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Highlights

  • Dom St. Stephan
  • Domorgel
  • Dreiflüsseeck
  • Residenzplatz
  • Veste Oberhaus

Über diesen Ort

Die Altstadt von Passau liegt auf einer schmalen Halbinsel zwischen Donau und Inn, kurz bevor auch die Ilz einmündet – deshalb heißt Passau „Dreiflüssestadt“. Über den engen Gassen thronen die hellen Türme des Doms St. Stephan, gegenüber wacht die Veste Oberhaus. Nach einem verheerenden Stadtbrand bauten italienische Meister die Stadt barock wieder auf, und genau dieses fast südländische Flair macht Passau zu einer der schönsten Altstädte Bayerns. Ein Rundgang lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Geschichte: Römer, Bischöfe und italienischer Barock

Wo heute der Dom steht, lag in römischer Zeit das Kastell Batavis, Teil der Grenzbefestigung am Donau-Limes; am Südufer des Inn befand sich das Kastell Boiodurum. Seit 739 ist Passau Bischofssitz, und über Jahrhunderte regierten hier Fürstbischöfe ein geistliches Fürstentum, dessen Bistum bis weit nach Österreich reichte.

Den entscheidenden Einschnitt brachte der Stadtbrand von 1662, der die Stadt fast vollständig zerstörte. Beim Wiederaufbau prägten italienische Baumeister wie Carlo Lurago und die Künstlerfamilie Carlone das Bild der Stadt – daher die pastellfarbenen Fassaden, Arkaden und Grabendächer, die heute so typisch für Passau sind. Seit 1978 ist Passau zudem Universitätsstadt, was man in Cafés und Kneipen deutlich spürt.

Die Lage am Wasser hat auch eine Kehrseite: Beim Hochwasser 2013 erreichte die Donau am Pegel Passau 12,89 Meter, so viel wie seit rund 500 Jahren nicht mehr. Hochwassermarken an Hauswänden, etwa am Rathaus, erinnern an die Fluten.

Was du sehen solltest

  • Dom St. Stephan: Der barocke Dom mit seinen weißen Türmen und grünen Kuppeln beherbergt die größte Domorgel der Welt. Die Orgel wurde 1928 mit 208 Registern gebaut und wird derzeit generalsaniert; bis zum geplanten Abschluss 2028 erklingen nicht alle Teilwerke.
  • Residenzplatz: Eingerahmt von Neuer Residenz, Bürgerhäusern und dem gotischen Domchor, mit dem Wittelsbacherbrunnen in der Mitte.
  • Altes Rathaus: Am Rathausplatz direkt an der Donau, mit prunkvollen Rathaussälen und Hochwassermarken an der Fassade.
  • Dreiflüsseeck: An der Spitze der Halbinsel fließen Donau, Inn und Ilz zusammen. Achte auf die unterschiedlichen Farben des Wassers: grünlicher Inn, blaugraue Donau, dunkle Ilz.
  • Kloster Niedernburg: Hier liegt die selige Gisela, Schwester Kaiser Heinrichs II. und Königin von Ungarn, begraben.
  • Innpromenade und Schaiblingsturm: Der runde Turm am Innufer ist eines der beliebtesten Fotomotive.
  • Veste Oberhaus: Die Burganlage über der Ilzmündung zählt mit rund 65.000 Quadratmetern umbauter Fläche zu den größten erhaltenen Burgen Europas.

Orgelkonzerte im Dom

Von Mai bis Oktober ist die Domorgel täglich außer an Sonn- und Feiertagen bei Mittagskonzerten um 12 Uhr zu hören. Tickets gibt es nur am Tag selbst zwischen 10 und 12 Uhr am Kassenhaus im Dominnenhof, das Kontingent ist begrenzt. Laut Dommusik-Programm kostet der Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €. Im Advent gibt es zusätzliche Mittagskonzerte vom 28. November bis 19. Dezember. Abendorgelkonzerte finden donnerstags um 19:30 Uhr statt (12 €, ermäßigt 6 €). (Stand: Oktober 2026)

Anfahrt und Parken

  • Mit der Bahn: Passau hat ICE- und Regionalverbindungen, etwa über Regensburg oder Landshut aus München. Vom Hauptbahnhof gehst du rund eine Viertelstunde in die Altstadt; werktags fährt außerdem der Citybus zur Haltestelle Domplatz.
  • Mit dem Auto: Über die A3 Regensburg–Linz. Direkt am Dom gibt es kaum Parkplätze. Nutze die Parkhäuser am Altstadtrand, etwa die Zentralgarage (920 Plätze) oder das Parkhaus Bahnhofstraße (740 Plätze), beide rund um die Uhr geöffnet.
  • Mit dem Schiff: Passau ist ein wichtiger Hafen für Donau-Flusskreuzfahrten, die Anleger liegen direkt an der Altstadt.

Tipps für deinen Rundgang

  • Zeit: Für Dom, Residenzplatz, Rathaus und Dreiflüsseeck reicht ein halber Tag. Mit Veste Oberhaus und Museen kannst du gut einen ganzen Tag füllen.
  • Führungen: Die Tourist-Information am Rathausplatz bietet zahlreiche öffentliche Führungen an, von der einstündigen „Passauer Highlights“-Tour bis zum Nachtwächter-Rundgang.
  • Aussicht: Den besten Blick auf die Altstadt hast du von der Veste Oberhaus oder von der Wallfahrtskirche Mariahilf auf der Innseite.
  • Beste Reisezeit: Von Mai bis Oktober laufen die Orgelkonzerte und die Ausflugsschiffe, und die Biergärten am Wasser haben geöffnet. Im Sommer legen allerdings viele Flusskreuzfahrtschiffe an, dann sind Dom und Residenzplatz vormittags voll. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag hast du die Gassen fast für dich. Im Advent lockt der Christkindlmarkt auf dem Domplatz.
  • Mit Kindern: Das Dreiflüsseeck und eine Schifffahrt auf der Donau kommen bei Kindern gut an. Die Gassen sind teils steil und mit Kopfsteinpflaster belegt, für Kinderwagen und Rollstühle also nicht überall bequem.

In der Nähe

  • Veste Oberhaus: Burg mit Museum und Aussichtsterrasse über der Ilz.
  • Wallfahrtskirche Mariahilf: Barockkirche hoch über der Innstadt, erreichbar über eine überdachte Pilgerstiege.
  • Innstadt und Römermuseum: Das ruhige Viertel am Südufer des Inn mit den Resten eines römischen Kastells.
  • Burg Hals: Ruine im Ilztal am nördlichen Stadtrand.
  • Bayerischer Wald: Der Nationalpark beginnt rund eine Autostunde nördlich.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Altstadt jederzeit frei zugänglich; Mittagskonzerte im Dom von Mai bis Oktober werktags um 12 Uhr (nicht an Sonn- und Feiertagen).

Tickets

Eintritt frei; Mittagskonzert im Dom 6 €, ermäßigt 3 € (Tickets nur am Tag 10–12 Uhr am Kassenhaus im Dominnenhof).

Adresse & Anfahrt

Rathausplatz 2, 94032 Passau (Tourist-Information)

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Verifiziert10. Oktober 2026

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