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Highlights

  • Felsentor aus herabgestürzten, eingeklemmten Sandsteinblöcken
  • Motiv von Caspar David Friedrich und Johan Christian Dahl
  • Abschnitt des Malerwegs zwischen Lohmen und Stadt Wehlen
  • Kühle, moosbewachsene Schlucht im Nationalpark Sächsische Schweiz
  • Gasthaus Waldidylle in einem Gebäude von 1790
  • Leichte Streckenwanderung von knapp 6 Kilometern

Über diesen Ort

Zwischen moosgrünen Sandsteinwänden wird der Weg immer schmaler, bis du schließlich unter tonnenschweren Felsblöcken hindurchgehst, die irgendwann von oben herabgestürzt und zwischen den Wänden steckengeblieben sind. Das Felsentor im Uttewalder Grund gehört zu den ältesten Bildmotiven der Sächsischen Schweiz: Caspar David Friedrich hielt sich um 1800 hier auf und zeichnete das Tor, später auch der norwegische Maler Johan Christian Clausen Dahl. Heute führt der Malerweg durch die Schlucht, und die Wanderung zwischen Lohmen und Stadt Wehlen ist eine der schönsten kurzen Touren im Elbsandsteingebirge.

Geschichte: der alte Weg zur Bastei

Ein „Grund“ ist in der Sächsischen Schweiz ein enges, tief eingeschnittenes Tal, ob mit Bach oder ohne. Der Uttewalder Grund entstand in der letzten Kaltzeit, als Schmelzwasser vorhandene Klüfte im Sandstein zu einer Schlucht vertiefte. Benannt ist er nach dem Dorf Uttewalde direkt nördlich davon. Um 1800 führte nur ein schmaler Pfad hindurch, 1804 beschrieb ein Chronist ihn als „wenig betretenen Fußsteig“. 1835 wurde der Weg verbreitert und mit Brücken versehen, die Jahreszahl ist unweit des Felsentors in den Stein gemeißelt. 1837 eröffnete die Gaststätte „Waldidylle“ als Sommerwirtschaft.

Bis zum Bau der Elbtalbahn 1851 war die Route von Pillnitz über den Liebethaler Grund, Lohmen und den Uttewalder Grund zur Bastei der wichtigste Zugang in die Sächsische Schweiz. Reisende und Künstler kamen also fast alle hier vorbei, und viele beschrieben die Schlucht in ihren Reiseberichten. Seit 1990 gehört der Grund zum Nationalpark Sächsische Schweiz.

Was du sehen solltest

  • Das Felsentor: Die eingeklemmten Blöcke bilden ein natürliches Tor über dem Weg. Streng genommen liegt es nach heutigen Karten schon im angrenzenden Schleifgrund, oberhalb der Waldidylle.
  • Die Schlucht: Steile, teils überhängende Wände, Moose, Farne und Flechten prägen das kühle, schattige Tal. Selbst im Hochsommer ist es hier angenehm frisch. Der Bach im Grund führt meist kaum Wasser.
  • Inschriften: An den Felsen findest du alte Inschriften, etwa die Jahreszahl der Wegeanlage und Gedenktafeln.
  • Kletterfelsen: Zwei frei stehende Türme, Bergfalkenturm und Einsamer Turm, sind Klettergipfel.
  • Gasthaus Waldidylle: Das Gebäude im Grund steht seit 1790.

Eine botanische Besonderheit hatte der Grund auch: 1847 wurde hier der Englische Hautfarn entdeckt, der östlichste bekannte Standort dieser seltenen Farnart. Etwa 70 Jahre später war er verschwunden.

Wanderung: von Lohmen nach Stadt Wehlen

Die klassische Tour beginnt an der Bushaltestelle Lohmen Meißner Hochland und folgt dem Malerweg über Basteistraße, Uttewalder Straße und Brückwaldweg in den Schleifgrund. Am Felsentor wird das Tal am engsten, danach geht es durch den Uttewalder und den Wehlener Grund hinunter nach Stadt Wehlen an der Elbe. Die Strecke ist rund 5,9 Kilometer lang, leicht und in etwa 1:40 Stunden zu schaffen. Unterwegs lohnt ein kurzer Abstecher in die Teufelsschlüchte, am Ende der Blick von der Burgruine Wehlen über das Elbtal.

Anfahrt und Parken

  • Bus und Bahn: Hin mit der Buslinie 237 bis Lohmen Meißner Hochland, zurück ab Stadt Wehlen mit dem Bus 238 oder mit der Fähre über die Elbe und der S-Bahn S1 Richtung Dresden.
  • Auto: Weil es eine Streckenwanderung ist, stellst du das Auto am besten am Start oder Ziel ab und fährst die andere Strecke mit dem Bus. Den Fahrplan findest du beim Verkehrsverbund Oberelbe.

Die Wege werden im Winter nicht geräumt, bei Eis brauchst du Grödel. Nach Regen sind die Steine im Grund rutschig, feste Schuhe sind Pflicht.

Tripto-Tipp

Für ruhige Bilder komm früh am Tag. Für das Foto stellst du dich am besten etwas unterhalb des Tors auf, damit Menschen auf dem Weg die Größe der Blöcke zeigen. Wer mehr Zeit hat, verbindet die Tour mit der Bastei, die über Wanderwege von hier aus erreichbar ist.

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