Martinstag 2026 ist Mittwoch, 11.11. Alle großen Martinszüge mit Terminen von Bonn bis Erfurt, Weckmann, Martinsgans, regionale Bräuche und Karte.
Redaktion tripto.de18 min leestijd

Der Martinstag fällt 2026 auf Mittwoch, den 11. November. Gefeiert wird aber schon Tage vorher: Wenn es Anfang November gegen 17 Uhr dunkel wird, ziehen in ganz Deutschland Kinder mit Laternen hinter Sankt Martin her, singen „Ich geh mit meiner Laterne“, schauen der Mantelteilung zu und bekommen am Martinsfeuer einen Weckmann. Danach kommt in vielen Familien und Gasthäusern die Martinsgans auf den Tisch. Hier findest du die großen öffentlichen Martinszüge 2026 mit allen Terminen, die schon offiziell feststehen, die Geschichte hinter den Bräuchen, die Unterschiede zwischen Rheinland, Westfalen, Thüringen und Bayern und praktische Tipps für den Abend mit Kindern.
| Martinstag | Mittwoch, 11. November 2026 |
|---|---|
| Feiertag? | Nein. Der Martinstag ist in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. |
| Martinszüge | meist in den zwei Wochen rund um den 11. November, Beginn am frühen Abend zwischen etwa 16:30 und 18 Uhr |
| Große Termine 2026 | Bonn 4.11., Köln 6.11., Kempen 9. und 10.11., Düsseldorf, Bocholt und Erfurt 10.11. |
| Kosten | Martinszüge sind kostenlos, Zuschauen ist überall erlaubt |
| Am selben Tag | Im Rheinland beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr die Karnevalssession |
Auf der Karte siehst du die Startpunkte der großen öffentlichen Martinszüge. Alle Termine haben wir auf den Seiten der Veranstalter geprüft. Die meisten liegen in Nordrhein-Westfalen, denn dort ist der Martinszug mit Reiter, Kapelle und Feuer am stärksten verwurzelt. Dazu kommt Erfurt mit seinem ökumenischen Martinsfest auf dem Domplatz.
Die meisten Martinszüge in Deutschland organisieren Kitas, Schulen, Pfarreien und Nachbarschaftsvereine. Sie sind oft nur für die eigenen Familien gedacht und werden kurzfristig angekündigt. In dieser Liste stehen deshalb nur große, öffentliche Züge mit offiziellen Angaben.
| Ort | Termin 2026 | Beginn | Treffpunkt | Status |
|---|---|---|---|---|
| Bonn, Innenstadt | Mi, 4. November | 17:15 Uhr (Aufstellung 16:30 Uhr) | Münsterplatz | bestätigt |
| Köln, Dom | Fr, 6. November | 17 Uhr Wortgottesdienst, dann Zug | Kölner Dom | bestätigt |
| Kempen, Kleinkinderzug | Mo, 9. November | 18 Uhr | Kirchplatz (Aufstellung der Kitas) | bestätigt |
| Kempen, Schulkinderzug | Di, 10. November | 17:15 Uhr | Altstadt, Start Mülhauser Straße | bestätigt |
| Düsseldorf, Altstadt | Di, 10. November | noch offen (2025: 17 Uhr) | 2025: Stiftsplatz | Datum fest, Details offen |
| Düsseldorf-Bilk | Di, 10. November | 17:30 Uhr | Siegplatz/Ecke Wupperstraße | bestätigt |
| Bocholt, Innenstadt | Di, 10. November | 17 Uhr | Berliner Platz | bestätigt |
| Erfurt, Martinsfest | Di, 10. November | 18 Uhr | Domplatz, Domstufen | bestätigt |
Den Anfang macht Bonn am Mittwoch, 4. November. Ab 16:30 Uhr stellen sich Schulen, Kitas und Familien auf dem Münsterplatz auf, um 17:15 Uhr reiht sich Sankt Martin vor dem beleuchteten Münster in den Zug ein. Der Weg führt über Remigiusstraße, Acherstraße und zurück zum Münsterplatz, dann durch Vivatsgasse und Sterntor über die Sternstraße auf den Marktplatz. Dort brennt das Martinsfeuer vor dem Alten Rathaus. Nach Angaben der Münsterpfarrei ist es der größte von mehr als 50 Martinszügen in Bonn, und für die Kleinsten gibt es am Feuer einen eigenen Bereich. Alle Details: Martinszug Bonn 2026.
