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Highlights

  • 175 m lange Fassade mit Säulenportikus an der Prinzregentenstraße
  • Mittelhalle, Archiv Galerie und Goldene Bar ohne Ticket zugänglich
  • Archiv Galerie zur Geschichte als „Haus der Deutschen Kunst“
  • Wechselausstellungen, 2026/27 u. a. Tomás Saraceno
  • Open Haus: jeden letzten Freitag im Monat 16–22 Uhr freier Eintritt
  • Eigener Parkplatz hinter dem Haus, direkt am Englischen Garten

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München: Mönche, Könige und Biergärten

Audio-Spaziergang durch München — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

14 Stationen 110 Min. 4,9 km

Über diesen Ort

Kaum ein Museumsbau in Deutschland trägt so schwer an seiner Herkunft wie das Haus der Kunst an der Prinzregentenstraße: Hitler ließ es von 1933 bis 1937 als „Haus der Deutschen Kunst" errichten, als Tempel für die Kunst, die das Regime wollte. Heute zeigt das Haus ohne eigene Sammlung internationale Gegenwartskunst und setzt sich offen mit dieser Geschichte auseinander. Es liegt am Südrand des Englischen Gartens, wenige Schritte vom Eisbach entfernt, und vieles kannst du hier ohne Ticket sehen.

Geschichte: vom NS-Kunsttempel zum Ausstellungshaus

Nachdem 1931 der Münchner Glaspalast abgebrannt war, wollten die Künstlerverbände ein neues Ausstellungshaus. Hitler verwarf das Projekt 1933 und beauftragte persönlich Paul Ludwig Troost. Eröffnet wurde der Bau am 18. Juli 1937 mit der ersten „Großen Deutschen Kunstausstellung". Schon am nächsten Tag begann ganz in der Nähe, im Galeriegebäude am Hofgarten, die Hetzschau „Entartete Kunst". Die „Große Deutsche Kunstausstellung" lief bis 1944 jedes Jahr und war vor allem eine Verkaufsschau, bei der Hitler selbst als größter Käufer auftrat.

Den Krieg überstand das Gebäude fast unbeschädigt. Die US-Armee nutzte es als Offizierskasino; der Überlieferung nach wurde sogar ein Basketballfeld eingerichtet. Schon 1946 fanden wieder Ausstellungen statt, 1947 war hier erstmals nach dem Krieg französische Moderne auf deutschem Boden zu sehen. Der größte Publikumserfolg war 1980 die Schau „Tutanchamun". Seit 1992 betreibt eine Stiftung des Freistaats Bayern das Haus.

Was du sehen solltest

  • Die Fassade: Der Bau ist 175 Meter lang, vor beiden Längsseiten steht ein Portikus aus 21 Achsen mit wuchtigen, glatten Säulen. Was wie massiver Stein wirkt, ist ein Stahlskelett, verkleidet mit Kalkstein aus dem Donautal bei Kelheim.
  • Die Mittelhalle: Die ehemalige „Ehrenhalle" mit Marmorböden ist frei zugänglich. Dort hängt derzeit das „Museo Aero Solar" von Tomás Saraceno, eine fliegende Skulptur aus gebrauchten Plastiktüten.
  • Die Archiv Galerie: Mit Filmen, Plänen und Objekten erzählt sie die Geschichte des Hauses in der NS-Zeit und danach. Bis Februar 2027 zeigt sie außerdem „Eisbach Treasures": Fundstücke, die der Surfer und Taucher Tao Schirrmacher seit 2008 vom Grund des Eisbachs geholt hat.
  • Die Goldene Bar: Im früheren Künstlerfestraum wurden bis 2004 Wandmalereien auf Blattgold freigelegt, die Landkarten und Motive zur Herkunft von Getränken und Genussmitteln zeigen. Davor liegt die Nordterrasse zum Englischen Garten.
  • Die Wechselausstellungen: Die Säle haben zusammen rund 5.040 m². Bis 07.02.2027 läuft „Tomás Saraceno in collaboration. Verwobene Welten", bis 07.12.2026 „Steina: Playback".

Tickets und Öffnungszeiten (Stand: Oktober 2026)

  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10–20 Uhr, dienstags geschlossen. Die Ausstellungen schließen 15 Minuten früher.
  • Hausticket Large (Saraceno): 15 €, ermäßigt 11 €, Schüler und Studierende ab 12 Jahren 5 €, Familienticket 35 € für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder.
  • Hausticket Small („Steina: Playback"): 10 €, ermäßigt 8 €, Schüler und Studierende 5 €.
  • Frei: Kinder unter 12 Jahren, dazu die Mittelhalle, Archiv Galerie, Terrassensaal, „Ausstellung der Ausstellungen", Shop und Goldene Bar.
  • Open Haus: An jedem letzten Freitag im Monat ist der Eintritt von 16 bis 22 Uhr frei, mit Führungen und Programm.

Tickets gibt es online und an der Kasse. Kinder bis einschließlich 12 Jahre dürfen die Ausstellungen nur mit einem Erwachsenen besuchen. Für Taschen gibt es Schließfächer, Koffer kannst du nicht abgeben.

Anfahrt und Parken

Die Adresse ist Prinzregentenstraße 1. Am bequemsten fährst du mit der Tram 16 bis „Nationalmuseum/Haus der Kunst" (Umstieg ab U4/U5 Lehel oder S-Bahn Isartor) oder mit dem Museumsbus 100 bis „Königinstraße". Hinter dem Gebäude liegt ein großer gebührenpflichtiger Parkplatz: 4 € für zwei Stunden, jede weitere Stunde 2,50 €, Tagestarif 15 €, abends von 19 bis 7 Uhr 5 €.

Tripto-Tipp

Für eine große Ausstellung brauchst du eineinhalb bis zwei Stunden, für die freien Bereiche allein reicht eine halbe Stunde. Geh am Ende durch die Nordtür hinaus auf die Terrasse: Von dort bist du in einer Minute im Englischen Garten und am Eisbach. Das Haus ist weitgehend barrierefrei, Klappstühle kannst du kostenlos an der Kasse ausleihen. Zur Residenz und zum Hofgarten läufst du etwa zehn Minuten.

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Verifiziert16. Oktober 2026

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