Kirchen & Klöster
Kloster Chorin
Chorin, Brandenburg
- Öffnungszeiten
- 1–3 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Kirchen & Klöster
Chorin, Brandenburg
Das Kloster Chorin nördlich von Eberswalde ist eines der schönsten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik: eine ehemalige Zisterzienserabtei, deren rote Ruinenmauern sich mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin über einem stillen See erheben. Die Westfassade der Klosterkirche mit ihren filigranen Giebeln gilt als Meisterwerk. Ein Ausflug von Berlin aus lohnt sich zu jeder Jahreszeit, im Sommer besonders wegen der Konzerte in der offenen Kirchenruine.
Gestiftet wurde das Kloster 1258 von den askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. – zunächst unter dem Namen Mariensee auf einer Insel im Parsteiner See. Der Ort erwies sich für die Zisterzienser als ungünstig, deshalb verlegten die Mönche das Kloster laut Urkunde von 1273 rund acht Kilometer nach Südwesten an den heutigen Amtssee. Chorin wurde Grablege der Askanier, hier ruhen unter anderem Markgraf Otto IV. „mit dem Pfeil“ und Waldemar der Große.
Die Bauleute übertrugen die gotischen Formen der großen Kathedralen erstmals in Brandenburg in Backstein. Die Choriner Kirche wurde damit zum Vorbild für viele Bauten der Region, etwa die Franziskanerkirchen in Berlin und Angermünde. Nach der Reformation wurde das Kloster 1542 aufgelöst und verfiel. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich Karl Friedrich Schinkel für die Rettung der Ruine ein – Chorin gilt seitdem als frühes Beispiel preußischer Denkmalpflege.
Stand: Oktober 2026, laut offizieller Website:
Seit 1964 verwandelt sich die Kirchenruine im Sommer in eine Konzertbühne. Beim Choriner Musiksommer spielen an Wochenenden von Juni bis August namhafte Orchester und Chöre, das Publikum sitzt im ehemaligen Kirchenschiff. Tickets solltest du frühzeitig buchen. An Konzerttagen ist der obere Teil der Anlage ab einer Stunde vor Beginn nur für Konzertbesucher zugänglich.
Mit dem RE3 fährst du ab Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz oder Gesundbrunnen direkt bis Chorin; vom Bahnhof läufst du auf einem ausgeschilderten Weg etwa 25 Minuten. Das Deutschlandticket gilt. Mit dem Auto nimmst du die A11 bis zur Ausfahrt Chorin. Rund 200 Meter vom Kloster gibt es Parkplätze, gebührenpflichtig von 8 bis 20 Uhr mit maximal 3 € pro Tag. Radfahrer erreichen Chorin über den Radfernweg Berlin–Usedom.
Wege zur Kapelle und zu den Ausstellungen sind barrierefrei, ein Behinderten-WC und ein Aufzug sind vorhanden. Als mittelalterliche Ruine ist die Anlage aber nicht vollständig barrierefrei. Für Kinder gibt es eine Frage-Antwort-App und museumspädagogische Angebote.
Zeiten gültig bis 24. Oktober 2026
Sommerzeit (April bis zur Zeitumstellung Ende Oktober) täglich 9–18 Uhr, Winterzeit (bis März) täglich 10–16 Uhr; am 24.12. und 31.12. geschlossen.
Erwachsene 7 €, ermäßigt und Kinder ab 7 Jahren 5 €, Familien 15 €, Kinder bis 6 Jahre frei; Jahreskarte 30 €, offene Führung 10 € inklusive Eintritt.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026