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Highlights

  • Schwemme mit Livemusik
  • Festsaal
  • Stammtisch-Tresor
  • Wirtsgarten
  • Platzl

Audioguide

Station 6 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

München: Mönche, Könige und Biergärten

„Bier für den Hof – dann für alle. Und 616 Krüge im Tresor.”

14 Stationen 110 Min. 4,9 km

Über diesen Ort

Das Hofbräuhaus am Platzl in München ist das wohl berühmteste Wirtshaus der Welt und für viele Gäste der Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit. Mitten in der Altstadt, ein paar Gehminuten vom Marienplatz, trinken hier täglich Einheimische, Stammtischbrüder und Reisende aus aller Welt ihre Maß an langen Holztischen, während eine Blaskapelle spielt. Der Eintritt ist frei, und auch wenn du kein Bier trinkst, lohnt sich ein Blick in die bemalte Schwemme und den großen Festsaal.

Geschichte: Vom Hofbrauhaus zum Weltwirtshaus

Am 27. September 1589 gründete Herzog Wilhelm V. eine eigene Brauerei für den Wittelsbacher Hof, denn das Bier, das der Hof bis dahin von auswärts bezog, war teuer. Die erste Braustätte lag am Alten Hof, ab 1607 wurde dort gebraut, wo das Hofbräuhaus heute steht (manche Quellen nennen 1608). Für das Volk öffnete erst König Ludwig I. das Haus: 1828 erlaubte er den öffentlichen Ausschank von Bier und Speisen – die Geburtsstunde des Wirtshauses. Seit 1852 gehört das Hofbräuhaus dem bayerischen Staat.

1896 zog die Brauerei aus der engen Altstadt in die Innere Wiener Straße. Am Platzl errichtete Architekt Max Littmann ein neues Gebäude im Stil der Neorenaissance; die neue Schwemme öffnete am 9. Februar 1897. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus weitgehend zerstört und bis 1958 wiederaufgebaut.

Zur Geschichte gehört auch ein dunkles Kapitel: Am 24. Februar 1920 verkündete Adolf Hitler im Hofbräuhaus vor rund 2.000 Menschen das 25-Punkte-Programm, von diesem Tag an nannte sich die Partei NSDAP.

Was dich erwartet

Im Haus finden bis zu 3.000 Gäste Platz, im Biergarten bis zu 400 weitere. Die Räume unterscheiden sich deutlich:

  • Schwemme im Erdgeschoss: der laute, lebendige Mittelpunkt mit bemalten Gewölben und Holztischen. Hier spielt täglich eine Kapelle – nur an Karfreitag und Allerheiligen bleibt es still.
  • Bräustüberl im ersten Stock: ruhiger und der einzige Bereich, in dem du einen Tisch reservieren kannst.
  • Festsaal in den oberen Etagen: neun Meter hohe Decke, Platz für etwa 1.500 Gäste, oft für Veranstaltungen genutzt.
  • Wirtsgarten: ein Innenhof mit Löwenbrunnen, geöffnet in der warmen Jahreszeit.

Rund die Hälfte der täglichen Gäste sind Stammgäste. Etwa 120 Stammtische treffen sich regelmäßig, und ihre persönlichen Maßkrüge lagern in einem Tresor mit 616 Fächern – ein Platz darin ist eine echte Ehre. Setz dich deshalb nicht an Tische mit Stammtischschild, ohne zu fragen.

Öffnungszeiten und Tipps

Stand: Oktober 2026, laut Hofbräuhaus:

  • Öffnungszeiten: täglich 11 bis 24 Uhr
  • Küche: bis 22 Uhr, letzte Bierbestellung um 23.30 Uhr
  • Eintritt: frei

In der Schwemme und im Wirtsgarten gibt es keine Reservierung – hier rückt man zusammen und setzt sich dazu, ganz nach bayerischer Art. Am vollsten ist es abends und am Wochenende; mittags unter der Woche findest du leichter einen Platz. Plane für einen Besuch mit Essen ein bis zwei Stunden ein.

Brauereiführungen finden nicht am Platzl statt, sondern in der Hofbräu-Brauerei in Riem. Gruppenführungen durch das Wirtshaus vermittelt München Tourismus mit mindestens 72 Stunden Vorlauf.

Wirtshaus-Knigge: So klappt dein Besuch

Damit du dich in der Schwemme gleich wie zu Hause fühlst, helfen ein paar einfache Regeln:

  • Dazusetzen ist normal: Frag an einem besetzten Tisch einfach „Is do no frei?“ – fremde Tischnachbarn gehören zum Erlebnis.
  • Stammtische respektieren: Tische mit Schild oder Wimpel gehören zu festen Runden. Ist niemand da, frag das Personal, ob du dort sitzen darfst.
  • Bedienung abwarten: Bestellt wird am Tisch bei der Bedienung, die für deinen Bereich zuständig ist; die Rechnung bekommst du auch dort.
  • Dirndl und Lederhose sind kein Muss – im Hofbräuhaus kannst du ganz normal in Alltagskleidung einkehren, Tracht ist aber natürlich gern gesehen.

Besonders voll wird es während des Oktoberfests, in der Adventszeit und an Wochenendabenden. Wenn du die Atmosphäre ohne Gedränge erleben willst, komm am späten Vormittag kurz nach der Öffnung oder am frühen Nachmittag unter der Woche.

Anfahrt, Barrierefreiheit und Hunde

Mit S-Bahn oder U3/U6 fährst du bis Marienplatz, alternativ bis Isartor (S-Bahn); von beiden sind es rund 500 Meter zu Fuß. Die Tram 19 und 21 halten am Nationaltheater. Mit dem Auto parkst du am besten im Parkhaus Hofbräuhaus am Thomas-Wimmer-Ring.

Der Zugang über die Bräuhausstraße ist ebenerdig, Aufzug und barrierefreie Toiletten gibt es im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss. Im Inneren musst du mit einzelnen Schwellen von etwa 7 Zentimetern rechnen, der Biergarten hat Kleinsteinpflaster. Hunde sind erlaubt. Mit Kindern ist ein Besuch tagsüber gut machbar – die Musik und das Gewusel gefallen den meisten.

In der Nähe

Das Hofbräuhaus liegt ideal für einen Altstadtbummel: In fünf Minuten bist du am Marienplatz mit dem Alten Peter und dem Viktualienmarkt. Nach Norden erreichst du in wenigen Minuten den Max-Joseph-Platz mit Nationaltheater und Residenz, und zur Frauenkirche sind es rund zehn Minuten.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
11:00–24:00
Dienstag
11:00–24:00
Mittwoch
11:00–24:00
Donnerstag
11:00–24:00
Freitag
11:00–24:00
Samstag
11:00–24:00
Sonntag
11:00–24:00

Täglich 11–24 Uhr; Küche bis 22 Uhr, letzte Bierbestellung 23.30 Uhr; Wirtsgarten nur in der warmen Jahreszeit.

Tickets

Eintritt frei.

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Verifiziert10. Oktober 2026

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