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Highlights

  • Treppenhaus mit Tiepolo-Fresko
  • Kaisersaal
  • Spiegelkabinett
  • Hofkirche
  • Hofgarten

Über diesen Ort

Die Würzburger Residenz ist das prachtvolle Barockschloss der ehemaligen Fürstbischöfe von Würzburg und gehört zu den bedeutendsten Schlossbauten Europas. Seit 1981 steht sie gemeinsam mit Hofgarten und Residenzplatz auf der UNESCO-Welterbeliste. Berühmt ist sie vor allem für Balthasar Neumanns freitragendes Treppenhaus und Tiepolos gewaltiges Deckenfresko. Wer sich für Kunst, Architektur oder einfach schöne Räume begeistert, sollte die Residenz bei einem Besuch in Mainfranken auf keinen Fall auslassen.

Geschichte: ein Schloss für die Schönborns

Den Grundstein legte 1720 Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn. Entworfen hat das Schloss der junge Baumeister Balthasar Neumann, der damit zu einem der wichtigsten Architekten des Barock wurde. Der Rohbau stand 1744, die Ausstattung der Innenräume zog sich bis 1780 hin. Unter Friedrich Karl von Schönborn arbeiteten Künstler aus ganz Europa an der Dekoration, darunter der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo und der Stuckateur Antonio Bossi.

Am 16. März 1945 traf ein Luftangriff Würzburg schwer. Die Seitenflügel brannten aus, doch Neumanns Gewölbe über Treppenhaus, Weißem Saal und Kaisersaal hielten stand. Bereits im September 1945 erhielt der Bau ein Notdach, das viele Schätze rettete. Der Wiederaufbau dauerte bis 1987. Heute umfasst die Residenz mehr als 300 Räume, rund 40 davon kannst du im Rahmen der Besichtigung sehen.

Was du sehen solltest

  • Treppenhaus: Die freitragende Gewölbedecke überspannt den Raum ohne Stützen. Darüber malte Tiepolo 1752/1753 ein Fresko von rund 580 Quadratmetern, das als größtes zusammenhängendes Deckenfresko der Welt gilt. Dargestellt sind die vier damals bekannten Erdteile, die dem Fürstbischof huldigen. Such nach Tiepolos Selbstporträt und nach Balthasar Neumann, der in Offiziersuniform auf einem Kanonenrohr sitzt.
  • Weißer Saal: Ein Raum ganz in hellem Stuck, der als ruhiger Kontrast zwischen Treppenhaus und Kaisersaal wirkt.
  • Kaisersaal: Der Festsaal mit Marmorsäulen, Gold und weiteren Fresken von Tiepolo ist der Höhepunkt des Rundgangs.
  • Spiegelkabinett: Das Original von 1740 bis 1745 verbrannte 1945. Ab 1979 wurde es in achtjähriger Arbeit rekonstruiert.
  • Hofkirche: Die prunkvolle Schlosskirche entstand zwischen 1732 und 1743. Ihr Besuch ist kostenlos, außer während Gottesdiensten und Trauungen.
  • Hofgarten: Terrassen, Brunnen, Formobstbäume und Rosenbeete hinter dem Schloss – ebenfalls ohne Eintritt.

Im Gebäude befinden sich außerdem das Martin-von-Wagner-Museum der Universität und die Staatsgalerie. Im Rosenbachpalais am Residenzplatz liegt der Staatliche Hofkeller, eines der traditionsreichen Weingüter der Stadt.

Tickets und Öffnungszeiten

  • Eintritt: Erwachsene 10 €, ermäßigt 9 €, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Hofkirche und Hofgarten kosten nichts.
  • Online-Tickets: Mit einem Ticket aus dem offiziellen Onlineshop gehst du direkt zum Eingang, ohne an der Kasse anzustehen.
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17:15 Uhr), November bis März täglich 10 bis 16:30 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr). Geschlossen nur am 1. Januar, am Faschingsdienstag und am 24., 25. und 31. Dezember.
  • Hofgarten: täglich bis zur Dämmerung, spätestens bis 20 Uhr.

Stand: Oktober 2026. Ermäßigungen gibt es nur gegen Vorlage des Nachweises am Eingang.

Besichtigung und Zeitplanung

Im Ticket ist eine Kurzführung von etwa 30 Minuten enthalten. Deutsche Führungen starten zu jeder vollen und halben Stunde, englische täglich um 11 und 15 Uhr. Du kannst aber auch alle Räume auf eigene Faust erkunden. Plane für Schloss, Hofkirche und Garten zwei bis drei Stunden ein.

Fotografieren ist für private Zwecke in kleinem Umfang erlaubt – ohne Blitz, Stativ und Selfiestick und nicht während einer Führung. Am ruhigsten ist es vormittags unter der Woche. Einen Audioguide gibt es nicht – nutze deshalb am besten die im Ticket enthaltene Kurzführung. Tipp: Kombiniere den Besuch mit einem Spaziergang über die Alte Mainbrücke und hinauf zur Festung Marienberg. Gruppen ab 15 Personen müssen sich sechs Werktage vorher anmelden. Das Restaurant im Schloss ist laut Schlösserverwaltung derzeit geschlossen; Cafés findest du in wenigen Gehminuten in der Innenstadt.

Anfahrt und Parken

Mit Bahn und ÖPNV: Vom Würzburger Hauptbahnhof läufst du etwa 20 Minuten. Alternativ nimmst du die Straßenbahnlinien 1, 3 oder 5 bis „Dom“ oder den Bus 9 ab Juliuspromenade bis „Residenz“.

Mit dem Auto: Würzburg erreichst du über die A 3 und die A 7. Folge in der Stadt der Beschilderung zum „Parkplatz Residenz“ direkt am Residenzplatz. An Wochenenden und bei Veranstaltungen kann er voll sein.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Für Kinder ist das Fresko im Treppenhaus ein spannendes Suchbild voller exotischer Tiere, und im Hofgarten können sie sich zwischen den Brunnen austoben. Da Minderjährige keinen Eintritt zahlen, ist die Residenz auch für Familien ein günstiges Ausflugsziel.

Die Residenz ist gut barrierefrei erschlossen: Zur Kasse führt eine Rampe, ein Aufzug erreicht alle Hauptbereiche und im Erdgeschoss gibt es ein Behinderten-WC. Direkt vor dem Schloss stehen drei Behindertenparkplätze. Der Vorplatz ist allerdings mit grobem Kopfsteinpflaster belegt, und im Hofgarten führen steilere Wege zur oberen Promenade.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–18:00
Dienstag
9:00–18:00
Mittwoch
9:00–18:00
Donnerstag
9:00–18:00
Freitag
9:00–18:00
Samstag
9:00–18:00
Sonntag
9:00–18:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

April bis Oktober täglich 9–18 Uhr (letzter Einlass 17:15 Uhr), November bis März täglich 10–16:30 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr); geschlossen am 1.1., Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31.12.; Hofgarten täglich bis zur Dämmerung, spätestens 20 Uhr.

Tickets

Erwachsene 10 €, ermäßigt 9 €, unter 18 Jahren frei; Hofkirche und Hofgarten Eintritt frei; Kurzführung im Eintritt enthalten, Online-Tickets ohne Anstehen an der Kasse.

Adresse & Anfahrt

Residenzplatz 2, 97070 Würzburg

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Verifiziert10. Oktober 2026

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