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Highlights

  • Lichthof von rund 40 × 30 m und 26 m Höhe, ohne Ticket zugänglich
  • Fassade im Stil der italienischen Renaissance mit Reliefs und Friesen
  • Bis 1989 verlief die Berliner Mauer direkt vor dem Hauptportal
  • Herbst 2026: Schlingensief, „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960", Gabriele Stötzer
  • BAUBAU: kostenloser Spielort für Kinder im Erdgeschoss

Audioguide

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Berlin: Was verschwand – und wiederkam

Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

14 Stationen 95 Min. 4,2 km

Über diesen Ort

Von 1961 bis 1989 stand die Berliner Mauer direkt vor seinem Hauptportal, der Eingang musste auf die Rückseite verlegt werden. Heute ist der Martin-Gropius-Bau, kurz Gropius Bau, eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Berlins: Der Renaissance-Palast in der Niederkirchnerstraße zeigt große Wechselausstellungen zu Kunst und Kulturgeschichte, eine eigene Sammlung hat er nicht. Allein der überdachte Lichthof in der Mitte lohnt den Besuch, und den darfst du seit 2018 auch ohne Ticket betreten.

Geschichte: vom Kunstgewerbemuseum zur Ruine an der Mauer

Gebaut wurde das Haus 1877 bis 1881 von Martin Gropius, einem Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius, und seinem Partner Heino Schmieden, ursprünglich für das Kunstgewerbemuseum. Fachleute sehen in dem kubischen Bau mit dreigeteilter Fassade Einflüsse von Schinkels Bauakademie und von Gottfried Semper. Ab 1922 zogen das Museum für Vor- und Frühgeschichte und die Ostasiatische Kunstsammlung ein. 1945 wurde das Gebäude bei einem Luftangriff schwer beschädigt, ein Abriss war bereits geplant. Erst eine Intervention von Walter Gropius rettete die Ruine; 1966 kam sie unter Denkmalschutz und erhielt den Namen ihres Architekten.

Der Wiederaufbau begann 1978, schon 1981 wurde das Haus mit einer Schinkel-Ausstellung eröffnet, noch mit Eingang auf der Südseite. Nach dem Mauerfall wurde der ursprüngliche Nordeingang wiederhergestellt. Seit 2001 betreiben die Berliner Festspiele das Haus im Auftrag des Bundes.

Was du sehen solltest

  • Der Lichthof: Der zentrale Hof unter dem Glasdach misst rund 40 × 30 m und ist etwa 26 m hoch. Er ist frei zugänglich, oft mit Installationen.
  • Die Fassade: Architektur, Bauplastik und Malerei sollten auf die einstige Nutzung als Kunstgewerbemuseum verweisen. Schau dir die Reliefs und Friese über den Fenstern genau an.
  • Die Ausstellungen im Herbst 2026: „Christoph Schlingensief: Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine" (09.10.2026 bis 17.01.2027), „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960" (10.09.2026 bis 17.01.2027) und „Gabriele Stötzer: Dabei sein und nicht schweigen" (bis 06.12.2026).
  • BAUBAU: Ein von der Künstlerin Kerstin Brätsch gestalteter Spielort für Kinder im Erdgeschoss, Eintritt frei mit Zeitfenster-Ticket.
  • Mauerreste: Gegenüber an der Niederkirchnerstraße steht noch ein Stück der Berliner Mauer.

Tickets und Öffnungszeiten (Stand: Oktober 2026)

  • Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch bis Freitag 12–19 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10–19 Uhr, dienstags geschlossen. Die Kasse schließt um 18 Uhr.
  • Ein Ticket für alle Ausstellungen: 15 €, ermäßigt 10 €.
  • Frei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, der Lichthof und BAUBAU.

Am Wochenende empfiehlt das Haus, online ein Zeitfenster-Ticket zu buchen; ohne Reservierung kommst du je nach Andrang an der Kasse hinein. Führungen für Gruppen (60 Minuten, Deutsch oder Englisch) laufen über den Museumsdienst Berlin.

Anfahrt und Parken

Die Adresse ist Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin. Mit der U2 oder der S-Bahn fährst du bis Potsdamer Platz, mit der U6 bis Kochstraße oder mit der S-Bahn bis Anhalter Bahnhof; die Busse M29 und M41 halten in der Nähe. Das Haus hat einen eigenen Parkplatz an der Stresemannstraße 110, Ecke Niederkirchnerstraße, mit begrenzter Zahl an Plätzen und sechs barrierefreien Stellplätzen: 2,50 € pro Stunde, 40 € pro Tag, nur mit EC- oder Kreditkarte.

Tripto-Tipp

Plane für alle Ausstellungen zwei bis drei Stunden ein. Wer wenig Zeit hat, geht nur in den Lichthof und ins Restaurant im Haus. Direkt nebenan liegt die Topographie des Terrors auf dem Gelände der früheren Gestapo-Zentrale, der Eintritt dort ist frei. Bis zum Potsdamer Platz und zum Checkpoint Charlie sind es jeweils nur wenige Minuten zu Fuß.

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert16. Oktober 2026

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