Freizeitparks
Spreepark Berlin
Berlin, Berlin
- 1–2 Std.
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Berlin, Berlin

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Ein Riesenrad, das jahrelang knarrend im Wind stand, umgestürzte Dinosaurier im Gras, eine überwucherte Achterbahn: Der Spreepark im Plänterwald war über zwei Jahrzehnte einer der bekanntesten Lost Places Deutschlands. Zuvor war er als Kulturpark Berlin der einzige große Freizeitpark der DDR. Seit 2016 baut das Land Berlin das Gelände zu einem öffentlichen Kunst- und Kulturpark um, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Bis dahin kannst du schon einen Teil erleben, das Eierhäuschen mit Kunstraum und Biergarten am Spreeufer sowie bei Führungen die Baustelle.
Eröffnet wurde der Park 1969 zum 20. Jahrestag der DDR auf rund 30 Hektar am Spreeufer. Statt eines Themenparks nach westlichem Muster gab es Fahrgeschäfte und Buden wie auf einem Rummel, dazu Freilichtbühnen für Konzerte. Bis zu 1,7 Millionen Besucher kamen jährlich, die Berliner nannten ihn „Kulti“ oder „Plänti“. Das Wahrzeichen war das Riesenrad, 1989 zum 40. Jahrestag erneuert und mit 40 Gondeln ausgestattet. Die DDR-Fernsehserie „Spuk unterm Riesenrad“ machte es 1979 berühmt.
Nach der Wende übernahm 1991 der Schausteller Norbert Witte den Park und baute ihn zum „Spreepark“ nach westlichem Vorbild um. Die Besucherzahlen brachen ein, 2001 meldete die Betreibergesellschaft Insolvenz an. Im Januar 2002 setzte sich Witte mit sechs Fahrgeschäften nach Lima in Peru ab, später wurde er verurteilt, weil er im Mast des Karussells „Fliegender Teppich“ 167 Kilogramm Kokain nach Deutschland schmuggeln wollte. Das Gelände verfiel, wurde zum Abenteuerspielplatz für Fotografen und Filmteams und zum Mythos. 2014 kaufte das Land Berlin das Gelände zurück, seit 2016 entwickelt die landeseigene Grün Berlin GmbH den neuen Spreepark.
Das Kerngelände ist bis zur Eröffnung Baustelle und nicht frei zugänglich. Offen sind:
Der Spreepark liegt im Norden des Plänterwalds im Bezirk Treptow-Köpenick. Am besten kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Besonders schön ist die Anreise mit dem Schiff, das zum Anleger am Eierhäuschen fährt. Wer zu Fuß kommt, kann einen Spaziergang durch den Treptower Park mit dem Sowjetischen Ehrenmal anschließen, er liegt rund einen Kilometer entfernt.
Plane für Eierhäuschen, Ausstellung und Biergarten ein bis zwei Stunden ein. Wer den alten Park sehen will, meldet sich früh zu einer Baustellenführung an, die Termine sind meist schnell weg. Und wenn du 2027 wiederkommst, kannst du vielleicht schon mit dem Riesenrad fahren.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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