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Die schönsten Schlösser und Burgen in Deutschland

Die schönsten Schlösser und Burgen in Deutschland nach Regionen: von Neuschwanstein bis Wartburg, mit Tipps zu Tickets, Führungen und Saisonzeiten.

Redaktion tripto.de8 Min. Lesezeit

Die schönsten Schlösser und Burgen in Deutschland
Inhaltsverzeichnis

Kaum ein Land hat so viele Burgen und Schlösser wie Deutschland. Manche thronen auf Felsen über dem Rhein, andere spiegeln sich in einem See oder stehen mitten in einer Altstadt. Wir stellen dir die schönsten vor, sortiert nach Regionen. Dazu bekommst du praktische Hinweise zu Tickets und Saisonzeiten. Alle Angaben: Stand Oktober 2026.

Bevor du losfährst: fünf Tipps

  • Online buchen: Bei Neuschwanstein, Sanssouci oder Burg Hohenzollern gibt es feste Zeitfenster. An Wochenenden sind sie schnell vergeben.
  • Saisonende beachten: Viele Burgen stellen um den 1. November auf Winterbetrieb um. Burg Eltz schließt dann ganz bis zum Frühjahr.
  • Kinder und Jugendliche: In den Schlössern der Bayerischen Schlösserverwaltung haben alle unter 18 Jahren freien Eintritt. Das gilt etwa für Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee, die Kaiserburg Nürnberg und die Würzburger Residenz.
  • Führung oder frei: Einige Schlösser kannst du nur mit Führung besichtigen, andere auf eigene Faust. Das steht bei jedem Ziel unten dabei.
  • Zeit einplanen: Zwischen Parkplatz und Burgtor liegen oft ein steiler Fußweg oder ein Shuttle. Rechne die Zeit dafür mit ein.

Bayern: die Königsschlösser und mehr

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein auf bewaldetem Felsen, dahinter Seen und Alpenvorland im Sommer
Schloss Neuschwanstein. Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 de, Wikimedia Commons

Das bekannteste Märchenschloss der Welt ließ König Ludwig II. ab 1869 auf einem Felsen über der Pöllatschlucht bauen. Seit 2025 gehört es zum UNESCO-Welterbe. Du kommst nur mit einer Führung und einem festen Einlasszeitpunkt hinein. Erwachsene zahlen 21 Euro, plus 2,50 Euro Gebühr bei Online-Buchung. Restkarten für denselben Tag gibt es nur im Ticket-Center in Hohenschwangau. Rucksäcke und Kinderwagen dürfen nicht ins Schloss.

Unser Tipp: Im Spätherbst und Winter ist es deutlich ruhiger. Ab 16. Oktober gelten verkürzte Zeiten von 10 bis 16 Uhr. → Schloss Neuschwanstein

Schloss Hohenschwangau

Gelbes Schloss Hohenschwangau mit Zinnen und Türmen unter blauem Himmel
Schloss Hohenschwangau. Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 de, Wikimedia Commons

Das gelbe Schloss gegenüber war das Zuhause von Ludwig II. als Kind. Es ist weniger spektakulär, aber deutlich wohnlicher. Ohne Hohenschwangau ist Neuschwanstein kaum zu verstehen. Auch hier gibt es nur Führungen, sie dauern rund 45 Minuten. Plane beide Schlösser an einem Tag mit genug Puffer dazwischen. → Schloss Hohenschwangau

Schloss Linderhof

Schloss Linderhof mit Wasserbecken und vergoldeter Florafigur vor Bergwald
Schloss Linderhof. Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das kleinste der Königsschlösser ist das einzige größere, dessen Fertigstellung Ludwig II. selbst erlebte. Im Winter (ab 16. Oktober) ist nur das Schloss offen. Die Venusgrotte und die Parkbauten sind dann geschlossen. → Schloss Linderhof

Neues Schloss Herrenchiemsee

Gartenfassade des Neuen Schlosses Herrenchiemsee mit Fontäne und Skulptur
Neues Schloss Herrenchiemsee. Foto: Guido Radig, CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Das „bayerische Versailles“ liegt auf der Herreninsel im Chiemsee, die Anreise mit dem Schiff gehört dazu. Höhepunkt ist die Spiegelgalerie. Die Gesamtkarte für die Insel kostet 14 Euro. Die Schifffahrt ist darin nicht enthalten. → Herrenchiemsee

Kaiserburg Nürnberg und Würzburger Residenz

Kaiserburg Nürnberg mit Sinwellturm im warmen Abendlicht über den Dächern
Kaiserburg Nürnberg. Foto: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die Kaiserburg thront auf einem Sandsteinfelsen über der Nürnberger Altstadt. Mit Tiefem Brunnen und Sinwellturm ist sie auch bei schlechtem Wetter ein gutes Ziel. Die Würzburger Residenz ist seit 1981 UNESCO-Welterbe. Berühmt sind das Treppenhaus von Balthasar Neumann und Tiepolos riesiges Deckenfresko. Eine Kurzführung von etwa 30 Minuten ist im Ticket enthalten.

