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Highlights

  • Brockenbahn
  • Goetheweg
  • Brockenhaus
  • Brockengarten
  • Gipfelrundweg

Über diesen Ort

Der Brocken im Harz ist mit 1141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands und eines der beliebtesten Ausflugsziele zwischen Hannover, Magdeburg und Göttingen. Ob du mit der Dampflok der Brockenbahn hinauffährst oder auf dem Goetheweg wanderst: Oben erwarten dich eine raue Gipfellandschaft, ein Museum zur deutschen Teilung und an klaren Tagen ein Blick weit über das Harzvorland. Kaum ein Berg in Deutschland verbindet Natur, Sagen und Zeitgeschichte so eng.

Geschichte: vom Hexentanzplatz zum Sperrgebiet

Der Brocken gilt seit Jahrhunderten als Blocksberg, auf dem sich in der Walpurgisnacht die Hexen treffen. Goethe stieg am 10. Dezember 1777 von Torfhaus aus hinauf und verlegte später die Walpurgisnacht-Szene seines „Faust“ hierher; auch Heinrich Heine beschrieb den Berg in seiner „Harzreise“. 1899 nahm die Brockenbahn den Betrieb auf, und bereits 1890 entstand auf dem Gipfel der erste Alpengarten Deutschlands.

Nach dem Mauerbau wurde der Gipfel ab August 1961 militärisches Sperrgebiet im Grenzgebiet der DDR. Sowjetische Truppen und die Stasi betrieben hier Abhöranlagen, Besucher durften nicht mehr hinauf. Am 3. Dezember 1989 erzwangen rund 6000 Menschen mit einer Demonstration die Öffnung des Gipfels. Der letzte russische Soldat verließ den Brocken erst 1994. Heute ist der Gipfel Teil des Nationalparks Harz und einer der meistbesuchten Berge Deutschlands: Eine Studie der Universität Würzburg zählte 2015 rund 580.000 Gipfelbesucher pro Jahr.

Was du sehen solltest

  • Gipfelplateau: Ein Rundweg führt um die Kuppe mit Granitblöcken, Zwergsträuchern und Aussichtspunkten. Bei guter Sicht reicht der Blick weit ins Flachland. Ranger des Nationalparks bieten regelmäßig Führungen rund um die Kuppe an.
  • Brockenhaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum in der ehemaligen Abhörstation zeigt Ausstellungen zum Blocksberg-Mythos, zur deutschen Teilung, zur Wildnis im Nationalpark und zum Brockenwetter. Unter der Kuppel gibt es Hörinstallationen, oben eine 360-Grad-Aussichtsplattform. Ein Ausstellungsteil widmet sich der früheren Stasi-Abhörstation „Urian“, an interaktiven Stationen erfährst du, wie Spionage im Kalten Krieg funktionierte. Im Café Hexenflug kannst du dich nach dem Rundgang aufwärmen.
  • Brockengarten: Von Mai bis Oktober kannst du rund 1500 Gebirgspflanzen aus aller Welt sehen, Führungen bietet die Nationalparkverwaltung an.
  • Wetterwarte und Sendeturm: Die markanten Bauten prägen die Silhouette. Der Brocken gehört zu den windigsten Orten Deutschlands; im November 1984 wurde eine Böe von 263 km/h gemessen.

Tickets und Öffnungszeiten

Der Gipfel selbst ist frei zugänglich. Für Bahn und Museum gilt (Stand: Oktober 2026):

  • Brockenbahn: Hin- und Rückfahrt 65 €, einfache Fahrt 43 €; Kinder (6–14 Jahre) 39 € bzw. 26 €. Der Preis ist von jedem HSB-Bahnhof gleich. Auf ausgewählten Nachmittagszügen gibt es einen günstigeren Tarif. Online-Tickets sind meist drei bis vier Wochen im Voraus buchbar – an schönen Wochenenden und in den Ferien sind Züge schnell ausgebucht.
  • Deutschlandticket: Es gilt im HSB-Netz, aber nicht auf dem Abschnitt Drei Annen Hohne–Brocken.
  • Brockenhaus: täglich 9:30 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr, am 24. Dezember geschlossen. Erwachsene 8 €, Kinder (6–16) 4 €, Familien 17 €; mit HarzCard frei.

Anfahrt und Parken

Auf den Brocken führt keine öffentliche Straße – die Brockenstraße ist für Privatautos gesperrt. Du hast drei Möglichkeiten:

  • Mit der Brockenbahn: Die Dampfzüge starten in Wernigerode, Drei Annen Hohne oder Schierke. Ab Drei Annen Hohne dauert die steile Fahrt ohne Zahnrad rund 50 Minuten. Der Bahnhof Brocken liegt auf 1125 Metern und ist der höchstgelegene Bahnhof im Netz der Harzer Schmalspurbahnen.
  • Zu Fuß ab Torfhaus: Der Goetheweg ist mit rund 8 Kilometern einer der meistbegangenen Wege und folgt ungefähr Goethes Route. Plane etwa drei Stunden für den Aufstieg ein.
  • Zu Fuß ab Schierke: Mehrere Wege führen von Schierke hinauf, die Längen variieren je nach Route. Am Ortseingang findest du Parkplätze.

Mit dem Auto fährst du nach Wernigerode, Schierke oder Torfhaus und parkst dort. Wernigerode erreichst du per Regionalbahn, von dort geht es mit der HSB weiter.

Beste Reisezeit und Tipps

An über 300 Tagen im Jahr liegt der Gipfel im Nebel, die Jahresmitteltemperatur beträgt nur knapp 4 Grad. Pack also auch im Sommer eine warme, winddichte Jacke ein. Die besten Chancen auf Fernsicht hast du an klaren Herbst- und Wintertagen. Im Winter verwandelt Raureif den Gipfel in eine Eislandschaft – dann ist die Fahrt mit der Dampflok durch den verschneiten Wald besonders eindrucksvoll. Am 30. April ist zur Walpurgisnacht im ganzen Harz viel los. Wenn du den Trubel meiden willst, fahr am frühen Morgen mit einem der ersten Züge hinauf oder wandere unter der Woche – mittags drängen sich an Sommerwochenenden viele Tagesgäste auf dem Plateau. Eine Kombination bietet sich an: mit der Bahn hinauf, zu Fuß über Schierke hinunter.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Für Kinder ist die Dampflokfahrt meist das Highlight. Im Brockenhaus gibt es einen Multimedia-Guide als Kinderführung und den Märchenpfad „Das weiße Reh“. Die Brockenbahn ist barrierefrei, ebenso die Ausstellungsebenen und das Café im Brockenhaus; eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Hunde fahren in der Bahn mit eigenem Ticket (hin und zurück 20 €), kleine Hunde in einer Transportbox kostenlos; im Nationalpark gilt Leinenpflicht.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
0:00–24:00
Donnerstag
0:00–24:00
Freitag
0:00–24:00
Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Gipfel jederzeit frei zugänglich; Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus täglich 9:30–17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr), am 24. Dezember geschlossen.

Tickets

Gipfel frei; Brockenbahn hin und zurück 65 € (Kinder 6–14 Jahre 39 €), einfach 43 €; Brockenhaus Erwachsene 8 €, Kinder 4 €, Familie 17 €.

Adresse & Anfahrt

Brockenhaus, Brocken, 38879 Wernigerode (OT Schierke)

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