Museen
Fridericianum
Kassel, Hessen
- Öffnungszeiten
- 1–2 Std.
- Bei Regen
- Parkplatz
Museen
Kassel, Hessen
Das Fridericianum in Kassel ist eines der ersten öffentlichen Museen auf dem europäischen Kontinent und zugleich das Herz der documenta. Der klassizistische Bau mit der Säulenfront am Friedrichsplatz zeigt heute als Kunsthalle wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Wer Kassel besucht, kommt an diesem Haus kaum vorbei: Hier begann 1955 die Geschichte der wichtigsten Ausstellung für Gegenwartskunst weltweit, und auch zwischen den documenta-Jahren lohnt ein Besuch.
Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel ließ das Gebäude zwischen 1769 und 1779 vom Architekten Simon Louis du Ry errichten. Von Anfang an war es als Museum geplant und für die Öffentlichkeit zugänglich – damals eine Sensation. Neben Kunst- und Naturaliensammlungen beherbergte es die fürstliche Bibliothek.
Unter Jérôme Bonaparte, dem Bruder Napoleons, tagte hier von 1810 bis 1813 das Parlament des Königreichs Westphalen. Im Zweiten Weltkrieg traf ein Bombenangriff im September 1941 das Haus schwer; rund 350.000 Bücher der Bibliothek verbrannten. Nach dem Wiederaufbau wurde das Fridericianum 1955 zum Hauptort der ersten documenta, und seither steht es bei jeder Ausgabe im Mittelpunkt. Seit 1988 ist es als Kunsthalle Fridericianum ein Ausstellungshaus ohne eigene Sammlung, geleitet seit 2018 von Moritz Wesseler.
Das Fridericianum zeigt mehrere Einzelausstellungen parallel, oft mit großformatigen Installationen, Malerei und Skulptur. Stand Oktober 2026 laufen unter anderem Ausstellungen zu Mohammed Sami und Charles Ray sowie kleinere Interventionen, etwa von Kerstin Brätsch und Karl Holmqvist (bis Februar 2027). Das Programm wechselt mehrmals im Jahr, deshalb lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die Website.
Im Sommer 2027 findet die documenta 16 statt, laut Ankündigungen vom 12. Juni bis 19. September 2027, künstlerisch geleitet von Naomi Beckwith. In dieser Zeit wird das Fridericianum Teil der documenta – mit entsprechend großem Andrang.
Stand: Oktober 2026 laut offizieller Website:
Für einen Rundgang solltest du etwa eine bis zwei Stunden einplanen.
Mit der Straßenbahn (Linien 1, 3, 4, 5, 6 oder 8) fährst du bis zur Haltestelle Friedrichsplatz, von dort sind es rund 200 Meter. Vom ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe kommst du mit der Tram direkt in die Innenstadt. Autofahrer parken in der Tiefgarage Friedrichsplatz.
Eine Rampe und zwei Aufzüge machen das Haus für Rollstuhlfahrer zugänglich, die Türen öffnen allerdings nicht automatisch. Im Untergeschoss gibt es barrierefreie WCs und Wickeltische, an der Kasse kannst du kostenlos Museumshocker ausleihen. Blindenführhunde sind erlaubt.
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11–18 Uhr, donnerstags 11–20 Uhr; montags geschlossen.
Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €, Studierende/Auszubildende 2 €; unter 18 Jahren frei, mittwochs Eintritt frei für alle.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026