Nationalparks
Nationalpark Sächsische Schweiz
Bad Schandau, Sachsen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 3–8 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Nationalparks
Bad Schandau, Sachsen
Der Nationalpark Sächsische Schweiz bei Bad Schandau ist eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Deutschlands: Tafelberge, Felsnadeln, tiefe Schluchten und Wälder entlang der Elbe, durchzogen von Hunderten Kilometern Wanderwegen. Berühmte Ziele wie Bastei, Schrammsteine, Kuhstall und Großer Winterberg liegen hier, und auf der tschechischen Seite setzt sich die Landschaft im Nationalpark Böhmische Schweiz fort. Ob Tageswanderung, Klettern oder mehrtägige Tour – das Elbsandsteingebirge lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Der Nationalpark wurde am 1. Oktober 1990 gegründet – noch auf Beschluss der letzten DDR-Regierung – und am 28. April 1991 offiziell eröffnet. Er umfasst rund 93,5 Quadratkilometer und besteht aus zwei getrennten Teilen:
Rund 400 Kilometer markierte Wanderwege und etwa 50 Kilometer Radrouten erschließen das Gebiet. Pro Jahr kommen etwa 1,7 Millionen Besucher, allein die Bastei zählt rund 1,5 Millionen. Wer Ruhe sucht, findet sie in der Hinteren Sächsischen Schweiz.
Ein guter Start ist das NationalparkZentrum an der Dresdner Straße 2 b in Bad Schandau. Die Ausstellung erklärt in sieben Themen, wie das Sandsteingebirge entstanden ist, welche Tiere und Pflanzen hier leben und wie der Mensch die Landschaft geprägt hat – mit Modellen, Filmen und Mitmachstationen. Draußen gibt es einen Spielplatz.
Stand: Oktober 2026, laut Tourismusverband Sächsische Schweiz:
Das Haus ist barrierefrei mit Aufzug und rollstuhlgerechtem WC. Plane etwa anderthalb Stunden ein. Das Infotelefon (035022 50240) informiert täglich von 9 bis 17 Uhr auch über Wegesperrungen.
Im Nationalpark gilt: Bleib auf den markierten Wegen, Klettern ist nur nach den sächsischen Kletterregeln erlaubt, und Übernachten im Freien („Boofen“) ist nur an dafür ausgewiesenen Stellen gestattet. Die Details stehen auf der Website der Nationalparkverwaltung. Für Klettersportler ist die Region ein Mekka: Es gibt über 1.100 Klettergipfel mit mehr als 15.000 Routen; einige Gipfel sind während der Vogelbrut gesperrt.
Im Juli 2022 griff ein großer Waldbrand von der böhmischen Seite auf den Nationalpark über. Seitdem und nach Sturmschäden kommt es immer wieder zu Wegesperrungen und Aufräumarbeiten – 2026 etwa zwischen Rathen und Hohnstein. Prüfe vor deiner Tour den Wegeservice der Nationalparkverwaltung.
Für Familien ist das NationalparkZentrum ein idealer Einstieg – gerade an Regentagen. Kinder können an Stationen experimentieren, Filme schauen und sich draußen auf dem Spielplatz austoben; Kinder zahlen keinen Eintritt. Für die ersten Wanderungen eignen sich kurze Touren wie der Weg zum Kuhstall oder die Aussichtspunkte rund um die Bastei. Die Stiegen an den Schrammsteinen mit Leitern und Eisengriffen sind dagegen nur etwas für ältere, schwindelfreie Kinder. Ein Erlebnis für sich ist die Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn.
Frühling und Herbst sind ideal: angenehme Temperaturen, klare Fernsicht und weniger Besucher als im Hochsommer. Im Herbst färben sich die Laubwälder, im Winter wird es still und oft verschneit – dann sind feste Schuhe und Vorsicht auf vereisten Stiegen Pflicht.
Nationalpark ganzjährig frei zugänglich; NationalparkZentrum April bis Oktober täglich 9–17 Uhr, November bis Dezember und Februar bis März Dienstag bis Sonntag 9–17 Uhr, im Januar und am 24.12. geschlossen.
Nationalpark kostenlos; NationalparkZentrum Erwachsene 4 €, ermäßigt 3 €, Kinder frei, Familie 8,50 €, mit Gästekarte 1 € Rabatt.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026