Burgen
Burg zu Burghausen
Burghausen, Bayern
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1,5–4 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Burgen
Burghausen, Bayern
Die Burg zu Burghausen im oberbayerischen Burghausen an der Salzach gilt mit 1051 Metern als längste Burganlage der Welt, so steht es auch im Guinness-Buch der Rekorde. Auf einem schmalen Bergrücken zwischen dem grünen Wöhrsee und der Salzach reihen sich Hauptburg und fünf Vorhöfe mit Toren, Türmen, Kapellen und Wehrmauern aneinander. Das Gelände ist frei zugänglich, die Aussicht auf Altstadt und Fluss ist großartig, und in der Hauptburg wartet ein staatliches Museum mit spätgotischer Kunst.
Der Burgberg war schon in vorchristlicher Zeit besiedelt, Funde reichen bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Im 11. Jahrhundert begann der Ausbau zur Burg, im 12. Jahrhundert saßen hier die Grafen von Burghausen. Nach dem Tod des letzten Grafen fiel die Anlage 1168 an die Wittelsbacher, und ab 1255 ließ Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern die Burg großzügig erweitern.
Ihre heutige Gestalt erhielt sie im 15. Jahrhundert unter den Herzögen von Bayern-Landshut, vor allem unter Georg dem Reichen. Burghausen war ihre zweite Residenz und der Wohnsitz der Herzoginnen. Die bekannteste ist die polnische Königstochter Hedwig (Jadwiga), deren Hochzeit mit Georg im November 1475 als „Landshuter Hochzeit“ mit rund 10.000 Gästen in die Geschichte einging. Für die neue Herzogin wurde die Burg nach 1475 aufwendig umgebaut, und eine Hofordnung von 1471 belegt einen großen Hofstaat.
Ein Spaziergang über die ganze Länge dauert ohne Museum etwa eine Stunde, mit Pausen und Abstechern gern länger.
Stand: Oktober 2026, laut Bayerischer Schlösserverwaltung:
Eintritt Burgmuseum: regulär 6 €, ermäßigt 5 €. Der Museumspass für Burgmuseum, Stadtmuseum und Haus der Fotografie kostet 10 € (ermäßigt 8 €). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben im staatlichen Museum freien Eintritt. Tickets gibt es nur an der Kasse im Besucherzentrum, eine Online-Reservierung ist nicht nötig.
Führungen: Die Tour „Geheime Pfade“ führt am Wochenende um 10:30 und 13 Uhr für rund 90 Minuten an sonst verschlossene Orte (Erwachsene 6 € zusätzlich zum Eintritt, unter 18 Jahren 4 €, Anmeldung erforderlich). Für die Pulverturm-Führung brauchst du eine Taschenlampe und feste Schuhe.
Mit dem Auto: Burghausen liegt an der Grenze zu Österreich, rund anderthalb Stunden östlich von München. Kostenlos parkst du laut Stadt am Parkplatz an der Messehalle, von dort ist es nur ein kurzer Fußweg zum Burgeingang. Viele Plätze bietet auch die Tiefgarage Neustadt.
Mit Bahn und Bus: Burghausen hat einen eigenen Bahnhof, von München fährst du mit Umstieg in Mühldorf. Der Citybus bringt dich zur Haltestelle Burg. Von der Haltestelle „Ludwigsberg/Burg“ sind es etwa 300 Meter bis zum Eingang. Aus der Altstadt führen steile Treppen und Gassen hinauf, das ist der schönste, aber auch anstrengendste Weg.
Der Weg über den Burgrücken ist weitgehend eben und gepflastert und eignet sich deshalb auch für Rollstuhl und Kinderwagen. Einen Aufzug von der Altstadt gibt es nicht, nutze also den Zugang von der Neustadt. Kinder unter 14 Jahren dürfen das Museum nur mit Begleitung betreten. Für Familien sind die Wehrgänge und Türme ein Abenteuer, im Sommer lädt der Wöhrsee unterhalb der Burg zum Baden ein.
Zeiten gültig bis 27. März 2027
Burggelände jederzeit frei zugänglich; Staatliches Burgmuseum 28. März bis September täglich 9–18 Uhr, Oktober bis 27. März täglich 10–16 Uhr; geschlossen am 1.1., Faschingsdienstag, 24., 25. und 31.12.
Burganlage frei; Staatliches Burgmuseum mit Staatsgalerie 6 €, ermäßigt 5 €, unter 18 Jahren frei; Museumspass (Burgmuseum, Stadtmuseum, Haus der Fotografie) 10 €/8 €; Tickets nur an der Kasse im Besucherzentrum.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026