Kirchen & Klöster
Kloster Walkenried
Walkenried, Niedersachsen
- Öffnungszeiten
- 2–4 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Kirchen & Klöster
Walkenried, Niedersachsen
Kloster Walkenried am Südrand des Harzes ist eines der eindrucksvollsten Zisterzienserklöster Deutschlands und seit 2010 Teil des UNESCO-Welterbes im Harz. Die Ruine der einst gewaltigen gotischen Klosterkirche ragt mit hohen Spitzbogenfenstern in den Himmel, daneben sind die Klausurgebäude aus dem 13. und 14. Jahrhundert fast vollständig erhalten. In ihnen zeigt das ZisterzienserMuseum, wie die Mönche lebten, beteten und als erfolgreiche Unternehmer wirtschafteten. Ein Ausflug, der Geschichte, Architektur und Landschaft verbindet.
Um 1127 stiftete Gräfin Adelheid Land am Harzrand, 1129 zogen Mönche aus Kloster Kamp am Niederrhein ein, und 1132 bestätigte Kaiser Lothar III. die Gründung. Walkenried entwickelte sich rasch zu einem der reichsten Klöster Norddeutschlands: Die Zisterzienser bewirtschafteten rund 30 Grangien, legten Teiche an und betrieben Bergbau und Hütten im Harz, unter anderem am Rammelsberg bei Goslar. Im 13. Jahrhundert lebten hier etwa 100 Mönche und mehr als 200 Laienbrüder.
Die gotische Klosterkirche wurde nach rund 80 Jahren Bauzeit 1290 geweiht und gehörte zu den größten Kirchen Norddeutschlands. Die Klausurgebäude waren um 1330 weitgehend fertig. Im Bauernkrieg 1525 stürmten Aufständische das Kloster, 1546 nahm der Konvent den evangelischen Glauben an. Von 1557 bis 1668 bestand im Kloster eine Lateinschule. Danach diente die Kirche als Steinbruch, im 19. Jahrhundert entdeckten romantische Maler die malerische Ruine. 2006 eröffnete das ZisterzienserMuseum, 2010 wurde Walkenried als ältester Teil in das Welterbe „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ aufgenommen.
Das Museum öffnet vom 23. März bis Ende Oktober dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Von November bis 22. März ist es mittwochs bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet, in den niedersächsischen Weihnachtsferien täglich. Am 24. Dezember bleibt es geschlossen, Silvester gilt verkürzt bis 15 Uhr. Letzter Einlass ist um 16 Uhr (Stand: Oktober 2026).
Das Welterbe-Infozentrum nebenan im Herrenhaus informiert mit einer Ausstellung über das gesamte Welterbe im Harz, der Eintritt ist frei. Führungen meldest du beim Besucherservice an.
Walkenried ist ein lebendiger Ort. Seit 1983 finden hier die Kreuzgangkonzerte statt, im September lockt der große Klostermarkt. Im Herbst 2026 gibt es stimmungsvolle Führungen im Kerzenschein durch Kreuzgang und Klausur, für Familien mit Kindern von 5 bis 10 Jahren die Führung „Kleine Mönche auf Zeit“ in Mönchskutten. Vom 16. Oktober bis 1. November 2026 lädt der „Spirituelle Herbst“ zu kleinen Veranstaltungen ein. Im Kapitelsaal feiert die evangelische Gemeinde ihre Gottesdienste.
Mit der Bahn erreichst du Walkenried über die Strecke Northeim–Herzberg–Nordhausen, die Züge fahren stündlich. Alle zwei Stunden gibt es eine Direktverbindung ab Göttingen. Vom Bahnhof gehst du etwa 10 Minuten zum Museum. Das Deutschlandticket gilt auf dieser Regionalstrecke.
Mit dem Auto steuerst du den großen Besucherparkplatz direkt am Kloster an, dort gibt es auch eine Ladesäule für Elektroautos.
23. März bis Ende Oktober Di–So und feiertags 10–17 Uhr, November bis 22. März Mi–So, feiertags und in den niedersächsischen Weihnachtsferien täglich 10–17 Uhr; 24.12. geschlossen, 31.12. 10–15 Uhr; letzter Einlass 16 Uhr.
Erwachsene 8 €, ermäßigt 6 €, Kinder und Jugendliche 6–17 Jahre 5 €, Familien 20 €, Kinder unter 6 Jahren frei; HarzCard gültig.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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