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Highlights

  • Kö-Graben
  • Tritonenbrunnen
  • Kö-Bogen
  • Luxusboutiquen
  • Halsbandsittiche

Audioguide

Station 2 von 12 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

Düsseldorf: Das Dorf, das Hauptstadt wurde

„Aus dem Festungsgraben wird ein Laufsteg – dank eines Pferdeapfels.”

12 Stationen 85 Min. 3,2 km

Über diesen Ort

Die Königsallee in Düsseldorf, von allen nur „Kö“ genannt, ist Deutschlands bekanntester Luxus-Boulevard und eine der schönsten Stadtstraßen am Niederrhein. Zwischen zwei Häuserzeilen liegt ein alter Stadtgraben, gesäumt von mächtigen Platanen, steinernen Brücken und Brunnen. Auf der einen Seite reihen sich Flagship-Stores internationaler Modehäuser, auf der anderen Banken und Grandhotels. Auch wenn du nichts kaufen willst, lohnt sich ein Bummel: Die Kö ist Flaniermeile, Laufsteg und Stadtpark in einem.

Geschichte: vom Festungsgraben zur Prachtstraße

Die Kö entstand auf dem Gelände der alten Düsseldorfer Stadtbefestigung. Nach dem Frieden von Lunéville (1801) wurden die Wälle geschleift, und zwischen 1802 und 1804 legte man an ihrer Stelle eine baumbestandene Allee an. Der Wassergraben blieb als Zierde erhalten. Anfangs hieß die Straße unter anderem Neue Allee und Kastanienallee.

Ihren heutigen Namen trägt sie seit 1851. Dahinter steckt eine Anekdote, die in Düsseldorf gern erzählt wird: 1848 soll König Friedrich Wilhelm IV. bei einem Besuch mit Pferdeäpfeln beworfen worden sein. Die Umbenennung in „Königsallee“ galt als Versöhnungsgeste der Stadt. Wie genau sich der Vorfall abgespielt hat, ist allerdings nicht eindeutig überliefert.

Ab dem späten 19. Jahrhundert entstanden die großen Kauf-, Hotel- und Geschäftshäuser, die das Bild bis heute prägen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Kö zur Adresse für Mode und Luxus. Im Juli 2026 hat der Stadtrat eine umfassende Neugestaltung beider Straßenseiten beschlossen. Gebaut werden soll frühestens ab 2029, bis dahin bleibt alles, wie du es kennst.

Was du auf der Kö sehen solltest

Die Allee ist rund 1 Kilometer lang und von Fassade zu Fassade etwa 87 Meter breit. In der Mitte verläuft der Kö-Graben, ein gut 30 Meter breiter Wasserlauf, der von der Düssel gespeist wird. Diese Punkte solltest du nicht verpassen:

  • Tritonenbrunnen am Nordende: Die wuchtige Brunnenanlage mit dem Meeresgott Triton von Fritz Coubillier entstand um 1900. Hier fließt das Düsselwasser in den Graben und hier beginnt der klassische Kö-Spaziergang.
  • Bergischer Löwe am Südende des Grabens: Die Bronzeskulptur von Philipp Harth stammt aus dem Jahr 1963.
  • Kugelspielerin: eine kleine Bronzefigur von Walter Schott im Grünstreifen am Graben, ein beliebtes Fotomotiv.
  • Grüne Mathilde: eine historische Straßenuhr von 1905, die letzte von einst acht solcher Uhren in der Stadt.
  • Brücken über den Graben mit verzierten Geländern, von denen aus du den schönsten Blick die Allee entlang hast.

Achte auch auf die grünen Halsbandsittiche, die in den Platanen leben. Die exotischen Vögel sind längst ein Markenzeichen der Kö und vor allem gegen Abend laut zu hören.

