Museen
Haus der Kunst
München, Bayern
- 1–2,5 Std.
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München, Bayern

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch München — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Kaum ein Museumsbau in Deutschland trägt so schwer an seiner Herkunft wie das Haus der Kunst an der Prinzregentenstraße: Hitler ließ es von 1933 bis 1937 als „Haus der Deutschen Kunst" errichten, als Tempel für die Kunst, die das Regime wollte. Heute zeigt das Haus ohne eigene Sammlung internationale Gegenwartskunst und setzt sich offen mit dieser Geschichte auseinander. Es liegt am Südrand des Englischen Gartens, wenige Schritte vom Eisbach entfernt, und vieles kannst du hier ohne Ticket sehen.
Nachdem 1931 der Münchner Glaspalast abgebrannt war, wollten die Künstlerverbände ein neues Ausstellungshaus. Hitler verwarf das Projekt 1933 und beauftragte persönlich Paul Ludwig Troost. Eröffnet wurde der Bau am 18. Juli 1937 mit der ersten „Großen Deutschen Kunstausstellung". Schon am nächsten Tag begann ganz in der Nähe, im Galeriegebäude am Hofgarten, die Hetzschau „Entartete Kunst". Die „Große Deutsche Kunstausstellung" lief bis 1944 jedes Jahr und war vor allem eine Verkaufsschau, bei der Hitler selbst als größter Käufer auftrat.
Den Krieg überstand das Gebäude fast unbeschädigt. Die US-Armee nutzte es als Offizierskasino; der Überlieferung nach wurde sogar ein Basketballfeld eingerichtet. Schon 1946 fanden wieder Ausstellungen statt, 1947 war hier erstmals nach dem Krieg französische Moderne auf deutschem Boden zu sehen. Der größte Publikumserfolg war 1980 die Schau „Tutanchamun". Seit 1992 betreibt eine Stiftung des Freistaats Bayern das Haus.
Tickets gibt es online und an der Kasse. Kinder bis einschließlich 12 Jahre dürfen die Ausstellungen nur mit einem Erwachsenen besuchen. Für Taschen gibt es Schließfächer, Koffer kannst du nicht abgeben.
Die Adresse ist Prinzregentenstraße 1. Am bequemsten fährst du mit der Tram 16 bis „Nationalmuseum/Haus der Kunst" (Umstieg ab U4/U5 Lehel oder S-Bahn Isartor) oder mit dem Museumsbus 100 bis „Königinstraße". Hinter dem Gebäude liegt ein großer gebührenpflichtiger Parkplatz: 4 € für zwei Stunden, jede weitere Stunde 2,50 €, Tagestarif 15 €, abends von 19 bis 7 Uhr 5 €.
Für eine große Ausstellung brauchst du eineinhalb bis zwei Stunden, für die freien Bereiche allein reicht eine halbe Stunde. Geh am Ende durch die Nordtür hinaus auf die Terrasse: Von dort bist du in einer Minute im Englischen Garten und am Eisbach. Das Haus ist weitgehend barrierefrei, Klappstühle kannst du kostenlos an der Kasse ausleihen. Zur Residenz und zum Hofgarten läufst du etwa zehn Minuten.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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