Schloss Nymphenburg (München)

Schlossfront von Nymphenburg mit Kanalbecken und Fontäne unter blauem Himmel
Schloss Nymphenburg. Foto: AuHaidhausen, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Rund 200 Jahre lang war die Barockanlage die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Bekannt sind die Schönheitengalerie König Ludwigs I. und das Marstallmuseum mit seinen Prunkkutschen. Der rund 180 Hektar große Schlosspark kostet keinen Eintritt und ist auch an einem goldenen Herbsttag ein schönes Ziel. Beachte: Ab 16. Oktober gelten kürzere Winterzeiten, und die kleinen Parkburgen sind bis zum Frühjahr geschlossen. → Schloss Nymphenburg

Baden-Württemberg

Burg Hohenzollern

Burg Hohenzollern mit Türmen und Mauern vor dem Albvorland
Burg Hohenzollern. Foto: arbyte, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die Stammburg der preußischen Könige und deutschen Kaiser steht auf dem 855 Meter hohen Hohenzollern am Rand der Schwäbischen Alb. Online buchst du ein einstündiges Einlassfenster. Parken und Pendelbus sind im Preis enthalten. Ab 20. November 2026 beginnt die Wintersaison „Royal Winter Magic“ mit höheren Preisen. → Burg Hohenzollern

Heidelberger Schloss

Blick vom Philosophenweg auf Alte Brücke, Altstadt und Schloss
Philosophenweg. Foto: MontanNito, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die berühmteste Schlossruine Deutschlands aus rotem Sandstein wurde zum Sinnbild der Romantik. Das Schlossticket für 11 Euro enthält die Fahrt mit der Bergbahn, den Schlosshof, das Große Fass und das Deutsche Apotheken-Museum. Den schönsten Blick auf die Ruine hast du vom Philosophenweg auf der anderen Neckarseite. → Heidelberger Schloss

Burg Meersburg und Residenzschloss Ludwigsburg

Burg Meersburg mit Dagobertsturm und Rundtürmen über dem Bodensee
Burg Meersburg (Altes Schloss). Foto: Stefan-Xp, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die Burg Meersburg am Bodensee gilt als älteste bewohnte Burg Deutschlands. Auf dem Rundgang siehst du mehr als 35 eingerichtete Räume, vom Verlies bis zum Fürstensaal. Das Residenzschloss Ludwigsburg nördlich von Stuttgart wird gern das „schwäbische Versailles“ genannt. Die Räume siehst du dort bei einer Führung.

Rhein, Mosel und Pfalz

Burg Eltz

Die Burg steht mitten im Wald auf einem Felskopf über dem Elzbachtal. Sie gehört seit über 800 Jahren derselben Familie und wurde nie gewaltsam erobert. Die Saison 2026 endet am 1. November. Online-Tickets gibt es nicht, und vom Parkplatz solltest du mindestens zweieinhalb bis drei Stunden einplanen. → Burg Eltz

Reichsburg Cochem

Reichsburg Cochem auf grünem Hügel über der Mosel und der Stadt
Reichsburg Cochem. Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die Burg über der Mosel ist ein Werk der Burgenromantik des 19. Jahrhunderts auf mittelalterlichen Mauern. Für die Führungen musst du dich nicht anmelden. Ein Erlebnis für sich ist das Rittermahl am Freitag und Samstag. Dafür ist eine Reservierung Pflicht. → Reichsburg Cochem

Marksburg und Burg Rheinfels

Marksburg mit hohem Bergfried und Mauern auf bewaldetem Felsen
Marksburg. Foto: Ingo Mehling, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die Marksburg bei Braubach ist die einzige mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein, die nie zerstört wurde. Innen zeigt sie sehr anschaulich, wie man im Mittelalter wohnte und kochte. Gegenüber der Loreley-Region liegt die mächtige Ruine Burg Rheinfels mit Kasematten und Minengängen. Wegen Bauarbeiten sind dort derzeit Teile gesperrt. Frag am besten vorher nach.

Schloss Drachenburg und Reichsburg Trifels

Schloss Drachenburg mit Türmen im warmen Abendlicht am Drachenfels
Schloss Drachenburg. Foto: Joerg Kel, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das Schloss Drachenburg in Königswinter wirkt wie ein Märchenschloss. Am bequemsten erreichst du es mit der Drachenfelsbahn bis zur Mittelstation. In der Pfalz liegt die Reichsburg Trifels, in der einst Richard Löwenherz gefangen saß. Achtung: Im Dezember und Januar ist Trifels geschlossen.

Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Wartburg

Wartburg auf dem bewaldeten Burgberg über Eisenach unter blauem Himmel
Wartburg. Foto: Lukas Beck, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Hier lebte die heilige Elisabeth, und Martin Luther übersetzte auf der Burg das Neue Testament ins Deutsche. Die Wartburg ist seit 1999 UNESCO-Welterbe und an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Die Burghöfe kosten keinen Eintritt. Für die Innenräume rechne mit etwa 90 Minuten. → Wartburg

Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg mit roten Kuppeltürmen spiegelt sich im Schlossteich
Schloss Moritzburg. Foto: Radler59, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Das barocke Wasserschloss bei Dresden kennen viele als Drehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Wichtig für die Planung: Vom 2. bis 19. November 2026 ist das Schloss geschlossen. Ab 20. November läuft die Winterausstellung. → Schloss Moritzburg

Albrechtsburg Meissen und Festung Königstein

Albrechtsburg und Meißner Dom auf dem Burgberg spiegeln sich in der Elbe
Albrechtsburg Meissen. Foto: Avda, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die Albrechtsburg gilt als erster Schlossbau Deutschlands. Hier heizte später die erste europäische Porzellanmanufaktur ihre Öfen an. Dienstags ist sie geschlossen. Die Festung Königstein thront 240 Meter über der Elbe und ist eine der größten Bergfestungen Europas. An den Adventswochenenden gibt es dort einen Weihnachtsmarkt.

Schloss Wernigerode

Schloss Wernigerode mit spitzen Türmen auf dem bewaldeten Schlossberg
Schloss Wernigerode. Foto: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das Schloss mit seinen spitzen Türmen liegt auf einer Bergkuppe über der Fachwerkstadt. Von den Terrassen blickst du bis zum Brocken. Ab 2. November ist es montags geschlossen. → Schloss Wernigerode

Norden und Osten

Schweriner Schloss

Schweriner Schloss mit goldener Kuppel und Schlossbrücke im Abendlicht
Schweriner Schloss. Foto: User:Kolossos, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Das vieltürmige Schloss auf einer Insel im Schweriner See gehört seit 2024 als Teil des Residenzensembles zum UNESCO-Welterbe. Hier tagt auch der Landtag. Unter 18 Jahren ist der Eintritt ins Schlossmuseum frei, montags ist geschlossen. → Schweriner Schloss

Schloss Sanssouci

Schloss Sanssouci über den Weinbergterrassen mit zentraler Freitreppe
Schloss Sanssouci. Foto: H. Zell, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Das Sommerschloss Friedrichs des Großen in Potsdam steht über sechs Weinbergterrassen. Du kommst nur mit festem Zeitfenster hinein. Montags ist das Schloss geschlossen. Der Park dagegen ist kostenlos und lohnt allein schon einen Tag. → Schloss Sanssouci

Schlösser im Winter: Diese haben weiter geöffnet

Nicht jede Burg macht im November Pause. Für einen Ausflug in der kalten Jahreszeit eignen sich besonders:

  • Wartburg: an 365 Tagen im Jahr geöffnet, im Winter mit kürzeren Ticketzeiten.
  • Kaiserburg Nürnberg und Würzburger Residenz: ganzjährig geöffnet, nur an wenigen Feiertagen geschlossen.
  • Albrechtsburg Meissen: ganzjährig geöffnet, dienstags geschlossen. Die oberen Geschosse sind im Winter nicht beheizt, nimm eine Jacke mit.
  • Festung Königstein: in der Nebensaison täglich geöffnet, an den Adventswochenenden mit Weihnachtsmarkt bis 19 Uhr.
  • Schloss Drachenburg: an den Adventswochenenden mit der Abendveranstaltung „(K)ein Weihnachtsmarkt“. Dafür brauchst du ein eigenes Ticket.
  • Burg Hohenzollern: ab 20. November mit dem Winterprogramm „Royal Winter Magic“.

Drei Routen für ein Schloss-Wochenende

  1. Allgäu und Ammergau: Neuschwanstein und Hohenschwangau am ersten Tag, Linderhof am zweiten.
  2. Mosel und Mittelrhein: Burg Eltz, Reichsburg Cochem und die Marksburg. Plane wegen der Saison bis spätestens Ende Oktober.
  3. Sachsen: Moritzburg, Albrechtsburg Meissen und die Festung Königstein, gut erreichbar ab Dresden.

Quellen

Bildnachweise

  • Titelbild (Schloss Neuschwanstein): Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 de, Wikimedia Commons
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