Am Freitag, 6. November, lädt das Kölner Domkapitel um 17 Uhr zum Wortgottesdienst in die Kathedrale. Danach zieht der Martinszug durch die Gassen der Altstadt bis zur romanischen Kirche Groß St. Martin, wo der Segen gespendet wird und Sankt Martin Weckmänner verteilt. Daneben gibt es in allen Kölner Stadtbezirken Züge von Kitas, Schulen und Bürgervereinen; die Listen für 2026 erscheinen erfahrungsgemäß ab Ende Oktober. Alles dazu: Martinszug Köln 2026.
In Kempen am Niederrhein hat der Martinszug seit dem 19. Jahrhundert eine besondere Bedeutung. Der St.-Martin-Verein Kempen organisiert zwei Züge:
Am Ende bekommt jedes Kind im Rathaus seine Blo-es, eine mit Leckereien gefüllte Martinstüte. Die schönsten Fackeln sind ab Mitte Oktober im Foyer des Rathauses am Buttermarkt ausgestellt. Wichtig für Besucher: Mitlaufen können nur Kinder aus Kempener Kindergärten und Schulen. Zuschauen ist am Straßenrand möglich, die Innenstadt und der Ring sind am 10. November ab 16 Uhr für Autos gesperrt.
Der Martinszug durch die Düsseldorfer Altstadt findet nach Angaben der Stadt immer am 10. November statt, 2026 also am Dienstag. Seit 1925 organisiert ihn die Vereinigung der Freunde des Martinsfestes, 2018 kam er ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in NRW. 2025 startete er um 17 Uhr am Stiftsplatz, die erste Mantelteilung war gegen 17:30 Uhr vor dem Rathaus, die zweite gegen 18 Uhr am Burgplatz. Uhrzeit und Weg für 2026 sind noch nicht veröffentlicht. Wir aktualisieren, sobald die Termine 2026 veröffentlicht sind.
Fest steht dagegen der Bilker Martinszug: Dienstag, 10. November 2026, Abmarsch um 17:30 Uhr am Siegplatz, Ecke Wupperstraße. Am Wochenende davor, am 7. und 8. November, zeigen die Martinsfreunde Bilk im Forum von St. Martin an der Neusser Straße 88 ihre große Martinslampen-Ausstellung. Mehr dazu: Martinszug Düsseldorf 2026.
Nach Angaben der Stadt Bocholt fand der Innenstadt-Martinszug schon 1910 zum ersten Mal statt und ist damit der älteste Martinszug Westfalens. 2026 treffen sich am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr auf dem Berliner Platz bis zu 3.000 Kinder verschiedener Schulen. Sie tragen selbst gebastelte Laternen oder die traditionellen Runkelfackeln, also ausgehöhlte Rüben mit Licht darin. Der Zug führt über die Brückenstraße, entlang von Südwall, Ostmauer und Nordmauer und über die Osterstraße zum Historischen Rathaus. Dort bekommt jedes Kind eine Martinstüte mit Obst, Gebäck und einer Süßigkeit. Veranstalter ist der Verein für Heimatpflege gemeinsam mit der Stadt. Zuschauer sind ausdrücklich eingeladen, die Kinder am Wegesrand beim Singen zu unterstützen.
In Erfurt gibt es keinen langen Zug, sondern ein großes ökumenisches Fest. Am Dienstag, 10. November 2026, um 18 Uhr versammeln sich Tausende mit Lampions vor den Domstufen. Gefeiert werden der heilige Martin von Tours, Schutzpatron der Stadt, und Martin Luther, der am 10. November 1483 geboren wurde und in Erfurt studierte und ins Augustinerkloster eintrat. 2025 läutete ab 17:30 Uhr die große Domglocke Gloriosa, dazu gab es einen Martinsmarkt mit Programm für Kinder. Alles dazu: Martinsfest Erfurt 2026.

