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Highlights

  • Federzimmer
  • Speisesaal mit Geweihsammlung
  • Aschenbrödel-Ausstellung
  • Fasanenschlösschen
  • Lößnitzgrundbahn

Über diesen Ort

Schloss Moritzburg bei Dresden ist das wohl schönste Wasserschloss Sachsens: Ein barockes Jagdschloss mit vier runden Ecktürmen, das sich auf einer künstlichen Insel im Schlossteich spiegelt. August der Starke ließ es zu einem prachtvollen Lustschloss ausbauen, und Millionen Fernsehzuschauer kennen es als Drehort des Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Innen warten eine der bedeutendsten Geweihsammlungen der Welt und das berühmte Federzimmer. Ein lohnender Ausflug für Kultur- und Märchenfans gleichermaßen.

Geschichte: vom Jagdhaus zum Barockjuwel

Herzog Moritz von Sachsen ließ ab 1542 im wildreichen Friedewald ein Jagdhaus im Renaissancestil errichten, das später seinen Namen erhielt. Es bestand bereits aus vier dicken Rundtürmen, die eine Wehrmauer verband. Im 17. Jahrhundert kam die Schlosskapelle hinzu.

Seine heutige Gestalt verdankt das Schloss August dem Starken: Zwischen 1723 und 1730 baute Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann, der auch den Dresdner Zwinger schuf, das Jagdhaus zu einer barocken Vierflügelanlage um. Er ließ Teiche anstauen, legte Terrassen, Rampen und Brücken an und machte Moritzburg zur Bühne höfischer Jagdfeste. Nach dem Tod des Kurfürsten blieb vieles unvollendet. Um 1800 entstanden unter Friedrich August III. das Fasanenschlösschen, ein kleiner Hafen und Sachsens einziger Leuchtturm am Niederen Großteich.

Nach 1945 wurde das Haus Wettin enteignet, ab 1946 entstand im Schloss ein Barockmuseum.

Was du sehen solltest

  • Speisesaal: Hier hängen 71 Rothirschgeweihe, viele davon 270 bis 400 Jahre alt – darunter das mit 19,8 Kilogramm schwerste bekannte Rothirschgeweih der Welt.
  • Monströsensaal: 39 krankhaft verformte Geweihe vor großformatigen Ledertapeten mit Szenen aus dem Mythos der Jagdgöttin Diana.
  • Federzimmer: Das Prunkbett Augusts des Starken mit Behängen aus rund einer Million Federn von Pfau, Fasan, Ente und Perlhuhn. Nach einer 19-jährigen Restaurierung ist es seit 2003 wieder zu sehen.
  • Goldledertapeten: In elf Räumen sind die kostbaren vergoldeten Ledertapeten des 18. Jahrhunderts erhalten.
  • Porzellanquartier: Meissener und asiatisches Porzellan im Jägerturm, nur bei Führungen zugänglich.
  • Fasanenschlösschen: Das kleine Lustschloss aus der Zeit um 1800 liegt im Schlosspark und ist mit dem Kombiticket besuchbar.

Mit dem im Eintritt enthaltenen HistoPad, einem Tablet mit Augmented Reality, siehst du die Säle so, wie sie zur Zeit Augusts des Starken ausgesehen haben sollen.

Aschenbrödel im Winter

Schloss Moritzburg war Original-Drehort der Außenaufnahmen des deutsch-tschechischen Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von 1973. Vom 20. November 2026 bis 28. Februar 2027 verwandelt sich das Schloss wieder in die Kulisse des Märchens: Die Winterausstellung zeigt Originalkostüme, Requisiten und nachgestellte Filmszenen – eine kleine Sensation ist der originale Reitsattel Aschenbrödels.

Tickets und Öffnungszeiten

  • Saison 2026: 20. März bis 1. November täglich 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 16:45 Uhr.
  • Schließzeit: 2. bis 19. November 2026.
  • Winterausstellung: 20. November 2026 bis 28. Februar 2027 täglich 9:30 bis 17:30 Uhr (letzter Einlass 16:15 Uhr), geschlossen u. a. am 24. und 31. Dezember sowie an einzelnen Tagen im Januar und Februar.
  • Eintritt: Erwachsene 12 € inklusive HistoPad, ermäßigt 10 €, Kinder von 6 bis 16 Jahren 4,50 €. Das Kombiticket mit dem Fasanenschlösschen kostet 15 € (ermäßigt 12 €). Mit der schlösserlandKARTE ist der Eintritt frei.
  • Führungen: samstags und an Feiertagen um 11 und 13 Uhr, sonntags um 11 Uhr.

Stand: Oktober 2026. Fotografieren ist ohne Blitz und Stativ erlaubt.

Anfahrt und Parken

Moritzburg liegt rund 15 Kilometer nördlich von Dresden. Mit dem Auto nimmst du die A 4 bis Dresden-Wilder Mann oder die A 13 bis Radeburg und folgst der Beschilderung. Der Parkplatz Schloss Moritzburg an der Schlossallee 2 ist rund um die Uhr geöffnet und kostenpflichtig, ein kostenloser Wanderparkplatz liegt an der Waldschänke beim Fasanengarten.

Mit Bus und Bahn: Fahr mit dem Zug bis Dresden-Neustadt und steig dort in den Bus 477 Richtung Radeburg. Schöner ist die Anreise mit der historischen Schmalspurbahn „Lößnitzdackel“, die von Radebeul Ost nach Moritzburg dampft. Radebeul Ost erreichst du mit der S-Bahn Dresden–Meißen.

Tipp zur Zeitplanung: Für das Schloss selbst solltest du mit HistoPad etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Mit Spaziergang um den Schlossteich, Fasanenschlösschen und Leuchtturm wird schnell ein ganzer Tag daraus. Wer das Schloss noch vor der Winterpause sehen will, kommt bis zum 1. November; für die beliebte Aschenbrödel-Ausstellung ab Ende November ist ein Besuch unter der Woche meist entspannter.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Kinder lieben das HistoPad, das Aschenbrödel-Flair und einen Spaziergang rund um den Schlossteich. Kinderwagen und Kraxen dürfen allerdings nicht in die historischen Räume; vor Ort gibt es einen Kinderwagen-Parkplatz und Wickelmöglichkeiten. Hunde sind nur angeleint im Park erlaubt, nicht im Museum.

Für Rollstuhlfahrer führt eine Rampe ins Sockelgeschoss, ein Aufzug erreicht alle Ausstellungsetagen, und ein Behinderten-WC ist vorhanden. Der Weg vom Parkplatz ist etwa 300 Meter lang, die Auffahrt zum Eingang hat 12 Prozent Steigung. Wegen des Andrangs ist der Besuch im Rollstuhl nur mit Begleitperson möglich. Das Schlossrestaurant serviert Wild und Karpfen aus der Region.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
10:00–18:00
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–18:00
Donnerstag
10:00–18:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00

Zeiten gültig bis 1. November 2026

20. März bis 1. November 2026 täglich 10–18 Uhr (letzter Einlass 16:45 Uhr); 2. bis 19. November 2026 geschlossen; 20. November 2026 bis 28. Februar 2027 Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ täglich 9:30–17:30 Uhr (letzter Einlass 16:15 Uhr), geschlossen u. a. am 24. und 31.12.

Tickets

Erwachsene 12 € inkl. HistoPad, ermäßigt 10 €, Kinder 6–16 Jahre 4,50 €; Kombiticket mit Fasanenschlösschen 15 € (ermäßigt 12 €); mit schlösserlandKARTE frei.

Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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