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Highlights

  • Treppenartige Sinterstufen aus Kalktuff, geschütztes Geotop und Naturdenkmal
  • Karstquelle der Lillach in einer kleinen Felshöhle auf 463 Metern
  • Naturlehrpfad mit Stegen, Brücken und Infotafeln, rund 3 Kilometer hin und zurück
  • Lebensraum für Feuersalamander, Wasseramsel und über 120 Schmetterlingsarten
  • Osterbrunnen an der Lillachquelle zu Ostern

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Nürnberg: Meister, Erfinder und drei im Weggla

Audio-Spaziergang durch Nürnberg — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

13 Stationen 90 Min. 2,8 km

Über diesen Ort

Das Wasser plätschert hier nicht einfach bergab, es läuft über kleine, moosgrüne Treppen, Becken und Kaskaden. Die Kalksinterterrassen im Lillachtal bei Weißenohe sind ein Naturschauspiel, das der Bach selbst gebaut hat: Aus dem kalkhaltigen Quellwasser setzt sich Kalktuff ab und wächst langsam zu Stufen heran. Die Lillach gilt als herausragendes Beispiel unter den Sinterbächen der Fränkischen Schweiz und wurde 2021 im bayerischen Wettbewerb „Ausgezeichnete Bäche“ prämiert.

Wie die Terrassen entstehen

Die Lillach entspringt östlich von Weißenohe einer Karstquelle, die aus einer kleinen Felshöhle im Jurakalk auf 463 Metern Höhe tritt, im Mittel mit rund 50 Litern pro Sekunde. Das Wasser hat auf dem Weg durch das Gestein viel Kalk gelöst. Sobald es an der Oberfläche über Moose und Hindernisse fließt, gibt es Kohlendioxid ab und der Kalk fällt aus. So wachsen Sinterstufen, auch Kalktuffterrassen genannt. Nach knapp drei Kilometern trifft die Lillach bei Weißenohe auf die Kalkach, gemeinsam bilden sie den Aubach. Quelle und Terrassen sind als Geotope ausgewiesen, die Sinterterrassen zusätzlich als Naturdenkmal.

Was du sehen solltest

  • Die Sinterstufen: Flache Becken und kleine Wasserfälle reihen sich über weite Strecken des Bachlaufs aneinander, besonders schön, wenn viel Wasser fließt.
  • Lillachquelle: Am oberen Ende quillt das Wasser aus der Felshöhle. Zu Ostern wird die Quelle als Osterbrunnen geschmückt, ein Brauch der Fränkischen Schweiz.
  • Tiere und Pflanzen: Im Tal leben je rund 130 Käfer- und Falterarten, dazu Feuersalamander, Wasseramsel und die Zweigestreifte Quelljungfer, eine Libelle. Achte am Ufer auf Milzkraut und Moschuskraut.
  • Stege und Tafeln: Bei einer Sanierung 2016 wurde der Weg mit Stegen, Brücken, Geländern, Sitzgruppen und neuer Beschilderung gesichert.

Wanderung und Anfahrt

Die kurze Variante ist der Naturlehrpfad Lillachtal ab Weißenohe, rund 3 Kilometer hin und zurück in etwa einer Stunde. Wer mehr laufen will, verbindet das Tal mit einer längeren Rundtour bis zur Quelle und durch die Umgebung von Gräfenberg. Weißenohe liegt im Landkreis Forchheim an der Gräfenbergbahn von Nürnberg, gut 20 Kilometer nordöstlich der Stadt. Der Weg hat einige Stufen und ist nur bedingt für Kinderwagen geeignet.

Gut zu wissen

Rund 50.000 Besucher kommen jedes Jahr, das Tal ist ein sensibles Schutzgebiet. Bleib auf den Wegen und betritt die Sinterstufen nicht, sie brechen leicht. Nach Stürmen kann der Weg wegen umstürzender Bäume gesperrt sein, achte auf Hinweise vor Ort.

Tripto-Tipp

Komm im Frühjahr oder nach Regen, dann führt die Lillach am meisten Wasser und die Stufen glänzen. In trockenen Sommern ist der Bach deutlich schmaler. Für eine Einkehr bietet sich danach die Klosterbrauerei in Weißenohe an.

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Verifiziert16. Oktober 2026

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