Museen
Neue Nationalgalerie
Berlin, Berlin
- 1,5–3 Std.
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Berlin, Berlin

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Ein schwarzes Stahldach, 64,8 Meter im Quadrat und 1.260 Tonnen schwer, ruht auf nur acht Stützen, darunter eine Halle ganz aus Glas: Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum ist das letzte Werk von Ludwig Mies van der Rohe und sein einziger Bau im Nachkriegsdeutschland. Drinnen zeigt das Museum der Staatlichen Museen zu Berlin Kunst des 20. Jahrhunderts, oben in der Glashalle große Wechselausstellungen, unten die Sammlung. Wer sich für Architektur interessiert, sollte schon wegen des Gebäudes kommen.
Den Auftrag bekam Mies 1962, mit 76 Jahren. Er griff auf zwei eigene Entwürfe zurück, die nie gebaut worden waren, darunter ein Bürohaus für Bacardi in Santiago de Cuba. Der Grundstein wurde 1965 gelegt, das Dach wurde am Stück auf der Plattform montiert und dann mit 24 synchron gesteuerten Hebern in neun Stunden auf die Stützen gehoben. Eröffnet wurde das Haus am 15. September 1968 mit einer Mondrian-Ausstellung. Mies selbst konnte wegen seiner Krankheit nicht mehr anreisen und starb ein Jahr später; die Bauleitung hatte sein Enkel Dirk Lohan übernommen.
Die Sammlung hat eine bewegte Vorgeschichte: Sie knüpft an die moderne Abteilung im Kronprinzenpalais an, die die Nationalsozialisten 1937 bei der Aktion „Entartete Kunst" zerschlagen hatten. Nach dem Mauerbau legte man die West-Berliner Bestände zusammen und baute dafür am neuen Kulturforum. Von 2015 bis 2021 wurde das Haus unter David Chipperfield Architects grundsaniert, die Kosten lagen am Ende bei rund 140 Millionen Euro. Vorher gab die Band Kraftwerk hier noch acht Konzerte an acht Abenden.
In der Halle läuft „Maurizio Cattelan. NIGHT" (10.09.2026 bis 07.03.2027). Parallel zeigt das Haus „Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930" (bis 03.01.2027) und „Christoph Schlingensief. Deutschlandsuche '99" (bis 25.04.2027). Ab dem 28.11.2026 folgt eine Schau zu Ulay und Ulay & Abramović, ab Ende Januar 2027 „Schatten Reich" über deutsche Kunst von 1933 bis 1945.
Tickets sind Tageskarten, du kannst also zu jeder Uhrzeit am gebuchten Tag hinein. Es gibt sie an der Kasse und online; online buchen spart Wartezeit, vor allem am Wochenende und am kostenlosen Donnerstag.
Der Eingang liegt an der Potsdamer Straße 50. Von den U- und S-Bahnhöfen Potsdamer Platz sind es rund zehn Minuten zu Fuß, Busse halten an „Kulturforum", „Philharmonie" und „Potsdamer Brücke". Einen eigenen Besucherparkplatz hat das Museum nicht, mit der Bahn bist du hier deutlich entspannter unterwegs.
Plane eineinhalb bis drei Stunden ein, je nachdem, wie viele Ausstellungen du dir ansiehst. Das Gebäude ist vollständig rollstuhlgeeignet, der barrierefreie Zugang liegt links am Reichpietschufer. Im Haus gibt es ein Café und die Buchhandlung Walther König. Direkt nebenan stehen die Philharmonie und die St.-Matthäus-Kirche, bis zur Gemäldegalerie sind es nur wenige Schritte. Wenn du einen ganzen Museumstag planst, lohnt sich deshalb das Kulturforum-Ticket.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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