Kirchen & Klöster
Groß St. Martin
Köln, Nordrhein-Westfalen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 30–60 Min.
- Bei Regen
Kirchen & Klöster
Köln, Nordrhein-Westfalen

Audioguide
Station 9 von 15 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Die schönste Postkarte Kölns ist jünger, als sie aussieht.”
15 Stationen 90 Min. 2,8 km
Groß St. Martin in Köln ist eine der zwölf großen romanischen Kirchen der Stadt und prägt mit ihrem wuchtigen Vierungsturm seit Jahrhunderten die Rheinsilhouette der Altstadt. Die einstige Benediktinerabtei steht direkt am Fischmarkt zwischen bunten Giebelhäusern und überrascht im Inneren mit schlichter Romanik und römischen Mauerresten im Untergeschoss. Wer den Dom gesehen hat, sollte die nur wenige Gehminuten entfernte Kirche nicht auslassen – sie zeigt eine ganz andere, ältere Seite Kölns.
Der Ort ist älter als die Kirche. Im 1. Jahrhundert lag hier auf einer damaligen Rheininsel vermutlich ein römischer Sportplatz mit Wasserbecken, ab Mitte des 2. Jahrhunderts standen an seiner Stelle große Lagerhallen. Unter Erzbischof Brun entstand um 953–965 ein Stift, das 989 in ein Benediktinerkloster mit irisch-schottischen Mönchen umgewandelt wurde.
Nach einem Brand 1150 begann der Neubau, zuerst mit dem markanten Kleeblattchor. 1172 wurde die neue Kirche geweiht. Im Lauf der Jahrhunderte beschädigten Feuer und Sturm mehrfach den Turm. 1802 wurde die Abtei im Zuge der Säkularisation aufgelöst, die Kirche diente danach als Pfarrkirche.
Im Zweiten Weltkrieg brannten Turm und Dächer aus, weitere Angriffe zerstörten große Teile des Baus. Der Wiederaufbau zog sich über Jahrzehnte – erst am 13. Januar 1985 konnte die Kirche wieder eröffnet werden. Seit 2009 leben und beten hier die Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem, deren Brüder und Schwestern die Stundengebete öffentlich in der Kirche feiern.
Stand: Oktober 2026 laut Seite der katholischen Kirche in Köln:
Während Gottesdiensten und Gebetszeiten ist keine Besichtigung möglich. Die Unterkirche kannst du werktags außerhalb der Gebetszeiten bis 17 Uhr und sonntagnachmittags bis 18 Uhr besuchen. Der Eintritt in die Kirche ist frei; ob für die Ausgrabungen ein kleiner Beitrag fällig ist, erfährst du vor Ort. Termine für Kirchenführungen veröffentlicht die Gemeinde auf katholisch-in-koeln.de.
Plane etwa 30 bis 60 Minuten ein. Ein schöner Moment ist die Vesper am frühen Abend, wenn der Gesang der Gemeinschaft durch den Raum klingt – dann aber bitte als Mitfeiernder, nicht als Besucher mit Kamera.
Vom Kölner Hauptbahnhof läufst du in rund zehn Minuten am Dom vorbei durch die Altstadt. Die nächste Stadtbahn-Haltestelle ist Heumarkt (Linien 1, 7 und 9). Mit dem Auto ist die Altstadt mühsam: Die Tiefgarage Groß St. Martin war nach Berichten vom Sommer 2026 wegen baulicher Untersuchungen bis auf Weiteres geschlossen, weiche auf die Parkhäuser am Dom oder Heumarkt aus.
Dienstag bis Donnerstag 13–17.25 Uhr, Freitag und Samstag 10–12.30 und 13–17.25 Uhr, Sonntag 13–18 Uhr, montags geschlossen; während Gottesdiensten und Gebetszeiten keine Besichtigung.
Eintritt in die Kirche frei; Unterkirche mit römischen Ausgrabungen werktags bis 17 Uhr, sonntags bis 18 Uhr zugänglich.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026