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Highlights

  • Urania-Weltzeituhr
  • Brunnen der Völkerfreundschaft
  • Fernsehturm
  • Bahnhof Alexanderplatz
  • Nikolaiviertel

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Berlin: Was verschwand – und wiederkam

Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

14 Stationen 95 Min. 4,2 km

Über diesen Ort

Der Alexanderplatz in Berlin-Mitte, von den Berlinern kurz „Alex“ genannt, ist einer der bekanntesten Plätze der Hauptstadt und ein wichtiger Knotenpunkt im Zentrum. Hier treffen sich Fernsehturm, Weltzeituhr, Brunnen und Hochhäuser der DDR-Moderne mit den Neubauten der Gegenwart. Wenn du Berlin zum ersten Mal besuchst, ist der Alexanderplatz oft Start oder Zwischenstopp deiner Sightseeing-Tour, auch wenn der Platz mehr Großstadtkulisse als Idylle ist.

Geschichte: vom Stadttor zum DDR-Prunkplatz

Der Platz hieß ursprünglich „Königs Thor Platz“. Nach dem Besuch des russischen Zaren Alexander I. am 25. Oktober 1805 benannte König Friedrich Wilhelm III. ihn am 2. November 1805 nach dem Gast um. Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Platz mit rund 18.000 Quadratmetern deutlich kleiner als heute und ein dichtes Geschäfts- und Verkehrszentrum.

In den 1960er-Jahren machte die DDR den Alexanderplatz zum sozialistischen Vorzeigeplatz: Rund 34 Gebäude wurden abgerissen, der Platz wuchs auf etwa 80.000 Quadratmeter und wurde zur Fußgängerzone. Im Januar 1967 fuhr die letzte Straßenbahn über den Platz; erst 1998 kehrte sie zurück. In der Zeit entstanden auch das Haus des Lehrers (1961 bis 1964), der Brunnen der Völkerfreundschaft von Walter Womacka und die Urania-Weltzeituhr von Erich John, beide 1969 fertiggestellt.

Politisch bekannt wurde der Platz am 4. November 1989: Bei einer der größten Demonstrationen in der Geschichte Berlins versammelten sich Menschen aus der ganzen Stadt, das DDR-Fernsehen übertrug live. Fünf Tage später fiel die Mauer. Von 2006 bis 2007 wurde der Platz nach einem Entwurf des Büros gmp für etwa 8,7 Millionen Euro umgestaltet.

Was du sehen solltest

  • Urania-Weltzeituhr: Das 1969 eingeweihte Wahrzeichen zeigt die Zeit in vielen Städten der Welt und ist ein klassischer Treffpunkt.
  • Brunnen der Völkerfreundschaft: Die Kaskaden aus Schalen sind ein typisches Beispiel für die Platzgestaltung der DDR-Zeit.
  • Fernsehturm: Er steht im angrenzenden Park am Fernsehturm und ist von fast überall am Platz zu sehen. Er gehört nicht zum Platz selbst, prägt ihn aber.
  • Hochhäuser und Architektur: Von den ursprünglich geplanten Hochhäusern des Masterplans von Hans Kollhoff stehen heute zehn von dreizehn; das Bild des Platzes ändert sich mit jeder Baustelle.
  • Bahnhof Alexanderplatz: Der Stadtbahnhof wurde 1882 eröffnet und ist ein schönes Beispiel für Verkehrsarchitektur.

Besichtigung und Zeitplanung

Der Alexanderplatz ist ein öffentlicher Platz ohne Eintritt und ohne feste Öffnungszeiten. Für einen Rundgang mit Weltzeituhr, Brunnen und Blick zum Fernsehturm reichen 30 bis 60 Minuten. Wenn du Zeit hast, verbindest du den Besuch mit dem Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus oder einem Gang zur Museumsinsel. Morgens ist der Platz ruhiger; am Wochenende und im Sommer ist er voll, im Winter findet hier oft ein Weihnachtsmarkt statt. Wie an allen belebten Plätzen gilt: Wertsachen im Blick behalten.

Anfahrt und Parken

Besser mit Bahn und Bus: Der Alexanderplatz ist einer der zentralsten Verkehrsknoten Berlins. Der Bahnhof bedient S-Bahn und Regionalzüge, unter dem Platz verkehren die U-Bahn-Linien U2, U5 und U8, dazu kommen Straßenbahnen und Busse. Ab Berlin Mitte brauchst du nur wenige Minuten. Mit dem Auto lohnt sich die Anreise ins Zentrum kaum: Freie Parkplätze sind selten, und über Parkhäuser in der Umgebung informierst du dich am besten vorab. Nutze lieber den ÖPNV. Wer mit dem Deutschlandticket unterwegs ist, kann S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus und Regionalzüge im Berliner Tarifgebiet damit nutzen.

Beste Reisezeit, Familien und Tipps

Der Alexanderplatz funktioniert zu jeder Jahreszeit, weil er im Freien liegt und rund um die Uhr zugänglich ist. Für Fotos der Weltzeituhr und des Fernsehturms ohne Gedränge kommst du früh am Morgen; die Hochhäuser und die Beleuchtung wirken besonders zur blauen Stunde. Plane den Alex als ersten Programmpunkt: Von hier aus liegen Nikolaiviertel, Museumsinsel und die Spandauer Vorstadt mit den Hackeschen Höfen in Laufentfernung. Und noch ein Tipp: Wenn du etwas über die DDR-Architektur lernen willst, achte auf die Fassaden rund um den Platz. Das Haus des Lehrers von 1961 bis 1964 gehört dazu.

Der Alexanderplatz ist eine Dauerbaustelle der Stadtentwicklung. Der Masterplan von Hans Kollhoff aus dem Jahr 1993 sah 150 Meter hohe Türme vor, von denen nur ein Teil Baurecht besitzt. Ein 150-Meter-Wohnturm des Investors Hines ist seit 2014 im Bau, mit rund 400 Wohnungen. Für ein Hochhaus nach Plänen von Frank Gehry gab es Verzögerungen, weil sich der Untergrund über einem Tunnel senkte. Du musst also damit rechnen, dass einzelne Bereiche des Platzes eingezäunt sind.

Der Platz ist autofrei und eben, deshalb gut mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu erreichen. Kinder freuen sich am Brunnen und an der Weltzeituhr. Für Hunde gilt im Stadtgebiet in der Regel Leinenpflicht.

In der Nähe

  • Berliner Fernsehturm direkt am Platz
  • Marienkirche und Neptunbrunnen am Fuß des Turms
  • Rotes Rathaus und das Nikolaiviertel, die historische Keimzelle Berlins
  • Museumsinsel und Berliner Dom zu Fuß in etwa einer Viertelstunde
  • Hackesche Höfe in der Spandauer Vorstadt

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Adresse & Anfahrt

Alexanderplatz, 10178 Berlin

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