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Highlights

  • Dauerausstellung in der Häftlingswäscherei
  • Tal des Todes
  • Aschepyramide
  • Ausstellung „was bleibt“
  • Ehemalige Kommandantur

Über diesen Ort

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in der nördlichen Oberpfalz erinnert an eines der großen Konzentrationslager des NS-Regimes. Rund 100.000 Menschen aus über 30 Ländern waren zwischen 1938 und 1945 im Hauptlager und in den Außenlagern inhaftiert, mindestens 30.000 von ihnen kamen ums Leben. Heute verbinden erhaltene Gebäude, das „Tal des Todes“ und zwei Dauerausstellungen Erinnerung und Information – ein Ort zum Innehalten, der jeden Besuch rechtfertigt.

Geschichte des Lagers

Im Mai 1938 brachte die SS die ersten 100 Häftlinge aus Dachau nach Flossenbürg. Der Standort war wegen des Granits gewählt: Im Steinbruch der SS-eigenen Deutschen Erd- und Steinwerke (DESt) mussten die Gefangenen unter mörderischen Bedingungen arbeiten, später auch für die Rüstungsproduktion, etwa Teile des Jagdflugzeugs Messerschmitt Bf 109. Mitte 1939 schufteten rund 850 Häftlinge im Steinbruch, 1942 waren es fast 2.000. Bis Kriegsende wurden etwa 84.000 Männer und 16.000 Frauen in Flossenbürg und seinen Außenlagern registriert. Zum Lagerkomplex gehörten fast 80 Außenlager, in 27 davon waren Frauen inhaftiert.

Am 9. April 1945 wurde im Arresthof des Lagers der Theologe Dietrich Bonhoeffer ermordet. Am 23. April 1945 erreichten US-Truppen Flossenbürg und fanden rund 1.500 schwer kranke Menschen vor. Schon 1947 errichteten polnische Displaced Persons eine erste Gedenkanlage; auf Teilen des Lagergeländes entstand später eine Wohnsiedlung. Seit 2003 betreut die Stiftung Bayerische Gedenkstätten den Ort.

Was du auf dem Gelände siehst

  • Ausstellung „Konzentrationslager Flossenbürg 1938–1945“ in der ehemaligen Häftlingswäscherei (eröffnet 2007, Bayerischer Museumspreis 2011) – im Mittelpunkt stehen die Menschen, die aus ganz Europa hierher verschleppt wurden.
  • Ausstellung „was bleibt“ über die Nachgeschichte des Lagers bis heute.
  • Appellplatz und Kommandantur, deren Spuren und Gebäude im Gelände erhalten sind.
  • Tal des Todes mit Krematorium, der ummauerten Aschepyramide und zahlreichen Denkmälern der Nationen.
  • KZ-Friedhöfe: Im Ort liegen 146 Häftlinge, die nach der Befreiung starben; ein großer Sammelfriedhof (1957–1960) birgt mindestens 5.576 Tote aus anderen Lagerstätten in Bayern.

Der ehemalige Steinbruch wird seit dem Ende des kommerziellen Abbaus 2024 schrittweise in die Gedenkstätte einbezogen.

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Stand: Oktober 2026. Die Gedenkstätte ist von März bis November täglich 9–17 Uhr und von Dezember bis Februar täglich 9–16 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu Gelände und Ausstellungen ist frei. Öffentliche Führungen finden samstags, sonntags und an Feiertagen um 14 Uhr statt, ohne Anmeldung und kostenlos. Gruppen und Schulklassen buchen Bildungsangebote vorab. Für Kinder unter 12 Jahren empfiehlt die Gedenkstätte den Besuch nicht.

Anfahrt und Parken

  • Bus und Bahn: Von den Bahnhöfen Weiden, Altenstadt/Waldnaab und Neustadt/Waldnaab fährt die Regionalbuslinie 6272/1922 in 40 bis 55 Minuten bis zur Haltestelle „Flossenbürg-Gedenkstätte“.
  • Auto: Alle Parkplätze sind kostenlos, am oberen Parkplatz (P2) gibt es Ladesäulen für E-Autos.
  • Fahrrad: Abstellplätze und E-Bike-Ladestation vor dem Gelände; auf dem Gelände selbst ist Radfahren nicht erlaubt.

Tipps für deinen Besuch

  • Plane mindestens 2 bis 3 Stunden ein, für beide Ausstellungen und das Tal des Todes eher mehr.
  • Das Museumscafé hat werktags 10–17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 13–17 Uhr geöffnet – gut für eine ruhige Pause und Gespräche danach.
  • Über dem Ort thront die Burgruine Flossenbürg; der Blick von oben macht die Lage des Lagers im Tal besonders deutlich.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–17:00
Dienstag
9:00–17:00
Mittwoch
9:00–17:00
Donnerstag
9:00–17:00
Freitag
9:00–17:00
Samstag
9:00–17:00
Sonntag
9:00–17:00

Zeiten gültig bis 30. November 2026

März bis November täglich 9–17 Uhr, Dezember bis Februar täglich 9–16 Uhr; öffentliche Führungen samstags, sonntags und an Feiertagen um 14 Uhr.

Tickets

Eintritt frei, auch die öffentlichen Führungen (Sa, So, Feiertage 14 Uhr) sind kostenlos und ohne Anmeldung.

Adresse & Anfahrt

Gedächtnisallee 5, 92696 Flossenbürg

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