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Highlights

  • Behaim-Globus
  • Goldhut von Ezelsdorf-Buch
  • Dürer-Gemälde
  • Kartäuserkirche und Kreuzgang
  • Straße der Menschenrechte

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Nürnberg: Meister, Erfinder und drei im Weggla

Audio-Spaziergang durch Nürnberg — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

13 Stationen 90 Min. 2,8 km

Über diesen Ort

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist das größte Museum für Kulturgeschichte im deutschsprachigen Raum und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. In einem mittelalterlichen Kartäuserkloster und modernen Erweiterungsbauten zeigt es Kunst und Alltagsdinge von der Steinzeit bis in die Gegenwart – vom ältesten erhaltenen Erdglobus über Gemälde von Albrecht Dürer bis zu Designklassikern. Wer Nürnberg besucht und sich nur ein Museum vornimmt, sollte dieses wählen.

Geschichte: ein Museum für die ganze Nation

Gegründet wurde das Haus 1852 von dem fränkischen Freiherrn Hans von und zu Aufseß. Seine Idee war zunächst gar kein klassisches Museum, sondern eine Art Gesamtverzeichnis aller Zeugnisse deutscher Geschichte und Kultur – Originale zu sammeln war für ihn zweitrangig. 1853 öffnete das Museum, 1857 stellten das Königreich Bayern und die Stadt Nürnberg die ehemalige Kartause zur Verfügung. Die gotische Klosteranlage mit Kirche und Kreuzgang bildet bis heute den Kern des weitläufigen Komplexes.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Areal schwer beschädigt. Den Wiederaufbau prägte der Architekt Sep Ruf mit klaren Nachkriegsbauten, später kam der Erweiterungsbau von Jan Störmer mit der gläsernen Eingangshalle an der Kartäusergasse hinzu. Heute umfasst die Sammlung rund 1,3 Millionen Objekte, etwa 25.000 davon sind ausgestellt. Vor dem Haupteingang steht die „Straße der Menschenrechte“ des israelischen Künstlers Dani Karavan: weiße Säulen, in die die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in verschiedenen Sprachen eingemeißelt sind.

Was du sehen solltest

Die Dauerausstellung ist riesig, deshalb lohnt sich eine Auswahl. Diese Stücke und Bereiche gelten als Höhepunkte:

  • Behaim-Globus (1492): der älteste erhaltene Erdglobus der Welt, seit 2023 im UNESCO-Register „Memory of the World“. Amerika fehlt darauf noch – Kolumbus war gerade erst aufgebrochen.
  • Goldhut von Ezelsdorf-Buch: ein bronzezeitlicher Zeremonialhut aus hauchdünnem Goldblech, einer von nur vier bekannten Goldhüten.
  • Albrecht Dürer: unter anderem die Kaiserbildnisse Karls des Großen und Sigismunds, gemalt für die Nürnberger Heiltumskammer.
  • Musikinstrumente: mehr als 3.000 Objekte vom 16. bis 20. Jahrhundert, darunter historische Tasteninstrumente.
  • Spielzeug und Puppenhäuser: über 20.000 Objekte, die besonders Familien begeistern.
  • Kartäuserkirche und Kreuzgang: der stimmungsvollste Teil des Hauses, mit Grabdenkmälern und Bauplastik aus Nürnberger Kirchen.

Spannend ist auch das 20. Jahrhundert mit Kunst der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit sowie die Designsammlung mit Möbeln und Alltagsobjekten.

Besichtigung und Zeitplanung

Für einen ersten Überblick solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen; Kulturfans verbringen problemlos einen ganzen Tag hier. Der Mediaguide bietet eine Route „600.000 Jahre Kulturgeschichte in 60 Minuten“, die dich gezielt zu den Glanzstücken führt – ideal, wenn du wenig Zeit hast. Zusätzlich gibt es kostenlose Orientierungsführungen am Nachmittag. Wer sich vor allem für das Mittelalter interessiert, startet am besten bei den Skulpturen bis 1800 – allein diese Abteilung zählt rund 2.600 Werke.

Wichtig für 2026: Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten sind einige Bereiche der Dauerausstellung geschlossen, darunter Teile der Bauten von Sep Ruf. Welche Säle gerade offen sind, zeigt der Orientierungsplan auf der Website des Museums. Am ruhigsten ist es meist vormittags kurz nach der Öffnung.

Fotografieren ist in der Sammlung ohne Blitz und Stativ erlaubt, in Sonderausstellungen dagegen nicht. Taschen, die größer als DIN A4 sind, musst du in Garderobe oder Schließfach abgeben.

Tickets und Öffnungszeiten

Stand: Oktober 2026 laut Museum:

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, mittwochs bis 20:30 Uhr, montags geschlossen. An Feiertagen gelten Sonderöffnungszeiten.
  • Eintritt: Erwachsene 10 €, ermäßigt 6 € (unter anderem 7- bis 17-Jährige, Studierende), Familien- bzw. Kleingruppenticket 14 €, Kinder unter 6 Jahren frei.
  • Tipp: Mittwochs ab 17:30 Uhr ist der Eintritt frei. Mit gültigem VGN-Fahrschein zahlst du 9 €.
  • Mediaguide: 3 €, in acht Sprachen.

Tickets bekommst du an der Kasse oder im Onlineshop des Museums.

Anfahrt und Parken

Das Museum liegt am Südrand der Altstadt, nur rund 10 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof. Mit der U-Bahn fährst du bis „Lorenzkirche“ (U1) oder „Opernhaus“ (U2/U3); vom Flughafen bist du mit der U2 in etwa einer Viertelstunde da. Eigene Parkplätze gibt es nicht – das Museum empfiehlt das Parkhaus am Sterntor, vor allem am Wochenende. Busse können direkt am Museum halten.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Für Kinder gibt es einen eigenen Mediaguide mit sechs Routen sowie Programme und Workshops; die Spielzeugsammlung und die Rüstungen kommen meist gut an. Fast alle Sammlungsbereiche sind über Rampen und Aufzüge mit dem Rollstuhl erreichbar, allerdings nicht immer auf dem kürzesten Weg – das Personal hilft weiter. Das Café Arte hat zu Museumszeiten geöffnet; bei schönem Wetter sitzt du im Kleinen Klosterhof auch ohne Eintrittskarte.

In der Nähe

  • Neues Museum für Kunst und Design am Klarissenplatz, wenige Gehminuten entfernt
  • Handwerkerhof am Königstor mit kleinen Werkstätten und fränkischen Bratwurstküchen
  • St. Lorenz, die große gotische Hallenkirche der südlichen Altstadt
  • DB Museum, das Verkehrsmuseum der Deutschen Bahn, ebenfalls in Laufnähe
  • Kaiserburg: Das GNM betreibt dort das Kaiserburg-Museum, ein Kombiticket mit der Burg ist erhältlich

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–20:30
Donnerstag
10:00–18:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00

Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, mittwochs 10–20:30 Uhr, montags geschlossen; an Feiertagen Sonderöffnungszeiten.

Tickets

Erwachsene 10 €, ermäßigt 6 €, Familien-/Kleingruppenticket 14 €, Kinder unter 6 Jahren frei; mittwochs ab 17:30 Uhr Eintritt frei.

Adresse & Anfahrt

Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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