Altstädte & Plätze
Nikolaiviertel
Berlin, Berlin
- 1–3 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
Berlin, Berlin

Audioguide
Station 14 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Zwei Städte werden eine – und eine Weiße mit Schuss.”
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Das Nikolaiviertel in Berlin gilt als Geburtsort der Stadt: Rund um die Nikolaikirche, die älteste Kirche Berlins, entstand im 13. Jahrhundert die Siedlung, aus der die Metropole wuchs. Was du heute siehst, ist allerdings größtenteils ein Wiederaufbau der DDR aus den 1980er-Jahren – mit engen Gassen, Giebelhäusern, kleinen Museen, Altberliner Gaststätten und einer Uferpromenade an der Spree. Ein charmanter Spaziergang mitten in Berlin-Mitte, nur wenige Minuten vom Alexanderplatz entfernt.
Am Mühlendamm entstanden um 1220/1230 die Doppelstädte Berlin und Cölln. Die Nikolaikirche wurde um 1230 als spätromanischer Bau begonnen und später zur gotischen Hallenkirche umgebaut. In den Bombennächten und Straßenkämpfen 1943 bis 1945 wurde das Viertel fast vollständig zerstört.
Zur 750-Jahr-Feier Berlins ließ der Ost-Berliner Magistrat das Quartier ab 1980 nach Plänen des Architekten Günter Stahn neu errichten. Gebaut wurde größtenteils in Plattenbauweise mit historisierenden Fassaden, angeordnet auf dem ungefähren mittelalterlichen Straßengrundriss. Einige Gebäude sind originalgetreue Rekonstruktionen, andere frei nachempfunden. Am 14. Mai 1987 eröffnete Erich Honecker das Viertel mit rund 800 Wohnungen. Seit 2018 steht das Nikolaiviertel als Ensemble unter Denkmalschutz – als markantes Beispiel für die veränderte Baupolitik der späten DDR.
Das Viertel selbst ist jederzeit frei zugänglich. Die drei Museen des Stadtmuseums – Nikolaikirche, Ephraim-Palais und Knoblauchhaus – haben dienstags bis sonntags 10–18 Uhr geöffnet, montags ist geschlossen. Ein Einzelticket kostet laut Stadtmuseum 7 €, das Kombi-Ticket 15 € gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für alle drei Häuser. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei (Stand: Oktober 2026; die Preisangaben auf den Seiten weichen teils ab, prüfe vorab).
Die Gassen sind autofrei und damit angenehm für Familien, allerdings oft mit Kopfsteinpflaster belegt – mit Rollstuhl oder Kinderwagen kann das holprig werden. Kinder unter 18 haben in den Museen freien Eintritt. Für einen Rundgang mit Kirche und einem Museum solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Wer nur durch die Gassen bummeln und an der Spree einen Kaffee trinken möchte, ist in einer Stunde durch.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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