Altstädte & Plätze
Altstadt Amberg
Amberg, Bayern
- 2–4 Std.
Altstädte & Plätze
Amberg, Bayern
Die Altstadt von Amberg in der Oberpfalz liegt rund 55 km östlich von Nürnberg an der Vils und hat ihre mittelalterliche Stadtanlage zum großen Teil bewahrt. Ein fast geschlossener Mauerring umgibt Marktplatz, Kirchen und das frühere Schloss der Kurfürsten. Ihr bekanntestes Bild ist die Stadtbrille: ein Wassertor, dessen Bögen sich in der Vils zu zwei Kreisen spiegeln.
Reich wurde Amberg durch Eisenerz, die Stadt liegt an der Bayerischen Eisenstraße zwischen Pegnitz und Regensburg. Als Regierungssitz der Oberen Pfalz war sie Hauptstadt der Pfalzgrafen bei Rhein in diesem Landesteil. Kurfürst Ludwig III. ließ 1417 das Kurfürstliche Schloss bauen. Die Befestigung mit über 100 Türmen und doppelten Mauern machte Amberg zur Wasserfestung, ein Chronist schrieb 1564, Amberg sei die „festest Fürstenstad“. Ernsthaft belagert wurde die Stadt erst 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg.
1621 fiel Amberg mit der Oberpfalz an Bayern, 1810 verlor es den Regierungssitz an Regensburg. Der Bergbau lief noch bis ins 20. Jahrhundert: Das letzte Eisenerz wurde 1964 gefördert, der Hochofen der Luitpoldhütte arbeitete bis 1968.
Für einen Rundgang mit Stadtbrille, Mauer und Marktplatz brauchst du 2 bis 4 Stunden. Das schönste Spiegelbild der Stadtbrille siehst du bei ruhigem Wasser. Von Mai bis Oktober kannst du auf der Vils eine Plättenfahrt ab der Schiffbrücke machen. Anfang Juli zieht das Bergfest Pilger und Besucher auf den Mariahilfberg.
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