Museen
August Horch Museum Zwickau
Zwickau, Sachsen
- 2–3,5 Std.
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Zwickau, Sachsen
Wer einen Audi fährt, fährt ein Stück Zwickauer Geschichte. Hier gründete August Horch 1904 seine erste Autofirma, und als er sich mit dem Aufsichtsrat überwarf und seinen eigenen Namen nicht mehr verwenden durfte, nannte er die neue Firma einfach Audi, die lateinische Übersetzung des Befehls „horch“. Im ältesten Teil des ehemaligen Audi-Werks erzählt das August Horch Museum heute über 100 Jahre Autobau in Sachsen: von Horch-Luxuslimousinen über die Rennwagen der Auto Union bis zum Trabant.
Am 10. Mai 1904 gründete August Horch in Zwickau die August Horch & Cie. Motorenwagenwerke AG. Nach Streit mit dem Aufsichtsrat schied er aus und gründete 1909 in Sichtweite eine neue Firma. Den Prozess um den Markennamen „Horch“ verlor er vor dem Reichsgericht, und so hieß sie ab 25. April 1910 Audi Automobilwerke GmbH. 1932 schlossen sich Audi, Horch, DKW und die Autoabteilung von Wanderer zur Auto Union zusammen, die vier verschlungenen Ringe standen für die vier Marken. Nach 1945 wurden die Werke demontiert und enteignet. In Zwickau entstand 1958 der VEB Sachsenring, wo der Trabant vom Band lief. Ein Automuseum gab es ab 1988 zunächst in einem alten Speisesaal. Seit 2000 tragen die Stadt Zwickau und die Audi AG das Museum gemeinsam, im September 2004 wurde es neu eröffnet und 2017 erweitert.
Die Nachkriegsjahre zeigen, wie erfinderisch die Betriebe gewesen sind: Der VEB Horch baute zeitweise Gasherde, das ehemalige Audi-Werk Schlittschuhe. Auf dem Außengelände steht seit 2015 das Zwickauer Trabantdenkmal, das vorher am Georgenplatz stand. Das Museum ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur.
Rucksäcke, Regenschirme und Taschen über A4-Größe kommen ins Schließfach. Tiere sind nicht erlaubt, ausgenommen Assistenzhunde.
Das Museum liegt in der Audistraße 7 im Norden von Zwickau. Direkt vor dem Eingang gibt es einen kostenlosen Parkplatz mit Ladepunkten für Elektroautos. Der Bahnhaltepunkt Zwickau Pölbitz ist etwa 700 Meter entfernt, die Straßenbahn hält an der Kurt-Eisner-Straße.
Plane zwei bis drei Stunden ein, Autofans auch mehr. Gehe chronologisch vor: Erst die Horch- und Audi-Wagen der Gründerzeit, dann die Rennwagen, am Ende der Trabant. So verstehst du, warum die vier Ringe heute in Ingolstadt zu Hause sind und warum Zwickau trotzdem Autostadt geblieben ist. Mit Kindern lohnt sich der Detektivrundgang des Museums.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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