Kirchen & Klöster
Frauenkirche (Dom zu Unserer Lieben Frau)
München, Bayern
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 30–75 Min.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
Kirchen & Klöster
München, Bayern

Audioguide
Station 3 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Der Teufel wettet auf eine Kirche ohne Fenster – und verliert.”
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Die Frauenkirche in München ist das Wahrzeichen der Stadt: Ihre zwei Backsteintürme mit den grünen Hauben prägen die Silhouette der Altstadt seit über 500 Jahren. Der Dom zu Unserer Lieben Frau ist Bischofskirche des Erzbistums München und Freising, eine spätgotische Hallenkirche nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt. Der Besuch im Kirchenraum ist kostenlos, und vom Südturm aus hast du einen der schönsten Blicke über die Dächer Münchens bis zu den Alpen.
Am 9. Februar 1468 legten Herzog Sigismund und Bischof Tulbeck den Grundstein. Baumeister war Jörg von Halsbach, auch Ganghofer genannt. Erstaunlich schnell wuchs der Backsteinbau in die Höhe: Die Türme waren bis 1488 im Wesentlichen fertig, geweiht wurde die Kirche vermutlich 1494. Für die damalige Bürgerstadt war die Kirche gewaltig – sie ist rund 109 Meter lang, etwa 40 Meter breit, und die Mauern des Langhauses ragen rund 37 Meter auf.
Die typischen Kuppelhauben der Türme, die sogenannten Welschen Hauben, kamen erst um 1525 dazu – nachdem man die Türme im Landshuter Erbfolgekrieg noch als Geschützplattform genutzt hatte. Zur Kathedrale wurde die Frauenkirche 1821, als nach der Säkularisation das Erzbistum München und Freising neu geordnet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg trafen zwischen 1943 und 1945 Bomben die Kirche, Teile des Gewölbes stürzten ein und der Innenraum brannte aus. Die Türme blieben stehen. Nach dem Wiederaufbau wurden Türme und Innenraum von 1989 bis 1994 umfassend restauriert, rechtzeitig zum 500. Weihejubiläum.
Interessant für Stadtplaner: Die Türme sind mit 98,57 Metern (Nordturm) und 98,45 Metern (Südturm) bis heute die höchsten Bauten der Altstadt. Nach einem Bürgerentscheid im November 2004 galt in München zeitweise ein Verbot für Neubauten über 100 Meter, damit die Frauenkirche die Skyline weiter dominiert. Die oft erzählte Geschichte, die Türme seien einen ganzen Meter unterschiedlich hoch, ist übrigens eine Legende.
Der Innenraum wirkt hell und streng: schlanke Achteckpfeiler tragen das Gewölbe, die Pfeilerreihen verdecken von vorne die Seitenfenster. Genau darauf spielt die bekannteste Sage der Stadt an.
Stand: Oktober 2026, laut Münchner Dom:
Turmtickets bekommst du im Domshop in der Kirche oder online über München Tourismus. Der Aufstieg führt über eine enge Wendeltreppe mit rund 90 Stufen im Einbahnverkehr, danach geht es mit dem Aufzug weiter. Im Turm dürfen höchstens 60 Personen gleichzeitig sein – an sonnigen Wochenenden kann es deshalb zu Wartezeiten kommen. Wenn spontan ein Gottesdienst stattfindet, kann der Turm kurzfristig schließen. Bei Platzangst solltest du auf den Aufstieg verzichten.
Für den Kirchenraum reichen 30 bis 45 Minuten, mit Turmbesteigung solltest du rund eine Stunde einplanen. Am ruhigsten ist es vormittags unter der Woche. Plane deinen Besuch um die Gottesdienste herum: Werktags gibt es Messen um 8.30 und 18 Uhr, sonntags unter anderem um 10 Uhr mit Orgelmusik. Ein Gottesdienstbesuch ist übrigens auch eine schöne Gelegenheit, den Raum mit Musik zu erleben.
Die Frauenkirche liegt am Frauenplatz 1 mitten in der Fußgängerzone. Am einfachsten kommst du mit U- und S-Bahn: Von der Station Marienplatz (U3, U6 und alle S-Bahn-Linien) sind es etwa 2 Minuten zu Fuß, vom Karlsplatz (Stachus) rund 10 Minuten. Mit dem Auto lohnt sich die Altstadt nicht – Parkplätze sind rar und teuer, nutze besser Park+Ride am Stadtrand.
Die Kirche ist für Rollstuhlfahrer zugänglich: Das Nordportal links vom Hauptportal hat eine Rampe. Behindertenparkplätze gibt es in der Ettstraße und der Maxburgstraße. Für blinde und sehbehinderte Gäste stehen Tastmodelle von Kirche und Grundriss, Tastführungen und eine Induktionsschleife zur Verfügung. Der Dom ist nach „Reisen für Alle“ zertifiziert. Der Südturm ist dagegen nicht barrierefrei. Hunde sind bei Führungen und auf dem Turm nicht erlaubt.
Mit Kindern lohnt sich vor allem die Suche nach dem Teufelstritt – die Geschichte bleibt garantiert hängen. Kinder bis 6 Jahre fahren kostenlos auf den Turm.
Die Frauenkirche ist der ideale Start für einen Altstadtrundgang. In zwei Minuten bist du am Marienplatz mit dem Glockenspiel im Neuen Rathaus. Gleich dahinter steht der Alte Peter, dessen Turm du über Treppen erklimmst und der den besten Blick auf die Frauenkirche selbst bietet. Ein paar Schritte weiter wartet der Viktualienmarkt mit Brotzeit und Biergarten, und in rund zehn Minuten erreichst du die Residenz und das Hofbräuhaus.
Kirche täglich 8–20 Uhr (keine Besichtigung während der Gottesdienste); Südturm Montag bis Samstag 10–17 Uhr, Sonn- und Feiertage 11.30–17 Uhr, letzte Auffahrt 16.30 Uhr.
Kirche Eintritt frei; Südturm Erwachsene 7,50 €, Kinder 7–16 Jahre und ermäßigt 5,50 €, Kinder bis 6 Jahre frei, Familienkarte 21 € – Tickets im Domshop oder online über München Tourismus.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026
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