Martin wurde um 316 im römischen Pannonien geboren, im heutigen Westungarn, als Sohn eines heidnischen Offiziers. Er wurde selbst Soldat. Die berühmteste Szene seines Lebens spielt vor den Toren von Amiens: An einem kalten Winterabend begegnet er einem frierenden Bettler, teilt seinen Soldatenmantel mit dem Schwert und gibt ihm eine Hälfte. Nach der Legende erscheint ihm in der folgenden Nacht Christus, gekleidet in die Mantelhälfte. Martin lässt sich taufen, verlässt das Heer und lebt als Einsiedler und Mönch. Um 370 wählen ihn die Menschen in Tours gegen seinen Willen zum Bischof. Er stirbt 397 und wird am 11. November beigesetzt. Dieser Tag ist bis heute sein Gedenktag.
Schon im 5. Jahrhundert wählten Kirchen, Klöster und Hospitäler Martin zum Patron. In Deutschland tragen viele Kirchen seinen Namen, darunter Groß St. Martin in Köln, und der Mainzer Dom ist ihm geweiht. Erfurt verehrt ihn als Stadtpatron.
Viele Martinsbräuche sind älter als ihre heutige Bedeutung. Der 11. November war im Mittelalter ein wichtiger Stichtag: Das bäuerliche Wirtschaftsjahr ging zu Ende, Pacht und Zehnt wurden fällig, oft in Naturalien, Dienstverhältnisse von Knechten und Mägden endeten und begannen. Gleichzeitig begann vielerorts eine Fastenzeit vor Weihnachten. Am Abend vorher wurde noch einmal gefeiert und gegessen, Feuer wurden angezündet, Kinder zogen bettelnd von Tür zu Tür.
Erst im 19. Jahrhundert bekamen diese Bräuche ihren festen Bezug zur Martinslegende. Aus den spontanen Heischegängen und Feuern wurden geordnete Umzüge, organisiert von Schulen, Pfarreien und Vereinen. Der heutige Martinszug mit dem Reiter im roten Mantel ist eine rheinische Erfindung: Ein von Erwachsenen geleiteter Zug ist 1867 aus Dülken am Niederrhein belegt, in Düsseldorf ritt Sankt Martin 1886 erstmals hoch zu Ross durch die Altstadt. Im 20. Jahrhundert verbreitete sich das Modell in ganz Deutschland. 2018 wurde das Martinsbrauchtum, für das sich 73 Martinsvereine aus Nordrhein-Westfalen eingesetzt hatten, als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Kinder ziehen mit Laternen durch die Straßen, oft angeführt von einem Reiter auf einem Schimmel, der Sankt Martin als römischen Soldaten darstellt. Musikkapellen spielen, alle singen Martinslieder. Die Laternen basteln die Kinder meist in Kita und Grundschule. Früher waren es ausgehöhlte Rüben mit Licht, die vielerorts als Runkel- oder Rübenlichter bekannt sind. In Bocholt tragen manche Kinder bis heute Runkelfackeln, in der Schweiz und in Südbaden sind Räbenlichter verbreitet. Die Lichter stehen für das Licht, das Martin mit seiner Tat in die Dunkelheit gebracht hat.
Höhepunkt vieler Züge ist die Mantelteilung: Sankt Martin hält an, ein Bettler sitzt am Boden, Martin schneidet seinen Mantel durch und reicht ihm eine Hälfte. Oft findet die Szene am Martinsfeuer statt, einem großen Holzfeuer auf einem Platz, Schulhof oder einer Wiese. Die Feuer gehen auf alte Feuerbräuche am Vorabend von Martini zurück, die im 18. und 19. Jahrhundert teils sogar polizeilich verboten waren. Heute gehören sie im Rheinland, in der Eifel und an der Mosel fest dazu.

