Altstädte & Plätze
Altstadt Düsseldorf
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 2–6 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Audioguide
Station 7 von 12 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Ein Kurfürst, der sich selbst ein Denkmal bestellte – und Silberlöffel, die es nie gab.”
12 Stationen 85 Min. 3,2 km
Die Altstadt Düsseldorf ist das historische Herz der Landeshauptstadt und zugleich ihr berühmtestes Ausgehviertel. Auf nur rund einem halben Quadratkilometer drängen sich Kirchen, Museen, Plätze und etwa 260 Kneipen, Brauhäuser, Bars und Restaurants, weshalb die Düsseldorfer gern von der „längsten Theke der Welt“ sprechen. Tagsüber entdeckst du Rathaus, Schlossturm und Rheinufer, abends ziehst du mit einem Glas Altbier durch die Gassen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Hier, wo die kleine Düssel in den Rhein mündet, liegt die Keimzelle der Stadt. Ein Dokument von 1159 erwähnt „Dusseldorp“ zum ersten Mal. Nach der Schlacht von Worringen erhielt der Ort am 14. August 1288 die Stadtrechte. Unter den Herzögen von Berg wurde Düsseldorf ab dem späten 14. Jahrhundert zur Residenz, und mit ihr wuchs die Stadt.
Vom einstigen Stadtschloss ist nur der Schlossturm am Burgplatz übrig: Das Schloss brannte 1872 aus, die Ruine wurde bis 1892 abgetragen. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Luftangriffe viele Häuser der Altstadt, vieles wurde später wieder aufgebaut. Einen großen Wandel brachte das Jahr 1993: Die Uferstraße verschwand im Rheinufertunnel, und darüber entstand die autofreie Rheinuferpromenade, die Altstadt und Fluss bis heute verbindet.
Die Wege sind kurz, die meisten Ziele liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt:
Die Altstadt ist das Revier des Altbiers. Der Name bezieht sich auf die alte, obergärige Brauweise, nicht auf das Alter des Biers. In den traditionsreichen Hausbrauereien wie Zum Uerige, Im Füchschen, Zum Schlüssel oder Schumacher wird das bernsteinfarbene Bier frisch aus dem Fass ausgeschenkt. Die Köbes, wie die Kellner hier heißen, bringen ungefragt Nachschub, bis du deinen Bierdeckel auf das Glas legst. Ihr ruppiger Ton gehört zur Tradition und ist nicht böse gemeint.
Das Zentrum des Nachtlebens bilden die Bolkerstraße, die Kurze Straße und die Ratinger Straße. Hier spielten einst Kraftwerk und die Toten Hosen ihre ersten Konzerte. Am Wochenende ist das Viertel bis tief in die Nacht voll, besonders an Karneval rund um den 11.11. und an Weiberfastnacht.
Für einen ersten Rundgang mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du 2 bis 3 Stunden einplanen, mit Museum oder Brauhausbesuch gern einen ganzen Tag. Die Altstadt ist öffentlich und rund um die Uhr zugänglich, Eintritt kostet nur der Besuch der Museen.
Vom Hauptbahnhof fährst du mit der U-Bahn wenige Stationen bis Heinrich-Heine-Allee, dem zentralen Knoten direkt unter der Altstadt, an dem alle U-Bahn-Linien der Innenstadt halten. Dort stehen auch nachts Taxis bereit. Zu Fuß sind es vom Hauptbahnhof rund 20 bis 25 Minuten. Mit dem Deutschlandticket bist du im gesamten VRR unterwegs.
Die Altstadt selbst ist weitgehend autofrei. Parkhäuser und Tiefgaragen gibt es am Rand des Viertels, zum Beispiel unter dem Carlsplatz. Gerade abends und am Wochenende sind Bus und Bahn die entspanntere Wahl.
Öffentliches Stadtviertel, rund um die Uhr frei zugänglich; Museen, Brauhäuser und Geschäfte haben eigene Öffnungszeiten.
Eintritt frei; nur Museen wie das Schifffahrtsmuseum im Schlossturm kosten Eintritt.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026