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Highlights

  • Grab Ottos des Großen
  • Grabmal der Königin Editha
  • Kluge und Törichte Jungfrauen
  • Barlach-Ehrenmal
  • Turmführung

Über diesen Ort

Der Magdeburger Dom St. Mauritius und St. Katharina ist das Wahrzeichen Magdeburgs und die erste von Anfang an gotisch geplante Kathedrale auf deutschem Boden. In seinem Inneren liegt Kaiser Otto der Große begraben, neben ihm ruht seine erste Frau, Königin Editha. Mit über 100 Meter hohen Türmen, Skulpturen von europäischem Rang und einer Turmführung mit weitem Blick über die Elbe gehört der Dom zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sachsen-Anhalt.

Geschichte: von Ottos Kloster zur gotischen Kathedrale

Die Geschichte beginnt 937, als Otto I. in Magdeburg ein Mauritiuskloster gründete. Dessen Kirche wurde erweitert und 968 zur Kathedrale des neuen Erzbistums Magdeburg erhoben – Magdeburg war damals eines der Machtzentren des Reiches. Nach einem Stadtbrand 1207 begann ab 1209 der Neubau, diesmal im neuen gotischen Stil aus Frankreich. Geweiht wurde der Dom 1363, vollendet erst 1520 mit den Westtürmen – mehr als 300 Jahre Bauzeit. In der Reformationszeit wurde Magdeburg zu einer Hochburg des Protestantismus, auch aus Ärger über den Ablasshandel von Erzbischof Albrecht von Brandenburg. Im Dreißigjährigen Krieg eroberten die kaiserlichen Truppen unter Tilly am 20. Mai 1631 die Stadt; beim folgenden Massaker kamen rund 20.000 Menschen ums Leben, und von Magdeburg blieb kaum mehr als der Dom stehen. Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben 1944/45 auch den Dom; nach der Restaurierung wurde er 1955 wiedereröffnet. Heute ist er Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und gehört der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.

Was du sehen solltest

  • Grab Ottos des Großen: Es liegt in der Vierung zwischen den Reihen des Chorgestühls. Das Grabmal Edithas steht im Scheitel des Chorumgangs; Archäologen konnten 2010 ihre Gebeine identifizieren.
  • Kluge und Törichte Jungfrauen: Am Nordportal stehen die um 1240/50 entstandenen Figuren der fünf klugen und fünf törichten Jungfrauen, flankiert von Ecclesia und Synagoge – ein Hauptwerk gotischer Bildhauerei.
  • Sitzfiguren eines Herrscherpaares: In der sechzehneckigen Kapelle im Langhaus thront ein gekröntes Paar, das oft als Otto und Editha gedeutet wird.
  • Barlach-Ehrenmal: Das Mahnmal von Ernst Barlach von 1929 erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs; in der NS-Zeit wurde es entfernt und 1955 zurückgeholt.
  • Dimensionen: Der Innenraum ist 118 Meter lang, das Mittelschiff 32 Meter hoch. Der Nordturm misst rund 101 Meter, der Südturm gut 99 Meter.
  • Kreuzgang und Domgarten: Im Süden schließen sich die Reste des alten Mauritiusklosters an.

Tickets, Öffnungszeiten und Führungen

Stand: Oktober 2026, laut Website der Domgemeinde:

  • Öffnungszeiten: Mai bis September 10–18 Uhr, April und Oktober 10–17 Uhr, November bis März 10–16 Uhr; an Sonn- und kirchlichen Feiertagen erst ab 11.30 Uhr.
  • Eintritt: Für die Besichtigung des Doms nennt die Domgemeinde keinen Eintrittspreis; kostenpflichtig sind Führungen.
  • Öffentliche Domführung: Montag bis Samstag 14 Uhr, von April bis Oktober zusätzlich 16 Uhr, sonntags 11.30 Uhr nach dem Gottesdienst (Oktober bis April auch 14 Uhr); Erwachsene 9 €, ermäßigt 6 €. Treffpunkt ist der Kartentisch im Dom.
  • Turmführung: Mai bis Oktober freitags 16 Uhr, samstags 15 Uhr, sonntags 12 Uhr; 9 €, ermäßigt 6 €. Begrenzte Plätze, keine Vorbestellung.
  • Nachtführung: ab Oktober freitags im 14-tägigen Rhythmus um 22 Uhr, 10 €.

Bei Gottesdiensten und Konzerten ist die Besichtigung eingeschränkt.

Besichtigung und Zeitplanung

Für einen ersten Rundgang reichen 45 bis 60 Minuten, mit Führung oder Turm eher zwei Stunden. Die Turmführung führt über 433 Stufen auf eine Plattform in gut 80 Metern Höhe; zuletzt wird die Wendeltreppe nur noch etwa einen halben Meter breit – nichts für Menschen mit Platzangst, dafür mit Panoramablick über Stadt und Elbe. Komm früh, denn die Plätze sind begrenzt und werden nur vor Ort vergeben. Die Nachtführungen sind ein besonderes Erlebnis, wenn der riesige Raum im Dunkeln liegt. Für Familien bietet die Domgemeinde von April bis Oktober am zweiten Samstag im Monat eine Kinder- und Familienführung an. Den Turm erreichst du nur über Treppen; Fragen zur Barrierefreiheit klärst du am besten vorab mit dem Gemeindebüro.

Anfahrt und Parken

Magdeburg erreichst du mit dem Zug aus Berlin in etwa 1,5 bis 2 Stunden, aus Leipzig und Hannover ähnlich schnell. Vom Hauptbahnhof gehst du rund 15 Minuten über die Ernst-Reuter-Allee und den Breiten Weg zum Domplatz. Mit dem Auto kommst du über die A2 und A14; im Zentrum gibt es mehrere Parkhäuser, die Parkplätze direkt am Domplatz sind knapp.

In der Nähe

  • Grüne Zitadelle: das bunte Hundertwasserhaus liegt nur wenige Gehminuten nördlich am Breiten Weg.
  • Kloster Unser Lieben Frauen: romanische Klosteranlage mit Kunstmuseum, ebenfalls an der Domachse.
  • Dommuseum Ottonianum: Ausstellung zur Zeit Ottos des Großen direkt am Domplatz.
  • Elbuferpromenade: Spazierweg am Fluss unterhalb des Doms. Bei Niedrigwasser taucht dort der Domfelsen aus der Elbe auf, im Volksmund „Hungerfelsen“ genannt, weil wenig Regen früher schlechte Ernten bedeutete.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
10:00–17:00
Dienstag
10:00–17:00
Mittwoch
10:00–17:00
Donnerstag
10:00–17:00
Freitag
10:00–17:00
Samstag
10:00–17:00
Sonntag
11:30–17:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

Mai bis September täglich 10–18 Uhr, April und Oktober 10–17 Uhr, November bis März 10–16 Uhr; an Sonn- und kirchlichen Feiertagen jeweils erst ab 11.30 Uhr; Einschränkungen bei Gottesdiensten und Konzerten.

Tickets

Eintritt frei; öffentliche Domführung Erwachsene 9 €, ermäßigt 6 €; Turmführung (Mai–Oktober) 9 €, ermäßigt 6 €; Nachtführung 10 €.

Adresse & Anfahrt

Am Dom 1, 39104 Magdeburg

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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