Altstädte & Plätze
Viktualienmarkt
München, Bayern
- 45–120 Min.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
München, Bayern

Audioguide
Station 5 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Ein Markt, vom König verschoben – und Karl Valentin aus einem Kriegslöwen.”
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Der Viktualienmarkt in München ist der bekannteste Lebensmittelmarkt Bayerns und liegt mitten in der Altstadt, nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt. Seit über 200 Jahren kaufen Münchner hier Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Blumen, und für viele Besucher gehört eine Brotzeit unter dem Maibaum einfach zum Stadtbummel dazu. Die Münchner nennen ihn liebevoll „die gute Stube“ der Stadt – der Eintritt ist frei, und du kannst ihn bequem mit Frauenkirche und Altem Peter verbinden.
Am 2. Mai 1807 ordnete König Max I. Joseph an, den Markt vom damaligen Schrannenplatz, dem heutigen Marienplatz, an seinen jetzigen Platz zu verlegen – der alte Standort war für den Handel zu klein geworden. Zunächst hieß er schlicht „grüner Markt“, den Namen Viktualienmarkt (von Viktualien, also Lebensmittel) bekam er im 19. Jahrhundert. Bis 1890 wuchs er auf seine heutige Größe.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Markt schwer beschädigt und danach wiederaufgebaut. Seit 1975 ist er Fußgängerzone, seit 2014 steht die Markttradition im Bayerischen Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Betrieben wird er von den Markthallen München, einem städtischen Eigenbetrieb.
Auf über 18.000 Quadratmetern verkaufen mehr als 100 Händler frische und regionale Ware, aber auch Exotisches, Gewürze, Honig, Wein und Blumen. Die Metzger sitzen gesammelt in der Metzgerzeile, Fisch, Käse und Feinkost findest du in den grün gedeckten Standl ringsum.
Der Markt hat Montag bis Samstag geöffnet, sonntags und an Feiertagen ist geschlossen. Die Händler legen ihre Zeiten selbst fest: Die meisten Stände öffnen ab etwa 8 Uhr, viele schließen am Samstag schon am Nachmittag, und manche Standl haben montags zu. Wenn du ein bestimmtes Geschäft besuchen willst, prüfe dessen eigene Zeiten (Stand: Oktober 2026).
Am entspanntesten ist es unter der Woche am Vormittag. Zur Mittagszeit und am Samstag wird es voll. Plane für einen Bummel mit Brotzeit ein bis zwei Stunden ein. Tipp: Kauf dir an den Ständen Brezn, Obatzda oder Fisch und setz dich damit in den Biergarten.
Feste im Jahr: Am Faschingsdienstag tanzen die Marktfrauen beim „Tanz der Marktweiber“, am ersten Freitag im August werden beim Brunnenfest die Brunnen mit Blumen geschmückt, und im Advent leuchten die Stände beim Winterzauber.
Mit der S-Bahn oder der U3/U6 fährst du bis Marienplatz, von dort sind es nur wenige Gehminuten. Mehrere Buslinien halten an der Haltestelle Viktualienmarkt; für die Linien 52 und 62 gibt es laut Stadt bis voraussichtlich Januar 2027 eine Umleitung. Parkplätze sind in der Altstadt kaum zu finden, lass das Auto besser stehen. Fahrräder und E-Scooter musst du über den Markt schieben.
Der Markt ist eben und gepflastert, für Kinderwagen und Rollstühle also gut machbar, an vollen Tagen aber eng. Kinder freuen sich über die Obststände und den Biergarten. Hunde sind an der Leine erlaubt.
Direkt am Markt steht die Heilig-Geist-Kirche, gleich dahinter ragt der Alte Peter auf, von dessen Turm du den Markt von oben siehst. In fünf Minuten erreichst du den Marienplatz, zur Frauenkirche und zum Hofbräuhaus sind es jeweils rund zehn Minuten.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026