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Highlights

  • Palas mit Doppelkapelle
  • Sinwellturm
  • Tiefer Brunnen
  • Kaiserburg-Museum
  • Tiergärtnertorplatz

Audioguide

Station 9 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

Nürnberg: Meister, Erfinder und drei im Weggla

„Eppeleins Sprung über den Burggraben – und warum das Pferd acht Beine bräuchte.”

13 Stationen 90 Min. 2,8 km

Über diesen Ort

Die Kaiserburg Nürnberg thront auf einem Sandsteinfelsen über der Altstadt und ist das Wahrzeichen der Stadt. Zwischen dem frühen 12. Jahrhundert und 1571 hielten sich alle Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches zeitweise hier auf – kaum eine Burg in Deutschland ist so eng mit der Reichsgeschichte verbunden. Heute erwarten dich Palas mit Doppelkapelle, das Kaiserburg-Museum, der Tiefe Brunnen, der Sinwellturm mit Rundblick und Burggärten. Ein Muss bei jedem Nürnberg-Besuch, auch bei schlechtem Wetter.

Geschichte: Reichsburg und Kaiserresidenz

Die Nürnberger Burg ist eigentlich eine Doppelburg aus Kaiserburg und Burggrafenburg. Früheste Bauspuren reichen um das Jahr 1000 zurück; schriftlich erwähnt wird die Burg 1105, als König Heinrich V. sie nach zweimonatiger Belagerung eroberte. Unter den Staufern wuchs ihre Bedeutung: König Konrad III. begann 1140 mit dem Bau der Kaiserburg als Königspfalz, Friedrich Barbarossa weilte zwölfmal hier.

Die Burggrafenburg gehörte ab 1192 den Hohenzollern, die mit der Reichsstadt bald in Streit gerieten. Die Stadt baute 1377 direkt daneben den Turm Luginsland, um ins Burginnere zu schauen. 1427 verkaufte der letzte Burggraf die zerstörte Burg für rund 120.000 Gulden an Nürnberg. Danach baute die Stadt die Anlage zur Festung aus und errichtete die Kaiserstallung, ursprünglich ein Kornhaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg schwer getroffen; fast unversehrt blieben nur Doppelkapelle und Sinwellturm. In der Nachkriegszeit wurde sie in historischen Formen wieder aufgebaut.

Spannend sind die Details: König Heinrich (VII.) heiratete 1225 auf der Burg und kam insgesamt 21-mal, Friedrich II. 16-mal. Der heutige Palas ist ein spätgotischer Neubau von 1440 bis 1442, die mächtigen Basteien an West- und Nordseite entstanden 1538 bis 1545. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Burg an Bedeutung, ab 1663 tagte der Reichstag dauerhaft in Regensburg. Übrigens: Der letzte Burggraf zog sich nach dem Verkauf auf die Cadolzburg zurück – genau dorthin führt das Kombiticket der Schlösserverwaltung.

Was du sehen solltest

  • Palas mit Doppelkapelle: Die Ausstellung „Kaiser – Reich – Stadt“ erklärt die Rolle der Burg im Reich. Die romanische Doppelkapelle mit zwei übereinanderliegenden Räumen gehört zu den ältesten Teilen.
  • Kaiserburg-Museum in der Kemenate: eine Zweigstelle des Germanischen Nationalmuseums; im Erdgeschoss zeigt ein Film die Bauphasen der Burg.
  • Tiefer Brunnen: Eine Kamera fährt bei der Führung bis zur Brunnensohle in rund 45 Metern Tiefe – nur mit Führung (im Ticket enthalten).
  • Sinwellturm: Über 113 Stufen steigst du auf die Aussichtsebene mit dem besten Blick über Nürnbergs Dächer.
  • Burggarten und Maria-Sibylla-Merian-Garten: kostenlos, aber saisonal geöffnet.

Öffnungszeiten und Tickets

Die Kaiserburg hat fast täglich geöffnet (Stand: Oktober 2026):

  • April bis September: 9–18 Uhr
  • Oktober bis März: 10–16 Uhr
  • Letzter Einlass etwa 60 Minuten vor Schließung; geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember

Eintrittspreise 2026:

  • Gesamtkarte (Palas, Museum, Tiefer Brunnen, Sinwellturm): 10 €, ermäßigt 9 €
  • Nur Palas und Museum: 7 €, ermäßigt 6 €
  • Nur Tiefer Brunnen und Sinwellturm: 4 €, ermäßigt 3 €
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: frei
  • Kombiticket mit Stadtmuseum im Fembo-Haus: 15 €, mit der Cadolzburg: 16 €

Tickets gibt es nur an der Kasse im äußeren Burghof (bar oder Karte) – online kannst du nicht buchen. Für den Palas leihst du einen Audioguide für 2 € in sieben Sprachen. Plane für alles rund zwei Stunden ein.

Der Burggarten ist vom 26. März bis 1. November ab 8 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet, im Winter geschlossen; der kleine Merian-Garten nur sonntags und montags nachmittags.

Anfahrt und Parken

Mit Bahn und ÖPNV: Vom Nürnberger Hauptbahnhof gehst du zu Fuß durch die Altstadt bergauf zur Burg oder fährst mit der Straßenbahn bis „Tiergärtnertor“; außerdem halten Busse an der „Burgstraße“, die U-Bahn an der „Lorenzkirche“. Das Deutschlandticket gilt im Nahverkehr.

Mit dem Auto: An der Burg gibt es keine Besucherparkplätze. Nutze die ausgeschilderten Parkhäuser in der Innenstadt. Zwei Behindertenstellplätze liegen im äußeren Burghof.

Barrierefreiheit und Tipps

Kasse, Burgcafé und Erdgeschoss der Kemenate sind stufenlos erreichbar, Rittersaal und Hochzeitszimmer über eine Hebebühne. Das Obergeschoss des Palas, die Doppelkapelle und der Sinwellturm sind aber nur über Treppen zugänglich. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener hinein.

  • Fotospot: Der Tiergärtnertorplatz mit Fachwerkhäusern und Burgblick ist einer der schönsten Plätze Nürnbergs.
  • Bei Regen lohnt die Burg besonders: Palas, Museum und Brunnenführung liegen überwiegend drinnen, und der Rundgang lässt sich gut mit einer Pause im Burgcafé im äußeren Burghof verbinden.
  • Mit Kindern: Der Eintritt ist für unter 18-Jährige frei, und die Kamerafahrt in den Tiefen Brunnen begeistert fast jedes Kind.
  • Kombiniere die Burg mit dem Albrecht-Dürer-Haus, St. Sebald und dem Hauptmarkt.
  • Im Advent liegt die Burg nur wenige Minuten vom Christkindlesmarkt entfernt.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
10:00–16:00
Dienstag
10:00–16:00
Mittwoch
10:00–16:00
Donnerstag
10:00–16:00
Freitag
10:00–16:00
Samstag
10:00–16:00
Sonntag
10:00–16:00

Zeiten gültig bis 31. März 2027

April bis September täglich 9–18 Uhr, Oktober bis März täglich 10–16 Uhr; letzter Einlass ca. 60 Minuten vor Schließung; geschlossen am 1.1., Faschingsdienstag, 24., 25. und 31.12.

Tickets

Gesamtkarte 10 €, ermäßigt 9 €; Palas und Museum 7 €; Tiefer Brunnen und Sinwellturm 4 €; unter 18 Jahren frei; Tickets nur an der Kasse im äußeren Burghof.

Adresse & Anfahrt

Auf der Burg 17, 90403 Nürnberg

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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