Nach dem Zug, manchmal auch an einem anderen Abend, ziehen Kinder mit ihren Laternen von Haus zu Haus, singen ein Martinslied und bekommen dafür Süßigkeiten, Obst oder Gebäck. Im Rheinland hat dieser Brauch viele Namen: Gripschen in Düsseldorf und Köln, Schnörzen, Kötten oder Dotzen anderswo, im Bergischen Land Mätensingen. Für Köln ist das Gripschen schon 1525 belegt: Damals zogen Kinder am Vorabend von Martini singend durch die Straßen und erhielten, was vom Essen übrig war.
In Ostfriesland und anderen evangelischen Gegenden heißt der Brauch Martinisingen und findet am Abend des 10. November statt. Er bezieht sich auf Martin Luther, der am 11. November 1483 getauft wurde und deshalb den Namen des Tagesheiligen bekam. Im 19. Jahrhundert wurden dafür sogar ältere Martinslieder umgedichtet.
Im Rheinland bekommen Kinder nach dem Zug einen Weckmann: ein Männchen aus süßem Hefeteig mit Rosinen und einer kleinen weißen Tonpfeife. In Westfalen, Niedersachsen und im Norden heißt dasselbe Gebäck Stutenkerl, nach dem Stutenteig. Daneben gibt es eine ganze Reihe regionaler Namen:
Die Pfeife soll ursprünglich der Bischofsstab gewesen sein. Eine hübsche Geschichte erzählt, dass einem Bäcker die kleinen Krummstäbe ausgingen und er stattdessen Tonpfeifen aus dem Tabakladen nebenan nahm. Belegt ist das nicht. In vielen Regionen ist der Hefemann übrigens eher ein Nikolausgebäck für den 6. Dezember. In Teilen des Rheinlands, Westfalens, des Ruhrgebiets und des Sauerlands bekommen Kinder an Sankt Martin stattdessen eine süße Martinsbrezel, manchmal mit Hagelzucker. In Süddeutschland gibt es kleine Martinsgänse aus Hefe- oder Keksteig.
In Mitteldeutschland, besonders in Thüringen und Sachsen-Anhalt, werden an Martini süße Martinshörnchen gebacken und bei den Martinsfeiern geteilt, als Zeichen für den geteilten Mantel. In Zeitz backte die Gemeinde sie 2025 gemeinsam im Kirchencafé, bevor der Laternenumzug zum Dom zog, wo die Hörnchen verteilt wurden. In Erfurt empfiehlt die Tourismusinformation sie als süße Beilage zum Kaffee.
Hier ist der Martinszug zu Hause. Typisch sind der Reiter im roten Mantel, Blaskapellen, die Mantelteilung am Feuer, der Weckmann und danach das Gripschen. Am Niederrhein tragen Kinder oft selbst gebastelte Fackeln statt Laternen, wie in Kempen. In vielen Städten gibt es neben dem großen Zug Dutzende kleinere in den Stadtteilen. In Düsseldorf findet laut Stadt in den zwei Wochen um den Martinstag fast jeden Abend irgendwo ein Zug statt.
Auch in Westfalen sind Martinszüge verbreitet, doch das Gebäck heißt hier Stutenkerl oder Piepenkerl. In Bocholt gehören die Runkelfackeln dazu, und gesungen wird neben den bekannten Liedern auch „Sünte Martins Vöggelken“, ein plattdeutsches Martinslied.
In den evangelisch geprägten Gegenden Norddeutschlands steht weniger der Bischof von Tours als Martin Luther im Mittelpunkt. Beim Martinisingen am 10. November ziehen Kinder mit Laternen von Tür zu Tür. Laternenumzüge gibt es auch hier, oft ohne Reiter, dafür mit Liedern wie „Laterne, Laterne“.