Shopping: Ostseite und Westseite

Die beiden Straßenseiten haben sich ganz unterschiedlich entwickelt. Auf der Ostseite liegt die eigentliche Einkaufsmeile mit Flagship-Stores von Häusern wie Chanel, Dior, Hermès, Louis Vuitton, Gucci und Prada sowie Juwelieren. Dazwischen findest du Einkaufspassagen wie die Kö-Galerie. Die Westseite gilt als die „stille Seite“: Hier sitzen Banken und mehrere Luxushotels, darunter der Breidenbacher Hof und das Steigenberger Parkhotel.

Am Nordende verbindet der Kö-Bogen des Architekten Daniel Libeskind die Kö mit der Schadowstraße. Das Ensemble wurde ab 2013 eröffnet, Hauptmieter ist das Kaufhaus Breuninger. Wer eher normale Preise sucht, wird in der Schadowstraße und den Seitenstraßen fündig.

Besichtigung, beste Zeit und Tipps

Die Kö ist eine öffentliche Straße und rund um die Uhr kostenlos zugänglich. Für einen entspannten Spaziergang mit Pausen auf den Bänken am Graben solltest du 1 bis 2 Stunden einplanen, mit Shopping natürlich mehr.

  • Beste Reisezeit: Im Frühling und Sommer spenden die Platanen Schatten, im Oktober färbt sich das Laub golden und spiegelt sich im Wasser. In der Adventszeit leuchtet die Allee mit festlicher Beleuchtung.
  • Wochentage: Samstags ist die Kö am vollsten, vormittags unter der Woche geht es ruhiger zu. Sonntags sind die Läden bis auf verkaufsoffene Sonntage geschlossen, ein Spaziergang lohnt sich trotzdem.
  • Veranstaltungen: Die Kö ist Schauplatz des Düsseldorf-Marathons, des Rosenmontagszugs im Karneval und des Bücherbummels, eines mehrtägigen Bücherfests.
  • Mit Kindern: Enten und Gänse am Graben, Brunnen und viel Platz zum Laufen machen den Bummel auch für Familien angenehm. Die Gehwege sind breit und eben, mit Kinderwagen oder Rollstuhl kommst du gut voran.
  • Hunde sind auf der Straße kein Problem, in einzelnen Geschäften gelten eigene Regeln.

Anfahrt und Parken

Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof fährst du mit der U-Bahn wenige Stationen bis zur Haltestelle Steinstraße/Königsallee mitten an der Kö. Am Nordende liegt die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee, die zugleich die Altstadt erschließt. Zu Fuß brauchst du vom Hauptbahnhof bis zum Südende der Kö etwa eine Viertelstunde. Mit dem Deutschlandticket fährst du in allen Bussen und Bahnen des VRR.

Mit dem Auto ist die Innenstadt gut erreichbar, rund um die Kö gibt es mehrere Parkhäuser und Tiefgaragen, die sich aber gerade am Wochenende schnell füllen. Bequemer und meist günstiger ist die Anreise mit Bus und Bahn.

In der Nähe

  • Altstadt Düsseldorf: Nur wenige Minuten westlich beginnt die „längste Theke der Welt“ mit ihren Brauhäusern.
  • Hofgarten: Einer der ältesten öffentlichen Parks Deutschlands schließt direkt an das Nordende der Kö an.
  • Rheinuferpromenade: Vom Südende der Kö sind es rund 10 bis 15 Minuten zu Fuß bis an den Rhein.
  • Kunstsammlung NRW (K20) am Grabbeplatz, Schadowstraße und Kö-Bogen II mit seiner begrünten Fassade.
  • Rheinturm und MedienHafen erreichst du mit einem längeren Spaziergang am Rhein entlang.

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Öffnungszeiten

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Öffentliche Straße, rund um die Uhr frei zugänglich; die Geschäfte haben eigene Öffnungszeiten und sind sonntags meist geschlossen.

Tickets

Eintritt frei.

Adresse & Anfahrt

Königsallee, 40212 Düsseldorf

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