Museen
Gemäldegalerie Alte Meister
Dresden, Sachsen
- Öffnungszeiten
- 1,5–4 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
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Dresden, Sachsen

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Dresden — 12 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
12 Stationen 90 Min. 2,9 km
Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zählt zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt. Im Semperbau am Zwinger hängen rund 700 Meisterwerke vom 15. bis 18. Jahrhundert – allen voran Raffaels Sixtinische Madonna mit den zwei berühmten Engelchen. Dazu kommen Giorgione, Tizian, Vermeer, Rembrandt, Canaletto und die größte Cranach-Sammlung der Welt. Wer sich für Kunst interessiert, findet hier einen der Hauptgründe für eine Reise nach Dresden.
Die Wurzeln reichen bis 1560 zurück, als Kurfürst August die Dresdner Kunstkammer gründete – Gemälde spielten damals noch eine Nebenrolle. Richtig Fahrt nahm die Sammlung im 18. Jahrhundert unter August dem Starken und seinem Sohn Friedrich August II. auf. 1746 gelang ein spektakulärer Coup: Sachsen erwarb die 100 besten Bilder der Sammlung des Herzogs von Modena. 1754 folgte die Sixtinische Madonna, für die der Hof eine damals gewaltige Summe zahlte.
Für die wachsende Galerie entwarf Gottfried Semper den Bau, der den Zwingerhof nach Norden zum Theaterplatz hin abschließt. Am 25. September 1855 wurde das „Neue Königliche Museum“ eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bilder ausgelagert; einige gingen im Februar 1945 verloren, der Großteil wurde von der Roten Armee als Beutekunst in die Sowjetunion gebracht. 1955 kehrten rund 1.240 Gemälde nach Dresden zurück. Nach einer siebenjährigen Sanierung des Semperbaus ist die Galerie seit Februar 2020 wieder vollständig geöffnet, zusammen mit der Skulpturensammlung bis 1800.
Die Sammlung ist stark bei italienischer Malerei der Renaissance und des Barock sowie bei niederländischer und flämischer Kunst des 17. Jahrhunderts. Diese Werke solltest du nicht verpassen:
Aktuell (bis 10. Januar 2027) zeigt die Galerie außerdem die Sonderausstellung „Correggio. Berührend menschlich“.
Stand: Oktober 2026 – laut Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD):
Achtung beim Kombinieren: Das Residenzschloss hat dienstags Ruhetag, der Zwinger montags. Für Schloss und Galerie an einem Tag eignen sich daher Mittwoch bis Sonntag.
Für einen Überblick mit den wichtigsten Werken brauchst du etwa zwei Stunden, Kunstliebhaber planen einen halben Tag ein. Tipp: Starte morgens direkt bei der Sixtinischen Madonna, bevor die Gruppen kommen, und arbeite dich danach in Ruhe durch die italienischen und niederländischen Säle. Ein Café befindet sich in der lichtdurchfluteten Skulpturenhalle des Semperbaus.
Seit der Wiedereröffnung 2020 sind Gemälde und Skulpturen bewusst gemeinsam inszeniert: Antike Statuen und barocke Bildwerke aus der Skulpturensammlung bis 1800 stehen zwischen den Bildern und in der langen, hellen Halle im Erdgeschoss. So erlebst du die Sammlung ähnlich, wie sie die sächsischen Kurfürsten präsentierten – als Gesamtkunstwerk. Die Säle sind mit farbigen Wandbespannungen ausgestattet – etwa in kräftigem Rot und Grün –, die die Bilder in warmes Licht tauchen.
Mit Kindern lohnt sich ein kleines Suchspiel: Wer findet die beiden Engel der Sixtinischen Madonna, den Adler bei Rembrandts Ganymed oder das Schokoladenmädchen mit seinem Tablett? Mit 2 € für Schulkinder bleibt der Museumsbesuch auch für Familien bezahlbar. Kinderwagen und Rollstühle kommen über den stufenlosen Eingang am Theaterplatz in die Ausstellung.
Der Eingang liegt am Theaterplatz 1, direkt gegenüber der Semperoper. Mit der Straßenbahn fährst du bis zur Haltestelle Theaterplatz oder Postplatz. Vom Hauptbahnhof bist du zu Fuß in etwa 20 Minuten da, vom Bahnhof Dresden-Neustadt über die Augustusbrücke ebenfalls. Autofahrer nutzen die Parkhäuser und Tiefgaragen in der Altstadt. Einen stufenlosen Zugang gibt es laut SKD über den Theaterplatz.
Die Galerie bildet die Nordseite des Zwingers – der barocke Hof mit Kronentor und Nymphenbad ist frei zugänglich. Gegenüber stehen die Semperoper und die Katholische Hofkirche, wenige Schritte weiter das Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe und der Fürstenzug. Zur Brühlschen Terrasse und zur Frauenkirche sind es rund zehn Minuten zu Fuß.
Täglich 10–17 Uhr, montags geschlossen; Sonder- und Feiertagszeiten laut SKD.
Hausticket Zwinger 18 €, ermäßigt 13,50 €, Schüler unter 20 Jahren 2 €, Kinder bis Schuleintritt frei; mit Sonderausstellung Correggio 23 €, ermäßigt 17,50 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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