In Mitteldeutschland feiern evangelische und katholische Gemeinden Martini häufig gemeinsam, oft schon am 10. November, Luthers Geburtstag. Statt Weckmann gibt es Martinshörnchen, statt Laterne sagt man oft Lampion. Eine Besonderheit kennt Eisenach: Dort ziehen Kinder als „Märzemännchen“ verkleidet von Haus zu Haus und sagen gereimte Sprüche auf. Der Brauch geht auf Luthers Schulzeit in Eisenach zurück, als er als Kurrendesänger für sein Auskommen sang.
In Bayern und Österreich heißt der Tag oft einfach Martini. Laternenumzüge der Kitas gibt es auch hier, im Mittelpunkt steht aber oft das Essen: die Martinsgans mit Blaukraut und Knödeln. In überwiegend evangelischen Gegenden Frankens und Schwabens, etwa in Mittelfranken und im Donau-Ries, bringt der Pelzmärtel am Martinstag kleine Geschenke. Das Hefegebäck heißt in Bayern teils Krampus oder, im Westen, Klausenmann.
Auch im Südwesten ziehen Kitas, Schulen und Gemeinden mit Laternen durch die Straßen. Im Badischen und in der Pfalz bekommen Kinder einen Dambedei oder Hefekerl, im Süden auch kleine Hefegänse. An der Grenze zur Schweiz leuchten mancherorts noch Räbenlichter aus Rüben.

Die Gans hat mit dem alten Stichtag zu tun: Am 11. November wurden Abgaben fällig, oft in Naturalien und häufig in Form von Gänsen. Weil die Tiere im Herbst gemästet waren und mit dem Ende des Wirtschaftsjahres gefeiert wurde, kam die Gans auf den Festtisch. Schon 1546 zeigt eine Würzburger Bischofschronik Bürger beim festlichen Gansessen in der Martinsnacht. Die bekannte Legende, nach der Martin sich vor seiner Bischofsweihe in einem Gänsestall versteckte und von schnatternden Gänsen verraten wurde, ist dagegen erst seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Forscher halten sie für eine nachträgliche Erklärung des Brauchs.
Traditionell kommt die Gans mit Rotkohl und Klößen auf den Teller, in Bayern mit Blaukraut und Knödeln, in Thüringen mit Thüringer Klößen und Apfelrotkohl. In Erfurt hat sich das Martinsgansessen am 11. November nach Angaben der Tourismusinformation jahrhundertelang erhalten. Ein paar Tipps, wenn du essen gehen willst:
Für eine einfache Laterne brauchst du eine runde Käseschachtel, Transparentpapier, Kleber, ein Stück Draht und einen LED-Laternenstab. Nimm den Boden der Schachtel als Unterteil und schneide aus dem Deckel die Mitte heraus, sodass ein Ring bleibt. Dazwischen klebst du eine Röhre aus Transparentpapier. Bunte Schnipsel, Sterne oder eine Gans aus Tonpapier machen das Motiv. Zum Schluss zwei Löcher in den Ring stechen, Draht durchziehen und an den Stab hängen. Mit einer Stunde Bastelzeit bist du dabei.
Noch einfacher geht es mit zwei Papptellern: Mitte herausschneiden, Transparentpapier dahinter kleben, mit einem Pappstreifen verbinden. Für Kleinkinder ist eine leichte Laterne wichtiger als eine große, denn sie tragen sie eine Stunde oder länger.
Der 11. November ist 2026 ein Mittwoch und kein Feiertag, ein langes Wochenende gibt es also nicht. Trotzdem lassen sich die großen Termine gut verbinden, denn sie liegen zwischen dem 4. und dem 10. November und überwiegend am Rhein. Unser Vorschlag für eine Martinswoche:
Wer lieber nach Thüringen fährt, verbindet am 10. November einen Tag in Erfurt mit Krämerbrücke und Augustinerkloster mit dem Martinsfest auf dem Domplatz und isst am 11. November Martinsgans mit Thüringer Klößen.
Ein Tipp für alle, die solche Tage festhalten wollen: Aus deiner Martinswoche am Rhein wird ein Poster mit deiner Reiseroute.
