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Highlights

  • Einer der ältesten Tierparks Europas, gegründet 1571
  • Über 130 ha mit mehr als 1000 Tieren aus rund 80 Arten
  • Barocke Eichenalleen, die sternförmig auf ein Rondell zulaufen
  • Urwildpark mit Przewalski-Pferden, Heckrindern und Wapitis
  • Greifvogelstation mit Flugschau und Kinderzoo

Über diesen Ort

Mitten im Reinhardswald, unterhalb der Sababurg auf ihrer Basaltkuppe, liegt ein Park, den hessische Landgrafen schon im 16. Jahrhundert mit einer langen Steinmauer umgeben ließen. Der Tierpark Sababurg wurde 1571 als Tiergarten angelegt und zählt zu den ältesten Tierparks Europas. Heute leben auf über 130 ha mehr als 1000 Tiere aus rund 80 Arten, von Hirschen und Wildpferden bis zu Luchsen und Greifvögeln. Uralte Eichen säumen die Wege, und auf weiten Wiesen grasen die Herden fast wie in freier Landschaft.

Geschichte: vom landgräflichen Tiergarten zum Wildpark

Ab 1490 ließ Landgraf Wilhelm I. die Burg zum Jagdschloss mit Gestüt ausbauen. Sein Nachfahre Wilhelm IV., ein naturwissenschaftlich interessierter Fürst, ließ das Gelände zwischen 1567 und 1571 mit einer 5 km langen und 3 m hohen Mauer aus Bruchsteinen einfassen. Für Jagd und Forschung setzte er unter anderem Auerochsen, Damwild, weiße Rothirsche, Gämsen, Elche und Rentiere aus. Der „Thiergarten an der Zapfenburg“ war nicht öffentlich und gilt als erster seiner Art in Europa.

Um 1770 gestaltete Landgraf Friedrich II. den Park für die Parforcejagd um: Von einem Rondell liefen sechs Schneisen sternförmig zur Mauer. Sie sind bis heute als Eichenalleen erhalten. Danach verlor der Park seine Bedeutung, wurde abgeholzt und diente lange nur als Weide für die Pferdezucht in Beberbeck. Erst 1973 eröffnete der Landkreis den Tierpark neu, maßgeblich gestaltet vom Zoologen Hans Georg Picker. Die alte Mauer wurde dabei auf ganzer Länge restauriert.

Was du sehen solltest

  • Urwildpark: Hier leben bedrohte heimische Arten und Rassen, die ausgestorbenen Vorfahren ähneln sollen, etwa Heckrinder und Heckpferde. Dazu kommen Przewalski-Pferde, Exmoor-Ponys und Mufflons.
  • Hirsche wie zur Zeit der Landgrafen: Rothirsch, Damhirsch, Maral, Wapiti und Dybowski-Hirsch erinnern an die alte Jagdtradition.
  • Raubtiere: Auch Luchse und Wölfe leben im Park, in den Ferien gibt es zu ihnen eigene Sonderführungen.
  • Greifvogelstation: Am Hang des Burgbergs gibt es Schaufütterungen und eine Flugschau, die nächsten Termine zeigt die Website des Tierparks an.
  • Kinderzoo und Bauernhof: Streichelgehege, seltene Haustierrassen und seit 2026 auch zwei Hausyaks.
  • Rondell und Alleen: Vom Rondell im südlichen Teil blickst du über die Wiesen hinauf zur Sababurg, ein klassisches Fotomotiv.

Wissenswertes

Westlich grenzt der Urwald Sababurg an den Park, das erste Naturschutzgebiet Hessens mit knorrigen Hute-Eichen, unter denen früher das Vieh weidete. Die Aufteilung des Tierparks folgt bis heute weitgehend der barocken Anlage: Acht Bereiche, sechs davon 10 bis 20 Hektar große Wildwiesen, gruppieren sich um die Alleen. Im Tierparkmuseum erfährst du mehr über die Geschichte und über die sogenannte Rückzüchtung von Tierarten.

Besuch und Zeitplanung

Für einen Rundgang mit Flugschau und Kinderzoo solltest du einen halben Tag einplanen. Die Wege sind lang, eine Parkbahn erleichtert kleinen Kindern die Strecke. Im Park gibt es Gastronomie und Grillplätze. Die Kontaktgehege schließen eine halbe Stunde vor dem Park.

Tickets und Öffnungszeiten (Stand: Oktober 2026)

  • April bis September: 8–18 Uhr
  • Oktober: 9–18 Uhr
  • März: 9–17 Uhr
  • November bis Februar: 10–16 Uhr
  • Auch an Feiertagen regulär geöffnet
  • Eintritt: Erwachsene 12 €, Kinder ab 4 Jahren, Schüler und Studierende 7,50 €, Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern 31 €

Tageskarten gibt es auch online.

Anfahrt und Parken

Die Adresse lautet Sababurg 1 in Hofgeismar. Der Tierpark liegt an der Kreisstraße zwischen Hofgeismar-Beberbeck und Trendelburg-Gottsbüren, der Eingang befindet sich in der Nordwestecke direkt am Parkplatz. Dort stehen 550 kostenlose Stellplätze bereit, dazu Busparkplätze, eine Ladesäule für E-Autos und kostenlose Flächen für Wohnmobile. Radfahrer finden am Eingang Fahrradständer und abschließbare Fächer, in denen sich E-Bike-Akkus laden lassen.

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