Bauwerke & Wahrzeichen
Brandenburger Tor
Berlin, Berlin
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 15–45 Min.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Bauwerke & Wahrzeichen
Berlin, Berlin

Audioguide
Station 4 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Die Quadriga: entführt, zurückgeholt, neu gegossen.”
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Das Brandenburger Tor in Berlin ist das bekannteste Wahrzeichen der Hauptstadt und das Symbol der deutschen Einheit. Das klassizistische Stadttor mit der Quadriga am Pariser Platz stand fast drei Jahrzehnte im Sperrgebiet der Mauer, heute gehen hier täglich Tausende Menschen hindurch. Es ist das einzige erhaltene von einst mindestens 18 Berliner Stadttoren. Der Besuch kostet nichts, ist rund um die Uhr möglich und lässt sich bequem mit Reichstag, Holocaust-Mahnmal und Unter den Linden verbinden.
König Friedrich Wilhelm II. ließ das Tor zwischen 1789 und 1793 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans errichten. Es ersetzte ein schlichteres Tor von 1734. Als Vorbild dienten die Propyläen, der Torbau der Akropolis in Athen – Langhans machte die Säulen allerdings schlanker und höher. Das Tor bildet den westlichen Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden.
Die Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Wagen mit der Siegesgöttin Victoria, entwarf Johann Gottfried Schadow. Nach seinem Einzug in Berlin im Oktober 1806 ließ Napoleon die Figurengruppe nach Paris bringen. 1814 kehrte sie zurück, und Karl Friedrich Schinkel gestaltete ein neues Siegeszeichen: einen Eichenkranz mit Eisernem Kreuz, darüber ein Adler.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor schwer beschädigt, die Quadriga weitgehend zerstört. Ein erhaltener Pferdekopf ist heute im Märkischen Museum zu sehen. 1957/58 wurde das Tor wiederhergestellt und bekam eine neue Quadriga.
Mit dem Mauerbau ab dem 13. August 1961 lag das Tor im Sperrgebiet zwischen Ost und West und war von keiner Seite aus passierbar. Erst am 22. Dezember 1989 wurde es unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen wieder geöffnet. In der folgenden Silvesternacht kletterten Feiernde auf das Tor und beschädigten die Quadriga, die danach abgenommen und restauriert wurde. Die Stiftung Denkmalschutz Berlin ließ das Tor später 22 Monate lang sanieren und präsentierte es am 3. Oktober 2002 wieder der Öffentlichkeit. Seit 2002 ist es für Autos gesperrt.
Das Tor ist rund 26 Meter hoch (mit Quadriga), 62,5 Meter breit und 11 Meter tief. Zwei Reihen mit je sechs dorischen Säulen bilden fünf Durchgänge; der mittlere ist der breiteste und war früher dem Hof vorbehalten.
Für das Tor selbst brauchst du nur 15 bis 30 Minuten, mit Fotos von beiden Seiten und dem Raum der Stille etwas mehr. Plane lieber einen halben Tag für die Umgebung ein.
Tipps für Fotos: Am frühen Morgen ist der Pariser Platz fast leer, und die Sonne beleuchtet die Ostseite. Am Abend wird das Tor angestrahlt – dann wirken die Säulen besonders eindrucksvoll. Tagsüber, vor allem im Sommer, ist es voll mit Reisegruppen, Straßenkünstlern und Fahrradtouren.
Veranstaltungen: Das Tor ist Kulisse für Silvesterfeiern, Konzerte, Sportereignisse und Kundgebungen. Dann kann der Zugang eingeschränkt oder abgesperrt sein, und der Aufbau beginnt oft Tage vorher. Schau vor deinem Besuch in den Veranstaltungskalender der Stadt.
Öffnungszeiten und Eintritt (Stand: Oktober 2026): Das Brandenburger Tor ist ein öffentlicher Ort und jederzeit frei zugänglich. Eintritt oder Tickets gibt es nicht. Die Berlin Tourist Info im südlichen Torhaus hat laut visitBerlin täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Raum der Stille ist tagsüber geöffnet und kostenlos.
Am bequemsten kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Direkt unter dem Tor liegt der Bahnhof Brandenburger Tor, an dem die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 sowie die U-Bahn-Linie U5 halten. Mit der U5 bist du vom Hauptbahnhof aus in wenigen Minuten da. Vom Alexanderplatz fährt sie ebenfalls direkt hierher.
Mit dem Auto ist die Anfahrt in die Innenstadt nicht zu empfehlen: Das Tor liegt in der Umweltzone, Parkplätze in der Umgebung sind knapp, und die Durchfahrt ist seit 2002 für den Autoverkehr gesperrt. Nutze besser ein Parkhaus am Stadtrand oder lass das Auto im Hotel stehen.
Der Pariser Platz ist eben und gepflastert, das Tor selbst ohne Stufen erreichbar. visitBerlin führt den Ort mit der Zertifizierung „Reisen für Alle“ als geeignet für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlnutzer. Für Kinder ist der Ort spannend, wenn du die Geschichte erzählst: Napoleon, der die Pferde nach Paris mitnahm, und die Mauer, die hier fast 30 Jahre stand. Hunde an der Leine sind auf dem Platz kein Problem, im Gedränge solltest du sie aber kurz halten.
Fünf Minuten nördlich steht das Reichstagsgebäude mit seiner gläsernen Kuppel, südlich liegt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Westlich beginnt der Tiergarten, und nach Osten führt der Boulevard Unter den Linden Richtung Museumsinsel.
Jederzeit frei zugänglich (öffentlicher Platz); Berlin Tourist Info im südlichen Torhaus täglich 9–18 Uhr.
Eintritt frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026