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Highlights

  • Willigis-Türen
  • Grabdenkmäler der Erzbischöfe
  • Westchor mit Chorgestühl
  • Kreuzgang und Dommuseum
  • Gotthardkapelle

Über diesen Ort

Der Mainzer Dom ist eine der großen Sehenswürdigkeiten am Rhein: Der Hohe Dom St. Martin mitten in der Mainzer Altstadt zählt zusammen mit Speyer und Worms zu den drei rheinischen Kaiserdomen. Der rote Sandsteinbau mit seinen sechs Türmen ist über tausend Jahre gewachsen und vereint Romanik, Gotik und Barock unter einem Dach. Wer Mainz besucht, kommt an ihm kaum vorbei – und das ist gut so, denn Innenraum, Grabdenkmäler und Kreuzgang lohnen sich auch für Menschen, die sonst wenig mit Kirchen anfangen können.

Geschichte: tausend Jahre Baugeschichte

Den Anstoß gab Erzbischof Willigis, der ab 975 im Amt war und einen neuen, monumentalen Dom errichten ließ. Der genaue Baubeginn ist nicht gesichert. Bekannt ist dagegen das dramatische Ende des ersten Baus: 1009 brannte der Dom ausgerechnet am Tag seiner Weihe ab – vermutlich hatte die festliche Fackelbeleuchtung das Feuer ausgelöst. Erzbischof Bardo vollendete den Neubau, der am 10. November 1036 in Anwesenheit von Kaiser Konrad II. geweiht wurde.

Nach einem weiteren Brand im Jahr 1081 ließ Kaiser Heinrich IV. ab etwa 1100 den Ostchor im lombardischen Stil erneuern. Um 1190 bis 1200 wurde das Mittelschiff eingewölbt, zwischen 1200 und 1239 entstand der spätromanische Westbau. Die Weihe am 4. Juli 1239 wird bis heute als Weihefest des Doms gefeiert. Ab 1279 kamen gotische Seitenkapellen hinzu, im 15. Jahrhundert der Kreuzgang.

Nach einem Blitzschlag 1767 erhielt der Westturm einen steinernen Helm nach Plänen von Franz Ignaz Michael Neumann – die markante Silhouette, die du heute von der Rheinseite aus siehst. Die Belagerung von 1793 und die spätere Nutzung als Militärlager setzten dem Bau schwer zu, ebenso die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Seit 2001 wird der Dom umfassend saniert.

Im Dom wurden mehrere Könige und Gegenkönige gekrönt, darunter Rudolf von Rheinfelden (1077) und Friedrich II. (1212).

Was du im Dom sehen solltest

Der Dom ist ein doppelchöriger Bau: Ost- und Westchor liegen sich gegenüber, das Kirchenschiff dazwischen ist 53 Meter lang und 28 Meter hoch. Außen misst der gesamte Bau rund 116 Meter, der Westturm ragt mit dem Wetterhahn – in Mainz liebevoll „Domsgickel“ genannt – 83,5 Meter auf.

  • Willigis-Türen: Die Bronzetüren im Marktportal gehören zu den frühesten gegossenen Metalltüren nördlich der Alpen.
  • Grabdenkmäler: Der Dom besitzt eine der größten Sammlungen von Bischofs- und Prälatengrabmälern im alten Reich. Das älteste erinnert an Siegfried III. von Eppstein (gestorben 1249), das größte, für Dompropst Heinrich Ferdinand von der Leyen, ist über acht Meter hoch.
  • Westchor: Das barocke Chorgestühl von Franz Anton Hermann entstand 1760 bis 1765.
  • Taufbecken: Das Zinntaufbecken von 1328 stammt aus der abgerissenen Liebfrauenkirche.
  • Kreuzgang: Der gotische Kreuzgang wurde um 1400 bis 1410 gebaut und nach schweren Kriegsschäden bis 1969 restauriert. Im Obergeschoss liegt das Dom- und Diözesanmuseum.
  • Gotthardkapelle: Die romanische Doppelkapelle aus der Zeit vor 1137 ist täglich zum Gebet geöffnet und nur vom Markt aus zugänglich.

