Museen
Tränenpalast
Berlin, Berlin
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 45–90 Min.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
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Berlin, Berlin

Audioguide
Audioguide
Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Der Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte war zur Zeit der Mauer die Ausreisehalle des wichtigsten innerstädtischen Grenzübergangs. Hier verabschiedeten sich Ostdeutsche von Verwandten aus dem Westen, oft ohne zu wissen, ob sie sich je wiedersehen würden. Heute zeigt die Stiftung Haus der Geschichte im original erhaltenen Pavillon eine eindringliche, kostenlose Ausstellung zur deutschen Teilung – ein kurzer, aber lohnender Abstecher mitten in der Stadt.
Nach dem Mauerbau 1961 wurde der Bahnhof Friedrichstraße zum Grenzübergang für Reisende mit S-Bahn, U-Bahn und Fernzug. Die Deutsche Reichsbahn ließ 1962 eine eigene Ausreisehalle errichten, entworfen von Horst Lüderitz und Günter Matzko. Der luftige Bau aus Stahl und Glas sollte modern und harmlos wirken – dahinter lagen Passkontrolle, Zoll und Überwachung durch die Staatssicherheit, deren Mitarbeiter die Uniform der Grenztruppen trugen.
Weil vor der Halle so viele Menschen weinten, nannten die Berliner sie bald „Tränenpalast“. 1974 wurde hier der polnische Bürger Czesław Kukuczka von einem Stasi-Mitarbeiter erschossen. Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 verlor der Übergang seine Funktion; ab 1991 war die Halle ein Club für Konzerte, Kabarett und Partys. Seit 2011 ist sie ein Museum.
Die Dauerausstellung „Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung“ erzählt am historischen Ort, wie es zu zwei deutschen Staaten und zum Mauerbau kam und wie die Grenzabfertigung funktionierte. Höhepunkte sind:
Der kostenlose Audioguide mit 17 Beiträgen funktioniert auf dem eigenen Smartphone, auch schon zu Hause. Für den Rundgang reichen 45 bis 90 Minuten. Tipp: Hör dir ein paar Audioguide-Beiträge schon in der S-Bahn an, dann bist du vor Ort gleich mitten im Thema.
Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr; montags bleibt der Tränenpalast geschlossen (Stand: Oktober 2026). An Heiligabend und Silvester ist zu. Jeden ersten und dritten Samstag im Monat um 15 Uhr gibt es eine kostenlose öffentliche Begleitung, für die du dich am Infoschalter anmeldest. Gruppen ab zehn Personen buchen mindestens sechs Wochen im Voraus.
Der Tränenpalast liegt direkt am S- und U-Bahnhof Friedrichstraße (S1, S2, S25, S5, S7, S75 und U6), die Tram M1 und 12 hält ebenfalls in der Nähe. Parkplätze gibt es nicht, deshalb lohnt sich die Anreise mit Bus und Bahn. Jacken und Rucksäcke kannst du kostenlos in Schließfächern verstauen, Koffer aber nicht.
Kinderwagen dürfen mit in die Ausstellung, im barrierefreien WC gibt es einen Wickeltisch. Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren bietet das Museum die Spurensuche „Ihre Papiere, bitte!“ an. Der barrierefreie Eingang liegt an der Rückseite des Gebäudes; es gibt einen taktilen Übersichtsplan und Audioguides in Gebärdensprache, Leichter Sprache und mit Audiodeskription.
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10–18 Uhr, montags geschlossen; am 24.12. und 31.12. geschlossen.
Eintritt frei; auch alle Begleitungen und der Audioguide sind kostenfrei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026