Naturparks & Biosphärenreservate
Malerweg
Pirna, Sachsen
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Pirna, Sachsen
Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz ist ein Fernwanderweg durch das Elbsandsteingebirge, der Landschaft und Kunstgeschichte verbindet. Auf acht Etappen und rund 112 bis 116 Kilometern führt er von Liebethal bei Pirna durch den Nationalpark bis zur böhmischen Grenze und über die Tafelberge zurück nach Pirna. Wer Sehenswürdigkeiten wie die Bastei oder die Festung Königstein zu Fuß erleben will, findet hier die schönste Verbindung.
Der Weg erinnert an die Künstler, die die Felsen des Elbsandsteingebirges im 18. und 19. Jahrhundert gemalt haben, darunter Ludwig Richter und Caspar David Friedrich. Die ersten sechs Etappen folgen Teilen eines historischen „Fremdenwegs“ aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, den auch Anton Graff und Adrian Zingg kannten. Seit 2006 ist die Strecke mit dem Malerweg-Zeichen markiert, ein weißes M auf Bäumen und Wegweisern. 2007 wählte das Wandermagazin den Malerweg zur schönsten Wanderstrecke Deutschlands in seiner Kategorie.
Der Weg gliedert sich so:
Die ersten fünf Etappen laufen am rechten Elbufer, danach geht es linkselbisch weiter. Der Tourismusverband nennt rund 116 Kilometer, etwa 46 Stunden Gehzeit und etwa 3.600 Höhenmeter mit vielen Stufen und Leitern durch die Felsenwelt. Die Etappenlängen unterscheiden sich je nach Messmethode, plane also mit etwas Reserve.
Zur Orientierung: Die kürzesten Etappen sind die erste mit 11 Kilometern und die achte mit 12 Kilometern, die längste ist die vierte mit 18 Kilometern. Wer nur wenige Tage hat, kann einzelne Etappen herauspicken, zum Beispiel die Etappen 2 bis 4 zwischen Stadt Wehlen und Neumannmühle mit zusammen 43 Kilometern. Da der Weg fast ein Rundkurs ist und Schmilka die beiden Teile trennt, lässt sich die Tour auch in zwei Hälften teilen: 68 Kilometer am rechten Elbufer bis Schmilka und 44 Kilometer am linken Ufer zurück nach Pirna. Plane pro Etappe genug Zeit für Pausen an den Aussichtspunkten ein, denn gerade die Felspassagen mit Stufen und Leitern kosten mehr Zeit, als die Kilometerzahl vermuten lässt.
Zu den Highlights zählen das Uttewalder Felsentor, die Basteibrücke, der Hockstein, der Aussichtspunkt Brand, das Kuhstall-Felsentor, die Festung Königstein und das Biedermann-Mausoleum. Die Landschaft wechselt zwischen schattigen Schluchten, Felsnadeln, Wald und offenen Feldern mit Blick auf Tafelberge.
Start der ersten Etappe ist Pirna-Liebethal, nicht der Pirnaer Stadtkern. Pirna selbst ist Etappenziel am Ende und ein guter Ausgangspunkt. Aktuelle Verbindungen nach Pirna und weiter nach Liebethal findest du in der Fahrplanauskunft. Mit dem Malerweg-Wanderpass kannst du jede Etappe abstempeln und bekommst am Ende eine Urkunde. Wenn du nicht mit schwerem Gepäck laufen willst, gibt es ein Pauschalangebot „Wandern ohne Gepäck“, bei dem Unterkunft und Gepäcktransport organisiert werden; der Buchungsservice des Tourismusverbands ist unter +49 3501 470147 erreichbar. Wanderfreundliche Unterkünfte bieten teils Einzelübernachtungen, Lunchpakete und Trockenräume.
Eine konkrete beste Reisezeit nennt die offizielle Seite nicht. Weil viele Stufen und Leitern dazugehören, sind feste Schuhe wichtig. Für Rollstuhl und Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet.
Entlang der Strecke liegen bekannte Orte der Sächsischen Schweiz wie Stadt Wehlen, Hohnstein, Schmilka und Königstein mit der Festung. Am Ende wartet Pirna mit dem Canalettohaus.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026