt. Mit etwas Glück begegnest du auf Wanderungen auch Arten, die anderswo selten sind, etwa dem Habichtskauz oder dem Fischotter. Den Luchs sieht man in freier Wildbahn dagegen kaum – im Tier-Freigelände dafür fast sicher.

Öffnungszeiten und Eintritt

Der Nationalpark selbst ist rund um die Uhr frei zugänglich, ebenso das Tier-Freigelände am Lusen, das im Winter geräumt wird. Stand: Oktober 2026:

  • Hans-Eisenmann-Haus: 1. Mai bis 9. November täglich 9 bis 18 Uhr, 26. Dezember bis 30. April täglich 9 bis 17 Uhr; vom 11. November bis 25. Dezember geschlossen.
  • Baumwipfelpfad: Erwachsene 13 €, ermäßigt 12 €, Kinder (6–14) 11 €, Familien 31 €, unter 6 Jahren frei. Die Öffnungszeiten wechseln saisonal, letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung; aktuelle Zeiten findest du auf der Website des Betreibers.
  • Derzeit sind die Greifvogelvoliere und das Wildkatzengehege im Tier-Freigelände geschlossen.

Anfahrt und Parken

  • Mit dem Auto: Über die A 3, Ausfahrt Deggendorf, Richtung Regen; alternativ über Hengersberg Richtung Grafenau und Freyung. Der Parkplatz am Nationalparkzentrum Lusen ist gebührenpflichtig.
  • Mit Bahn und Bus: Die Waldbahn fährt stündlich von Plattling nach Zwiesel, Bayerisch Eisenstein und Grafenau; das Nationalparkzentrum Falkenstein hat einen eigenen Halt. Die Igelbusse verbinden Wanderparkplätze rund um Lusen und Rachel mit den umliegenden Orten. Achtung: Zwischen Obertraubling und Passau saniert die Deutsche Bahn ab dem 14. Juni 2026 für rund sechs Monate die Strecke, es gibt Ersatzverkehr.
  • GUTi: Wenn du in einem der rund 40 teilnehmenden Orte übernachtest, bekommst du die Gästekarte GUTi und fährst damit kostenlos Bus und Bahn – sogar auf vielen Linien im benachbarten Tschechien.

Mit Kindern, Hund und Barrierefreiheit

Das Tier-Freigelände und der Baumwipfelpfad sind kinderwagen- und rollstuhlgeeignet; der Pfad hat maximal 6 Prozent Steigung. Die Einrichtungen am Lusen wurden nach dem System „Reisen für Alle“ geprüft. Hunde dürfen ins Tier-Freigelände (außer in die begehbaren Gehege wie Wildschwein- und Rothirschgehege), auf den Baumwipfelpfad dürfen sie dagegen nicht – Assistenzhunde ausgenommen. Für Kinder gibt es außerdem das Waldspielgelände Spiegelau. Im Café Eisenmann und in der Waldwirtschaft am Lusen kannst du einkehren.

Beste Reisezeit

Im Frühsommer blühen die Bergwiesen, im Herbst färben sich die Buchen an den Hängen. Im Winter verwandeln Raureif und Schnee die Wetterfichten am Lusengipfel in bizarre Figuren – dann solltest du aber auf Wegezustand und Wetter achten. Den aktuellen Wegeservice veröffentlicht die Nationalparkverwaltung online. Für eine Tagestour reicht ein Zentrum mit Tier-Freigelände und Baumwipfelpfad; wenn du auch Lusen und Rachel erwandern willst, plane besser ein langes Wochenende oder einen Urlaub in der Region ein.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
0:00–24:00
Donnerstag
0:00–24:00
Freitag
0:00–24:00
Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Nationalpark und Tier-Freigelände ganzjährig frei zugänglich; Hans-Eisenmann-Haus 1. Mai bis 9. November täglich 9–18 Uhr, 26. Dezember bis 30. April täglich 9–17 Uhr, 11. November bis 25. Dezember geschlossen.

Tickets

Eintritt frei (Nationalpark, Hans-Eisenmann-Haus, Tier-Freigelände); Baumwipfelpfad Erwachsene 13 €, ermäßigt 12 €, Kinder 6–14 Jahre 11 €, Familie 31 €; Parkplatz am Lusen gebührenpflichtig.

Adresse & Anfahrt

Hans-Eisenmann-Haus, Böhmstraße 39, 94556 Neuschönau

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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