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Highlights

  • Schöner Brunnen
  • Goldener Ring
  • Männleinlaufen
  • Frauenkirche
  • Christkindlesmarkt

Audioguide

Station 6 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

Nürnberg: Meister, Erfinder und drei im Weggla

„Der Ring ohne Naht – und was unter dem Markt liegt.”

13 Stationen 90 Min. 2,8 km

Über diesen Ort

Der Hauptmarkt in Nürnberg ist der zentrale Platz der Altstadt und einer der bekanntesten Marktplätze Deutschlands. Hier stehen mit der gotischen Frauenkirche und dem vergoldeten Schönen Brunnen zwei Wahrzeichen der Stadt direkt nebeneinander, unter der Woche verkaufen Händler Obst, Gemüse und Brot, und im Advent verwandelt sich der Platz in den weltberühmten Christkindlesmarkt. Für die meisten Besucher ist der Hauptmarkt der ideale Startpunkt, um Nürnberg zu entdecken.

Geschichte: ein Platz mit dunkler Gründungsgeschichte

Der Hauptmarkt ist kein gewachsener Marktplatz. Im 12. Jahrhundert war das Gelände sumpfig, später lebten hier Nürnbergs Jüdinnen und Juden. Beim Pogrom von 1349 wurden fast 600 Menschen ermordet, das jüdische Viertel abgerissen und an seiner Stelle Marktplätze angelegt. Wo die Synagoge stand, ließ Kaiser Karl IV. ab 1352 die Frauenkirche errichten. Den Namen Hauptmarkt trägt der Platz erst seit 1809.

Im Mittelalter war der Markt die Bühne der Reichsstadt: Hier wurden die Reichskleinodien öffentlich gezeigt, es fanden Turniere statt, und Feste rund um Reichstage und Kaiserbesuche. In der NS-Zeit hieß der Platz von 1933 an „Adolf-Hitler-Platz“ und diente als Kulisse für Aufmärsche. Bei den Luftangriffen 1945 wurde die Altstadt weitgehend zerstört; der Schöne Brunnen überstand den Krieg, weil man ihn in einen Betonmantel gehüllt hatte. Die Häuser rund um den Platz wurden danach in vereinfachter Form wieder aufgebaut, was dem heutigen Hauptmarkt seinen Mix aus Nachkriegsfassaden und gotischen Höhepunkten gibt.

Was du sehen solltest

  • Schöner Brunnen: Der rund 19 Meter hohe gotische Brunnen in Form einer Kirchturmspitze entstand 1385–1396. 40 bemalte Figuren auf vier Ebenen zeigen das Weltbild des Heiligen Römischen Reiches – von Kurfürsten über Propheten bis zu den Kirchenvätern. Was du heute siehst, ist eine Kopie von 1903; Reste des Originals bewahrt das Germanische Nationalmuseum.
  • Der Ring im Gitter: In das schmiedeeiserne Gitter sind zwei drehbare Ringe eingearbeitet. Der Legende nach bringt das Drehen Glück – angeblich sogar Kindersegen. Der Messingring wurde im Lauf der Zeit mehrfach ersetzt; ein zweiter, eiserner Ring befindet sich an der Nordostseite.
  • Frauenkirche und Männleinlaufen: An der Westfassade der Kirche hängt eine Kunstuhr aus den Jahren 1506–1509. Täglich um 12 Uhr treten die sieben Kurfürsten heraus und umrunden dreimal Kaiser Karl IV. – eine Erinnerung an die Goldene Bulle von 1356, die Nürnberg zum Ort des ersten Reichstags jedes neu gewählten Königs machte.
  • Wochenmarkt: Mit rund 40 festen Ständen ist er der größte Wochenmarkt der Stadt, mit Obst und Gemüse aus dem Knoblauchsland, Käse, Brot und Blumen.

Besichtigung und Zeitplanung

Der Platz ist jederzeit frei zugänglich, Eintritt kostet nichts. Für einen Rundgang mit Brunnen, Frauenkirche und Männleinlaufen reicht eine halbe Stunde; wer über den Markt bummeln oder in einem der Cafés sitzen will, bleibt gern länger. Komm am besten kurz vor 12 Uhr, damit du einen guten Platz vor der Frauenkirche bekommst – zur Mittagszeit wird es dort voll.

Wochenmarkt (Stand: Oktober 2026 laut Marktamt): Montag bis Samstag 7–20 Uhr. An gesetzlichen Feiertagen entfällt der Markt, und bei Großveranstaltungen ziehen die Stände in die benachbarte Fußgängerzone.

Christkindlesmarkt und Veranstaltungen

Bekannt ist der Hauptmarkt vor allem durch den Nürnberger Christkindlesmarkt. 2026 findet er von Freitag, 27. November, bis Donnerstag, 24. Dezember statt, täglich von 10 bis 21 Uhr, an Heiligabend bis 14 Uhr. Eröffnet wird er traditionell mit dem Prolog des Christkinds von der Empore der Frauenkirche am Eröffnungsabend. Die rot-weißen Holzbuden, Lebkuchen, Rauschgoldengel und Glühwein ziehen Menschen aus aller Welt an – rechne an Adventswochenenden mit großem Gedränge. Unter der Woche am Vormittag ist es deutlich entspannter.

Im Sommer ist der Hauptmarkt eine der Bühnen des Bardentreffens, eines Festivals für Weltmusik, das kurz vor den bayerischen Sommerferien stattfindet. Auch Oster- und Herbstmarkt nutzen den Platz.

Anfahrt und Parken

Der Hauptmarkt liegt mitten in der Fußgängerzone der Altstadt. Vom Hauptbahnhof gehst du etwa eine Viertelstunde durch die Königstraße, vorbei an St. Lorenz und über die Museumsbrücke. Mit der U1 fährst du bis „Lorenzkirche“, die Buslinie 36 hält an der Haltestelle „Hauptmarkt“. Mit dem Auto steuerst du am besten eines der Altstadt-Parkhäuser an, denn direkt am Platz kannst du nicht parken.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Kinder haben Spaß am Männleinlaufen und am Drehen des Glücksrings. Im Advent lohnt der Kinderweihnachtsmarkt in der Nähe des Hauptmarkts. Der Platz selbst ist eben, aber mit Kopfsteinpflaster belegt – mit Rollstuhl oder Kinderwagen kommst du hin, musst aber mit holprigem Untergrund rechnen. Im Advent ist das Gedränge zwischen den Buden mit Kinderwagen oder Rollstuhl allerdings eine Herausforderung – plane dann lieber einen Besuch am Vormittag unter der Woche.

In der Nähe

  • St. Sebald, die älteste Pfarrkirche der Stadt, nur wenige Schritte nördlich
  • Altes Rathaus mit den mittelalterlichen Lochgefängnissen
  • Fleischbrücke und Henkersteg an der Pegnitz
  • Kaiserburg und Albrecht-Dürer-Haus, rund zehn Gehminuten bergauf
  • St. Lorenz und das Germanische Nationalmuseum in der südlichen Altstadt

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
0:00–24:00
Donnerstag
0:00–24:00
Freitag
0:00–24:00
Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Platz jederzeit frei zugänglich; Wochenmarkt Montag bis Samstag 7–20 Uhr (an Feiertagen kein Markt); Christkindlesmarkt 2026 vom 27. November bis 24. Dezember täglich 10–21 Uhr, an Heiligabend bis 14 Uhr.

Tickets

Eintritt frei.

Adresse & Anfahrt

Hauptmarkt, 90403 Nürnberg

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Verifiziert10. Oktober 2026

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