Museen
Martin-Gropius-Bau
Berlin, Berlin
- 1–3 Std.
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Berlin, Berlin

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Von 1961 bis 1989 stand die Berliner Mauer direkt vor seinem Hauptportal, der Eingang musste auf die Rückseite verlegt werden. Heute ist der Martin-Gropius-Bau, kurz Gropius Bau, eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Berlins: Der Renaissance-Palast in der Niederkirchnerstraße zeigt große Wechselausstellungen zu Kunst und Kulturgeschichte, eine eigene Sammlung hat er nicht. Allein der überdachte Lichthof in der Mitte lohnt den Besuch, und den darfst du seit 2018 auch ohne Ticket betreten.
Gebaut wurde das Haus 1877 bis 1881 von Martin Gropius, einem Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius, und seinem Partner Heino Schmieden, ursprünglich für das Kunstgewerbemuseum. Fachleute sehen in dem kubischen Bau mit dreigeteilter Fassade Einflüsse von Schinkels Bauakademie und von Gottfried Semper. Ab 1922 zogen das Museum für Vor- und Frühgeschichte und die Ostasiatische Kunstsammlung ein. 1945 wurde das Gebäude bei einem Luftangriff schwer beschädigt, ein Abriss war bereits geplant. Erst eine Intervention von Walter Gropius rettete die Ruine; 1966 kam sie unter Denkmalschutz und erhielt den Namen ihres Architekten.
Der Wiederaufbau begann 1978, schon 1981 wurde das Haus mit einer Schinkel-Ausstellung eröffnet, noch mit Eingang auf der Südseite. Nach dem Mauerfall wurde der ursprüngliche Nordeingang wiederhergestellt. Seit 2001 betreiben die Berliner Festspiele das Haus im Auftrag des Bundes.
Am Wochenende empfiehlt das Haus, online ein Zeitfenster-Ticket zu buchen; ohne Reservierung kommst du je nach Andrang an der Kasse hinein. Führungen für Gruppen (60 Minuten, Deutsch oder Englisch) laufen über den Museumsdienst Berlin.
Die Adresse ist Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin. Mit der U2 oder der S-Bahn fährst du bis Potsdamer Platz, mit der U6 bis Kochstraße oder mit der S-Bahn bis Anhalter Bahnhof; die Busse M29 und M41 halten in der Nähe. Das Haus hat einen eigenen Parkplatz an der Stresemannstraße 110, Ecke Niederkirchnerstraße, mit begrenzter Zahl an Plätzen und sechs barrierefreien Stellplätzen: 2,50 € pro Stunde, 40 € pro Tag, nur mit EC- oder Kreditkarte.
Plane für alle Ausstellungen zwei bis drei Stunden ein. Wer wenig Zeit hat, geht nur in den Lichthof und ins Restaurant im Haus. Direkt nebenan liegt die Topographie des Terrors auf dem Gelände der früheren Gestapo-Zentrale, der Eintritt dort ist frei. Bis zum Potsdamer Platz und zum Checkpoint Charlie sind es jeweils nur wenige Minuten zu Fuß.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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