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Highlights

  • Torgebäude mit „Jedem das Seine“
  • Ehemaliges Häftlingslager
  • Ausstellung „Ausgrenzung und Gewalt“
  • Mahnmalsanlage mit Glockenturm
  • Arrestzellen und Krematorium

Über diesen Ort

Die Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar erinnert an eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Zwischen 1937 und 1945 waren hier rund 277.800 Menschen aus etwa 50 Ländern inhaftiert, etwa 56.000 von ihnen kamen ums Leben. Heute kannst du das ehemalige Lagergelände, Ausstellungen und die Mahnmalsanlage besuchen. Der Besuch ist kostenlos, aber er fordert Zeit und Aufmerksamkeit – und er gehört zu den eindrücklichsten Orten deutscher Geschichte.

Geschichte des Ortes

Im Juli 1937 begann die SS mit dem Bau des Lagers auf dem Ettersberg, nur wenige Kilometer von Weimar entfernt – der Stadt der Klassik, von Goethe und Schiller. Am 15. Juli 1937 traf der erste Häftlingstransport ein. In den folgenden acht Jahren wurden hier politische Gegner, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Menschen aus ganz Europa gefangen gehalten. Viele starben an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, medizinischen Versuchen oder wurden ermordet. Unter den Toten waren etwa 15.000 sowjetische Bürger, 7.000 Polen, 6.000 Ungarn und 3.000 Franzosen.

Am 11. April 1945 übernahmen Häftlinge beim Herannahen der US-Armee die Kontrolle über das Lager. Die Uhr am Torgebäude steht bis heute auf 15:15 Uhr, der Zeit der Befreiung.

Die Geschichte endete damit nicht: Von August 1945 bis Februar 1950 nutzte die sowjetische Besatzungsmacht das Gelände als Speziallager Nr. 2. Rund 28.000 Menschen wurden hier interniert, etwa 7.000 starben. Am 14. September 1958 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eingeweiht.

Was du auf dem Gelände siehst

  • Torgebäude mit der Inschrift „Jedem das Seine“: Die Schrift am Eisentor ist nach innen gerichtet – sie sollte von den Häftlingen gelesen werden. Gestaltet hat die Typografie der Häftling und Bauhaus-Künstler Franz Ehrlich.
  • Häftlingslager: Die meisten Baracken existieren nicht mehr; ihre Standorte sind heute durch Schotterflächen markiert. Die Weite des leeren Geländes wirkt gerade dadurch sehr eindringlich.
  • Arrestzellen und Krematorium: Orte, an denen besonders deutlich wird, was hier geschah.
  • Ausstellungen: Insgesamt gibt es vier Dauerausstellungen. Die Hauptausstellung „Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“ ordnet die Geschichte des Lagers in die NS-Gesellschaft ein.
  • Mahnmalsanlage am Südhang: Das Ensemble mit Glockenturm und der Figurengruppe von Fritz Cremer liegt etwas abseits des Lagers. Plane dafür etwa eine Stunde ein.

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Stand: Oktober 2026:

  • April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10–18 Uhr
  • November bis März: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10–16 Uhr
  • Montags sind die Ausstellungen geschlossen; das historische Gelände kannst du täglich bis zur Dämmerung besuchen.

Der Eintritt ist frei. Für die Hauptausstellung brauchst du ein kostenloses Zeitfenster-Ticket, das du online reservierst. Ohne Reservierung kommst du nur hinein, wenn Plätze frei sind.

Öffentliche Rundgänge über das Außengelände starten Dienstag bis Sonntag zwischen 10:30 und 14:30 Uhr stündlich an der Besucherinformation und kosten 10 €, ermäßigt 5 € (mit der weimar card kostenlos). Führungen gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch; das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Alternativ leihst du einen Multimedia-Guide für 5 € oder lädst die kostenlose App „Buchenwald“ herunter.

Gut zu wissen, wenn du mit Gästen aus dem Ausland kommst: Den Audioguide gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch und in Deutscher Gebärdensprache, den gedruckten Wegweiser sogar in elf Sprachen. Der Einführungsfilm läuft mit englischen Untertiteln. In der Besucherinformation, wo auch die Rundgänge beginnen, findest du außerdem eine Buchhandlung mit Literatur zur Geschichte des Lagers – eine gute Möglichkeit, das Gesehene zu Hause zu vertiefen. Gruppen und Schulklassen melden ihre Führung vorab über das Anfrageformular an.

Besuch planen

Plane mindestens drei Stunden ein: Für den Rundgang durch den SS-Bereich und das Häftlingslager brauchst du rund zwei Stunden, der Einführungsfilm dauert 30 Minuten. Zieh feste Schuhe und warme Kleidung an – auf dem Ettersberg ist es oft windig und kühler als in Weimar.

Die Gedenkstätte empfiehlt, Museum, Arrestzellen und Krematorium nicht mit Kindern unter 12 Jahren zu besuchen. Fahrradfahren ist auf dem Gelände nicht erlaubt. Hunde dürfen nicht auf das Gelände des ehemaligen Häftlingslagers und den Friedhof, außerhalb dieses Bereichs sind sie angeleint erlaubt; Assistenzhunde sind ausgenommen. Besucherinformation, Ausstellungsgebäude und Café sind barrierefrei, die Wege auf dem Gelände barrierearm.

Anfahrt und Parken

Mit dem Bus: Die Linie 6 fährt vom Goetheplatz und vom Hauptbahnhof Weimar mehrmals täglich in etwa 20 Minuten nach Buchenwald, am Wochenende zusätzlich die Linie 4.

Mit dem Auto: Über die A4, Ausfahrt Nohra, sind es etwa 18 Kilometer. Am Besucherparkplatz gibt es viele kostenlose Parkplätze. Dort liegt auch das Café Paul, das allerdings nur eingeschränkt geöffnet hat – nimm dir am besten etwas zu essen mit.

Kontakt: Besucherservice, Telefon +49 3643 430200, information@buchenwald.de.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–18:00
Donnerstag
10:00–18:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

Ausstellungen April bis Oktober Dienstag bis Sonntag und feiertags 10–18 Uhr, November bis März 10–16 Uhr, montags geschlossen; historisches Gelände täglich bis zur Dämmerung zugänglich.

Tickets

Eintritt frei; Hauptausstellung mit kostenlosem Zeitfenster-Ticket (Online-Reservierung); öffentliche Rundgänge 10 €, ermäßigt 5 €; Multimedia-Guide 5 €.

Adresse & Anfahrt

Gedenkstätte Buchenwald, 99427 Weimar

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Quellen und weiterführende Lektüre

Geprüft: Oktober 2026

Verifiziert10. Oktober 2026

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