Kirchen & Klöster
Berliner Dom
Berlin, Berlin
- Öffnungszeiten
- 1–2 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
Kirchen & Klöster
Berlin, Berlin

Audioguide
Station 12 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Das achte Weltwunder: eine Schale, zu groß für ihr Museum.”
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Der Berliner Dom am Lustgarten ist die größte evangelische Kirche Deutschlands und eine der prächtigsten Sehenswürdigkeiten auf der Berliner Museumsinsel. Hinter der mächtigen grünen Kuppel verbergen sich eine opulente Predigtkirche, die berühmte Sauer-Orgel, die Grablege der Hohenzollern und ein Rundgang hoch oben um die Kuppel mit Blick über Mitte. Wer Berlin besucht, sollte den Dom nicht nur von außen fotografieren, sondern sich Zeit für einen Besuch drinnen nehmen.
An dieser Stelle steht nicht der erste Dom: Vorgänger waren eine Kapelle im Stadtschloss, eine barocke Domkirche aus dem 18. Jahrhundert und deren Umbau durch Karl Friedrich Schinkel. Kaiser Wilhelm II. wollte jedoch ein repräsentatives Gegenstück zum Petersdom in Rom und zur St. Paul's Cathedral in London. Nach Plänen von Julius Raschdorff entstand ab 1894 ein Neubau im Stil der Neorenaissance, eingeweiht am 27. Februar 1905.
Im Zweiten Weltkrieg traf ein Luftangriff im Mai 1944 die Kuppel schwer, die Laterne stürzte in die Predigtkirche. Der Wiederaufbau begann erst 1975 – vereinfacht: Kuppel und Türme wurden niedriger, und die Denkmalskirche an der Nordseite wurde abgerissen. Statt ursprünglich 114 Meter ist der Dom heute 98 Meter hoch. Die Innenarbeiten dauerten bis 1993, die letzten Kuppelmosaiken wurden erst 2002 enthüllt.
Stand: Oktober 2026, laut Berliner Dom:
Große Taschen über DIN A3 und Gepäck jeder Art sind im Dom nicht erlaubt, Schließfächer im Untergeschoss gibt es nur begrenzt.
Für Kirche, Gruft und Museum solltest du etwa eine Stunde einplanen, mit dem Aufstieg zur Kuppel eher anderthalb bis zwei Stunden. Vormittags unter der Woche ist es meist ruhiger. Gottesdienste sind natürlich kostenlos – der Dom ist eine lebendige Gemeindekirche.
Ein Aufzug an der Nordseite verbindet die Straße mit der Ebene der Domarkaden, ein weiterer im Südturm führt zu den Besucherbereichen. Predigtkirche, Tauf- und Traukirche, Gruft, Museum, Café und Shop sind barrierefrei erreichbar, die Kuppel dagegen aus baulichen Gründen nicht. Barrierefreie Toiletten gibt es im Untergeschoss. Für Kinder hat der Dom eigene Angebote, und der Aufstieg zur Kuppel ist für viele das eigentliche Abenteuer.
Der Dom ist nicht nur Museum, sondern vor allem Kirche der evangelischen Domgemeinde. Sonntags finden Gottesdienste statt, und regelmäßig erklingt die Sauer-Orgel in Konzerten und Andachten. Zur „Stunde der Dommusik“ ist der Eintritt laut Dom frei – eine schöne Gelegenheit, die Akustik unter der Kuppel zu erleben. Konzerte mit Eintritt kannst du über den Ticketshop des Doms buchen. Zum Festival of Lights im Oktober wird der Dom außerdem regelmäßig zur Bühne für Lichtinszenierungen. Prüfe vor dem Besuch den Terminkalender, denn bei Veranstaltungen sind Teile des Doms für die Besichtigung gesperrt.
Der Dom steht am Lustgarten auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte.
Direkt nebenan liegen das Alte Museum und die weiteren Häuser der Museumsinsel, gegenüber das Humboldt Forum im wieder aufgebauten Stadtschloss. Über die Spree erreichst du zu Fuß in wenigen Minuten den Fernsehturm am Alexanderplatz und das Nikolaiviertel.
Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 12–18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr; Einschränkungen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen möglich.
Erwachsene 15 €, ermäßigt 12 €, Familienticket (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern unter 18) 15 €, mit Berlin WelcomeCard 11 €; Audioguide inklusive, Tickets online, am Automaten und an der Kasse.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026