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Highlights

  • Römerabteilung zu Castra Regina mit Gründungsinschrift und Münzschatz
  • Gotische Minoritenkirche und Kreuzgang des 13. Jahrhunderts
  • Glasgemälde aus der Minoritenkirche um 1360/65
  • Werke von Albrecht Altdorfer und der Donauschule
  • Modell Regensburgs um 1700 und Wandteppich mit wilden Leuten

Audioguide

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Regensburg: Türme, Teufelswetten und der ewige Reichstag

Audio-Spaziergang durch Regensburg — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

14 Stationen 85 Min. 2,8 km

Über diesen Ort

Wer verstehen will, warum Regensburg heute UNESCO-Welterbe ist, findet im Historischen Museum am Dachauplatz die Vorgeschichte dazu. In einem ehemaligen Minoritenkloster aus dem 13. Jahrhundert erzählt das städtische Museum die Geschichte der Stadt und Ostbayerns von der Steinzeit bis ins 19. Jahrhundert. Der eigentliche Schatz ist dabei oft das Haus selbst: eine hohe gotische Bettelordenskirche und ein stiller Kreuzgang, mitten in der Altstadt und doch abseits der Touristenströme.

Geschichte: vom Bettelorden zum Stadtmuseum

Das Kloster St. Salvator gründeten Franziskaner, hier Minoriten genannt, im 13. Jahrhundert. Gegründet wurde es schon 1931, eröffnet aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg, 1949 unter Direktor Walter Boll. Das Haus liegt im Bereich des einstigen römischen Legionslagers Castra Regina, dessen Geschichte hier den größten Raum einnimmt.

Was du sehen solltest

  • Vorgeschichte: Der Bogen reicht vom Faustkeil von Pösing, dem ältesten Artefakt der Oberpfalz, bis zur späten Keltenzeit. Sein Alter wird unterschiedlich angegeben, von rund 100.000 bis etwa 250.000 Jahren. Dazu kommt das Grab des „ersten Regensburgers“ aus der Zeit um 5500 v. Chr.
  • Römisches Regensburg: Die beliebteste Abteilung zeigt die Zeit, als Castra Regina der wichtigste Militärstützpunkt des Römischen Reichs im heutigen Bayern war, mit der Gründungsinschrift des Lagers, einem Münzschatz, Modellen und Rekonstruktionen. Die provinzialrömische Sammlung zählt zu den bedeutendsten in Deutschland.
  • Mittelalter: In Kirche und Kreuzgang des Klosters geht es um Handel, Alltag und Kunst der freien Reichsstadt. Achte auf die Glasgemälde aus der Minoritenkirche von etwa 1360/65 und auf einen Wandteppich mit „wilden Leuten“ aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Erhalten sind auch jüdische Grabsteine aus den Jahren 1217/18 bis 1504.
  • Altdorfer und Donauschule: Im zweiten Obergeschoss hängen Werke des Regensburger Bürgers und Malers Albrecht Altdorfer (um 1480–1538) und seiner Zeitgenossen.
  • Stadtgeschichte: Ein Modell Regensburgs um 1700 im Maßstab 1:4000, Bilder zum Immerwährenden Reichstag, Möbel, Trachten und Hinterglasbilder.

Wissenswertes

Die archäologischen Bestände des Museums sind nach denen der Archäologischen Staatssammlung in München die zweitgrößte Sammlung Bayerns. In der Minoritenkirche finden unter dem Namen „Klang.Raum.Museum“ abendliche Serenaden und sonntägliche Matineen statt. Zum Museum gehört außerdem die sogenannte Römische Brauerei am Kornweg, eine Anlage aus der Zeit um 200 n. Chr., die du unter einem verglasten Pavillon von außen sehen kannst.

Öffnungszeiten und Eintritt (Stand: Oktober 2026)

  • Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags und an Feiertagen 10–16 Uhr. Geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, 1. November sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Am 29. Oktober 2026 bleibt das Museum wegen einer internen Veranstaltung geschlossen.
  • Eintritt: Erwachsene 5 €, ermäßigt 2,50 €, Familien 10 €. Kinder und Jugendliche unter 18 sowie Studierende unter 30 Jahren haben freien Eintritt. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle frei.
  • Führungen: „Römisches Regensburg“ samstags 13 Uhr, „Regensburg im Mittelalter“ sonntags und an Feiertagen 13 Uhr, jeweils 8 € inklusive Eintritt.

Bis 7. Februar 2027 läuft die Studioausstellung „Krieger und Christ“, die im normalen Eintritt enthalten ist.

Anfahrt

Das Museum liegt am Dachauplatz 2–4 am Ostrand der Altstadt. Vom Dom gehst du etwa fünf Minuten, vom Hauptbahnhof rund 15 Minuten.

Tripto-Tipp

Plane 1,5 bis 2 Stunden ein, wer nur die Römer sehen will, kommt mit einer Stunde aus. Das Museum ist ein guter Schlechtwetter-Plan, und im Winter schließt es früh genug, um danach noch über den Christkindlmarkt am Neupfarrplatz zu bummeln. Für Familien ist der Besuch günstig, denn Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts.

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert16. Oktober 2026

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