Im Rheinland teilt sich der 11. November zwei Feste. Um 11:11 Uhr beginnt in Köln, Düsseldorf, Bonn und vielen anderen Städten die Karnevalssession. In Düsseldorf erwacht dann vor dem Rathaus der Hoppeditz, in Köln feiern Tausende in der Altstadt. Dass die Session am 11. November beginnt, ist erst im 20. Jahrhundert üblich geworden. Die Elf gilt im Karneval als Narrenzahl. Für Familien mit kleinen Kindern heißt das: Die Martinszüge in den Innenstädten finden fast alle vor dem 11. November statt, und das ist auch gut so. Am Martinstag selbst gehört die Altstadt den Jecken. Einen eigenen Karnevals-Artikel haben wir noch nicht, die Termine der großen Martinszüge stehen oben.
Am Mittwoch, 11. November 2026. Die meisten Martinszüge finden in den Tagen davor statt, die großen Züge 2026 zwischen dem 4. und dem 10. November.
Nein, in keinem Bundesland. Schulen, Kitas, Behörden und Geschäfte haben normal geöffnet.
Weil es so viele gibt. Oft teilen sich mehrere Züge einen Martinsdarsteller, ein Pferd oder eine Kapelle, deshalb werden sie über zwei Wochen verteilt. Manche Orte haben feste Tage, Düsseldorf und Kempen zum Beispiel den 10. November.
Eine offizielle Rangliste gibt es nicht. Große Züge mit Tausenden Kindern gibt es unter anderem in Kempen, Bocholt (laut Stadt bis zu 3.000 Kinder) und Düsseldorf-Bilk. In Bonn ist der Innenstadtzug nach Angaben der Pfarrei der größte der Stadt.
Bei öffentlichen Zügen wie in Köln am Dom, in der Düsseldorfer Altstadt oder in Bilk ja. Bei Kita- und Schulzügen oft nicht, und in Kempen laufen nur Kinder aus Kempener Kitas und Schulen mit. Zuschauen ist überall möglich.
Keiner, es ist dasselbe Gebäck: ein Hefeteigmann mit Rosinen und oft einer Tonpfeife. Im Rheinland heißt er Weckmann, in Westfalen und Norddeutschland Stutenkerl.
Luther wurde am 10. November 1483 geboren und am 11. November, dem Martinstag, getauft. Er bekam den Namen des Tagesheiligen. In evangelischen Gegenden wird deshalb am 10. November gefeiert, etwa beim Martinisingen in Ostfriesland oder beim ökumenischen Martinsfest in Erfurt.
Weil der 11. November früher der Tag war, an dem Abgaben fällig wurden, oft in Gänsen, und weil vor einer Fastenzeit noch einmal gefeiert wurde. Die Legende von den schnatternden Gänsen kam erst später dazu.
Die Martinszüge im Detail: Köln, Düsseldorf, Bonn und das Martinsfest in Erfurt. Und nach Sankt Martin geht es nahtlos weiter: Rund um den Martinstag öffnen die ersten Weihnachtsmärkte, alle Termine findest du in unserem Überblick Weihnachtsmärkte in Deutschland 2026.
Der erste Martinszug eures Kindes, die Stadt, in der ihr wohnt: Als Poster mit der Karte eures Ortes wird daraus ein Geschenk mit Erinnerung.
Stand: 18. Oktober 2026. Uhrzeit und Weg des Düsseldorfer Altstadtzugs sowie die Stadtteil-Listen für Köln und Düsseldorf tragen wir nach, sobald sie veröffentlicht sind.

Martinszug Münster 2026: St. Martin im Mühlenhof am 7. und 8. November um 15 und 17 Uhr, Züge in Nienberge und St. Mauritz am 13.11. Eintritt, Anreise, Tipps.
Martinszug Mönchengladbach 2026: großer Zug am Borussia-Park am 10. November, Start gegen 18 Uhr. Dazu Speick, Lürrip, Neuwerk, Bettrath. Zeiten, Tipps.
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