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Highlights

  • Nationalparkhaus Criewen
  • Polderlandschaft
  • Beobachtungsturm Stützkow
  • Oder-Neiße-Radweg
  • Zugvögel

Über diesen Ort

Der Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt/Oder ist Deutschlands einziger Auen-Nationalpark und ein Paradies für Vogelbeobachter. Entlang der deutsch-polnischen Grenze schützt er auf gut 100 Quadratkilometern eine Flusslandschaft, die im Winter großflächig überflutet wird. Dann rasten große Schwärme von Gänsen, Singschwänen und Kranichen auf den Polderwiesen, im Sommer brüten Störche, Wachtelkönige und Trauerseeschwalben. Wer Ruhe, weite Horizonte und Radtouren am Deich sucht, ist hier richtig.

Geschichte und Besonderheiten

Der Nationalpark wurde 1995 gegründet und am 10. September 1995 eingeweiht. Gemeinsam mit zwei polnischen Landschaftsschutzparks auf der anderen Oderseite bildet er den Internationalpark Unteres Odertal, ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet von rund 1.172 Quadratkilometern auf gut 60 Kilometern Flusslänge.

Einzigartig ist das Polder-System nach niederländischem Vorbild. Hohe Winterdeiche schützen die Dörfer am Talrand, niedrige Sommerdeiche verlaufen an der Oder. Jedes Jahr im November werden die Sommerdeiche geöffnet, die Oder flutet das ganze Tal. Im April schließen sich die Wehre wieder, die Wiesen werden danach beweidet und gemäht. So bekommt der Fluss Raum, und die Hochwassergefahr für Stettin sinkt. Nach Angaben des Nationalparks wurden im unteren Odertal 236 Vogelarten gezählt, in der Oder leben 49 Fischarten.

Was du sehen solltest

  • Nationalparkhaus Criewen: Das Besucherzentrum auf dem Gutsgelände in Criewen zeigt in 13 Bereichen die Auenlandschaft zum Anfassen: ein großes Oder-Aquarium mit über 20 heimischen Fischarten, ein Poldermodell, bei dem du selbst Hochwasser steuerst, und einen Flug auf dem Rücken einer Wildgans per Bluebox.
  • Beobachtungstürme: In Mescherin, Stützkow und am Wrechsee hast du freie Sicht über Polder und Altarme, dazu gibt es die Beobachtungshütte „Seeschwalbe“.
  • Erlebnispfade: Auenpfad, Weg der Auenblicke und Wilder Waldweg führen durch Auwald, Hangwälder und an Trockenrasen vorbei.
  • Radfahren: Der Oder-Neiße-Radweg verläuft auf dem Deich – perfekt für entspannte Tagestouren.
  • Kanu- und Kremserfahrten: Auf Wasser oder per Pferdewagen erlebst du den Park aus anderer Perspektive.

Öffnungszeiten und Eintritt

Der Nationalpark ist frei zugänglich. Das Nationalparkhaus Criewen hat geöffnet (Stand: Oktober 2026):

  • April bis Oktober: Montag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr
  • November bis März: Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, zusätzlich in den Brandenburger Schulferien
  • Eintritt frei

Gruppen melden sich ganzjährig vorab an. Ranger bieten Erlebnistouren an, im Herbst und Frühjahr gibt es Themenwochenenden wie die Kranich- und Singschwantage.

Anfahrt und Parken

Mit Bahn und Bus: Von Berlin Hauptbahnhof mit dem RE3 bis Angermünde, dort in die Nationalpark-Buslinie 468 Richtung Schwedt umsteigen, Ausstieg „Criewen Nationalparkzentrum“ – insgesamt etwa anderthalb Stunden. Aus Stettin fährst du mit der RB 66 bis Angermünde. Vom Bahnhof Schwedt/Oder Mitte sind es mit dem Bus rund 20 Minuten.

Mit dem Auto: Navi-Adresse Park 2, 16303 Schwedt/Oder OT Criewen. Autos bleiben auf Parkplätzen außerhalb des Schutzgebiets.

Regeln, Hunde und aktuelle Hinweise

Bleib als Wanderer und Radler auf den Wegen und führe deinen Hund an der Leine. Zelten, Übernachten im Freien, Lärm und Feuer sind verboten. Im Winterhalbjahr stehen weite Teile der Polder unter Wasser – plane Wege mit Blick auf die Pegelstände. Wegen Fällen der Afrikanischen Schweinepest war 2026 das Betreten eines Teilgebiets eingeschränkt, prüfe vor dem Besuch die Sperrungen auf der Website.

Beste Reisezeit: Im Herbst und Winter kommen die Zugvögel, im Mai und Juni die Brutvögel und blühende Wiesen.

In der Nähe

  • Schwedt/Oder: Stadt mit Uckermärkischen Bühnen und Promenade an der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße.
  • Gartz (Oder): Kleines Städtchen mit mittelalterlichen Mauerresten am Nordende des Parks.
  • Angermünde: Historische Altstadt und Tor zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
  • Kloster Chorin: Gotische Backstein-Klosterruine, gut kombinierbar.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
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Donnerstag
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Freitag
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Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Nationalpark ganzjährig frei zugänglich; Nationalparkhaus Criewen April bis Oktober täglich 9–17 Uhr, November bis März Freitag bis Sonntag 10–17 Uhr sowie in den Brandenburger Schulferien.

Tickets

Eintritt frei (Nationalpark und Nationalparkhaus Criewen).

Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.

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