Festungen
Festung Marienberg
Würzburg, Bayern
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1,5–4 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Festungen
Würzburg, Bayern
Die Festung Marienberg in Würzburg thront rund 100 Meter über dem Main und ist das Wahrzeichen der Stadt. Fast fünf Jahrhunderte lang residierten hier die Würzburger Fürstbischöfe, bevor sie in die prächtige Residenz in der Altstadt umzogen. Heute verbindet die Anlage Burggeschichte, barocke Bastionen, Weinberge und einen der besten Ausblicke auf Würzburg. Wer die Stadt besucht, sollte den Aufstieg einplanen – schon wegen des Blicks über die Alte Mainbrücke auf die Kirchtürme der Altstadt.
Der Marienberg war schon in vorgeschichtlicher Zeit befestigt. Um 700 gründete der fränkische Herzog Heden II. hier ein Frauenkloster. Die Marienkirche im Burghof gilt als eines der ältesten Kirchengebäude Deutschlands; ihre Gründung wird um 706 datiert, die ältesten erhaltenen Bauteile stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert. Um 1200 entstanden Bergfried und der berühmte Brunnen.
Von 1253 bis 1719 war die Burg Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Im Bauernkrieg 1525 hielt sie zehn Tage lang einer Belagerung durch Tausende Aufständische stand. Weniger Glück hatten die Verteidiger 1631: Im Dreißigjährigen Krieg eroberten die Schweden unter Gustav II. Adolf die Festung. Fürstbischof Julius Echter ließ die Anlage nach einem Brand ab 1573 zum Renaissanceschloss umbauen, unter Johann Philipp von Schönborn kamen die mächtigen barocken Bastionen hinzu.
Beim Luftangriff vom 16. März 1945 wurde die Festung schwer beschädigt und ab 1950 wieder aufgebaut. Heute verwaltet die Bayerische Schlösserverwaltung die Anlage.
Das Festungsgelände mit Burghöfen und Aussichtspunkten kannst du ohne Eintritt erkunden. Die Bayerische Schlösserverwaltung nennt für den Außenbereich folgende Zeiten: April bis Oktober 9–18 Uhr, November bis März 10–16:30 Uhr, montags geschlossen (außer an einigen Feiertagen). Geschlossen ist außerdem am 1. Januar, Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember.
Wichtig: Die Kernburg und der innere Burghof sind wegen Bauarbeiten bis auf Weiteres für Einzelbesucher gesperrt. Echterhof und Aussichtspunkte bleiben zugänglich. Wer trotzdem hinein will, bucht eine Burgführung: Sie dauert rund 60 Minuten, kostet 5 € (ermäßigt 4 €, unter 18 Jahren frei) und startet am Museumsladen im Echtertor. Von April bis Oktober gibt es dienstags bis sonntags mehrere deutsche Führungen am Tag, im Winter um 11, 13, 14 und 15 Uhr. Englische Führungen finden von April bis Oktober am Wochenende und an Feiertagen um 15 Uhr statt. (Stand: Oktober 2026)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre nehmen kostenlos an den Burgführungen teil, und die Bastionen mit Wällen und Toren laden zum Entdecken ein. Für Rollstuhlfahrer ist die Teilnahme an den Burgführungen laut Schlösserverwaltung leider nicht möglich; das Gelände ist hügelig und teils mit Kopfsteinpflaster belegt.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
Außenbereich April bis Oktober 9–18 Uhr, November bis März 10–16:30 Uhr, montags geschlossen (außer an einigen Feiertagen); 1.1., Faschingsdienstag, 24., 25. und 31.12. geschlossen.
Festungsgelände frei; Burgführung (ca. 60 Min.) 5 €, ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei; Museum für Franken separat.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026