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Highlights

  • Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“, eröffnet 2023
  • Begehbare Bunkeranlage unter dem früheren Platterhof
  • Wissenschaftlich betreut vom Institut für Zeitgeschichte
  • Über 213.000 Besucher im Jahr 2025
  • Eintritt 4,50 €, Kinder und Jugendliche frei

Über diesen Ort

Die Dokumentation Obersalzberg ist ein Lern- und Erinnerungsort an einem Täterort: Hier, oberhalb von Berchtesgaden, lag ab den 1930er Jahren das sogenannte Führersperrgebiet mit Hitlers Berghof und den Häusern weiterer NS-Größen. Die Ausstellung verbindet die Geschichte des Ortes mit der Geschichte der gesamten NS-Diktatur und führt dich am Ende in die erhaltene Bunkeranlage. Wer zum Kehlsteinhaus fährt, sollte sich die Zeit für diesen Besuch nehmen.

Geschichte des Ortes

Ab 1923 verbrachte Adolf Hitler öfter Urlaub auf dem Obersalzberg, ab 1928 mietete er das Haus Wachenfeld, kaufte es 1933 und ließ es zum Berghof ausbauen. Die Einheimischen wurden vertrieben, aus dem Erholungsort wurde ein abgeriegeltes Sperrgebiet. Nach dem Krieg nutzten die US-Streitkräfte das Areal von 1953 bis 1996 als Erholungszentrum. In dieser Zeit verkauften Kioske Andenken und Broschüren, die die NS-Zeit verklärten. Nach dem Abzug der Amerikaner beschloss der Freistaat Bayern, neben einem Hotel eine Dokumentation einzurichten.

Die Dokumentation

Das Gebäude steht auf den Grundmauern des früheren Gästehauses Hoher Göll, das zur KdF-Hotelanlage Platterhof gehörte. Eröffnet wurde die Dokumentation am 20. Oktober 1999, geplant für höchstens 40.000 Besucher im Jahr. Weil viel mehr Menschen kamen, entstand ein Neubau mit doppelter Ausstellungsfläche, der im September 2023 öffnete. Beim Bau stieß ein Bagger 2017 auf eine Fliegerbombe, die heute in der Ausstellung liegt. Im Jahr 2025 kamen über 213.000 Besucher. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut für Zeitgeschichte München–Berlin.

Was du sehen solltest

  • Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“: Sie zeigt, wie Propaganda den Obersalzberg als Bergidylle inszenierte, und stellt dem Verfolgung, Krieg und Massenmord gegenüber. 2025 erhielt sie den Luigi Micheletti Award der European Museum Academy.
  • Bunkeranlage: Während der Öffnungszeiten als Teil der Ausstellung zugänglich, mit Stollen, in denen es auch im Sommer kühl ist.
  • Ortsgeschichte: wie Einheimische vertrieben oder eingebunden wurden und wie der Ort nach 1945 genutzt wurde.

Öffnungszeiten und Preise (Stand: Oktober 2026)

  • Geöffnet: täglich 9–17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr.
  • Eintritt: Erwachsene 4,50 €, mit Gästekarte 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
  • Öffentlicher Rundgang: mittwochs und samstags um 11 Uhr, 90 Minuten, 5 € zusätzlich, höchstens 20 Personen, ohne Anmeldung.
  • Mediaguide: Kurzrundgang von etwa 40 Minuten in vielen Sprachen, auch in Leichter Sprache und Gebärdensprache, dazu ein Kinderrundgang ab 8 Jahren.

Gut zu wissen

Plane 1,5 bis 2 Stunden ein. Die Ausstellung zeigt keine expliziten Bilder, behandelt aber Verfolgung und Massenmord, empfohlen wird sie ab 12 Jahren. Rucksäcke und große Taschen darfst du nicht mitnehmen. Im Bunker ist der Boden teils uneben und es gibt Gitterstege, trag feste Schuhe.

Anreise

Ab dem Hauptbahnhof Berchtesgaden fährt die Buslinie 838 bis zur Haltestelle „Dokumentation Obersalzberg“. Mit dem Auto parkst du auf den kostenpflichtigen Parkplätzen P1 oder P2. Im Sommer werden die Plätze knapp, im Winter musst du mit Schnee und Glätte rechnen. Die Busse zum Kehlsteinhaus starten ganz in der Nähe.

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Verifiziert14. Oktober 2026

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