Bauwerke & Wahrzeichen
Krämerbrücke
Erfurt, Thüringen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 45–120 Min.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Bauwerke & Wahrzeichen
Erfurt, Thüringen
Die Krämerbrücke in Erfurt ist das bekannteste Wahrzeichen der Thüringer Landeshauptstadt und gilt als längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Auf der mittelalterlichen Steinbrücke über die Gera stehen dicht an dicht Fachwerkhäuser mit kleinen Läden für Kunsthandwerk, Thüringer Spezialitäten und Antiquitäten. Wer durch Erfurts Altstadt bummelt, kommt an diesem einzigartigen Bauwerk nicht vorbei – und sollte sich Zeit nehmen, auch einen Blick von unten zu werfen.
Die Brücke lag an der Via Regia, einer der wichtigsten Handelsstraßen des mittelalterlichen Europas. Urkundlich erwähnt wird sie erstmals 1117, damals noch als Holzkonstruktion. Nach mehreren Bränden begann man 1293 mit einem Neubau aus Stein, der 1325 fertig war. Nach dem großen Stadtbrand von 1472 entstand die Bebauung in ihrer heutigen Form: 1486 standen hier 62 schmale Häuser. Später wurden viele zusammengelegt, heute sind es 32 Häuser, die noch immer bewohnt sind.
An beiden Enden standen einst Brückenkopfkirchen. Die Benediktikirche im Westen wurde abgerissen, die Ägidienkirche im Osten ist erhalten – sie wurde schon 1110 als Brückenkapelle erwähnt.
Wie lang die Brücke ist, hängt davon ab, wie man misst: Das eigentliche Gewölbebauwerk misst rund 79 Meter, die bebaute Gasse wird von Erfurt Tourismus mit etwa 120 Metern angegeben.
Die Krämerbrücke ist rund um die Uhr frei zugänglich, die Läden haben individuelle Öffnungszeiten. Plane für einen gemütlichen Bummel mit Turmbesteigung etwa eine Stunde ein. Besonders voll wird es am dritten Juniwochenende, wenn das traditionelle Krämerbrückenfest gefeiert wird. Ruhiger ist es am frühen Morgen und abends, wenn die Läden geschlossen haben. Erfurt Tourismus bietet Altstadtführungen an, bei denen die Brücke fester Bestandteil ist.
Vom Benediktsplatz aus geht es kurz, aber steil bergauf, und die Gasse ist mit Kopfsteinpflaster belegt – mit Handrollstuhl brauchst du womöglich Hilfe. Eine Umgehung über die Gotthardstraße mit Rampe führt zum Wenigemarkt. Kinder finden die Häuser auf der Brücke spannend, und am Ufer gibt es Sitzplätze und einen Spielbereich.
Nur wenige Gehminuten entfernt liegen der Domplatz mit Dom St. Marien und Severikirche, das Rathaus am Fischmarkt sowie die Alte Synagoge, eine der ältesten erhaltenen Synagogen Europas.
Brücke jederzeit frei zugänglich; Läden mit individuellen Öffnungszeiten, Turm der Ägidienkirche Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr.
Eintritt frei.
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Geprüft: Oktober 2026