Musikfans aufgepasst: Die neue Domorgel wächst schrittweise. Die Ostchor-Orgel mit 93 Registern wurde 2022 eingeweiht, insgesamt sind über 200 Register geplant. Ein Domkonzert ist eine schöne Gelegenheit, den Raum anders zu erleben.

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Stand: Oktober 2026. Der Dom ist laut Bistum Mainz werktags in der Regel von 9 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich. Der Eintritt in den Dom ist frei.

  • Dominformation am Markt 10: Hier bekommst du Führungshefte in mehreren Sprachen, einen Hörführer und Konzertkarten. Geöffnet Montag 10–14:30 Uhr, Dienstag bis Freitag 10–17 Uhr, Samstag 10–15 Uhr.
  • Öffentliche Domführungen gibt es derzeit am letzten Samstag im Monat; Anmeldung über das Dommuseum.
  • Dom- und Diözesanmuseum (Eingang über den Kreuzgang, Domstraße 3): Dienstag bis Freitag 10–17 Uhr, Samstag und Sonntag 11–18 Uhr, montags und an kirchlichen Feiertagen geschlossen. Eintritt 5 €, ermäßigt 3 €, Familienkarte 10 €; Kinder bis acht Jahre frei.

Besichtigung, Zeitplanung und Barrierefreiheit

Für einen Rundgang durch Dom und Gotthardkapelle reichen 45 bis 60 Minuten. Mit Kreuzgang und Dommuseum solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Am ruhigsten ist es werktags am Vormittag. Samstags lohnt sich der Wochenmarkt rund um den Dom – dann ist der Domplatz voller Stände, und der Blick auf den Ostchor mit dem Marktbrunnen gehört zu den schönsten Motiven der Stadt. In der Adventszeit steht der Weihnachtsmarkt direkt vor dem Dom.

Barrierefreiheit und Kinder: Der Haupteingang am Markt und der Eingang an der Domstraße sind stufenlos, an der Domstraße gibt es eine rollstuhlgerechte Toilette. Querhaus, Gotthardkapelle und die tiefer liegenden Kapellen sind dagegen kaum oder gar nicht mit dem Rollstuhl erreichbar. Für Hörgeschädigte ist im vorderen Bereich des Mittelschiffs eine Induktionsschleife installiert. Kindern machen die riesigen Grabmäler, die Türme und der Wochenmarkt Spaß; das Dommuseum bietet eigene Kinderführungen an.

Anfahrt und Parken

Vom Mainzer Hauptbahnhof gehst du etwa 1,5 Kilometer durch die Innenstadt zum Dom. Die nächste Bushaltestelle ist Höfchen/Listmann (Linien 55 bis 57 und 62 bis 65). Vom Frankfurter Flughafen fährt die S-Bahn direkt nach Mainz.

Mit dem Auto parkst du am besten in einem der Parkhäuser in Domnähe: Am Brand, Rathaus oder Malakoff-Park. Einige wenige Stellplätze gibt es außerdem in der Grebenstraße. Die Altstadt selbst erkundest du ohnehin besser zu Fuß.

In der Nähe

  • Gutenberg-Museum: Die Interimsausstellung „Gutenberg-Museum MOVED“ mit zwei originalen Gutenberg-Bibeln liegt nur wenige Gehminuten entfernt in der Reichklarastraße.
  • Augustinerstraße und Kirschgarten: Fachwerkhäuser, Weinstuben und kleine Läden direkt südlich des Doms.
  • St. Stephan: Die gotische Kirche mit den Chagall-Fenstern liegt oberhalb der Altstadt.
  • Rheinufer: Zum Fluss sind es nur wenige Minuten – ideal für einen Spaziergang nach der Besichtigung.

Weihnachtsmarkt 2026

Der Mainzer Weihnachtsmarkt auf den Domplätzen läuft vom 26. November bis 23. Dezember 2026. Die Stadt nennt sonntags bis donnerstags 11 bis 20:30 Uhr, freitags und samstags 11 bis 21 Uhr; am 23. Dezember schließt der Markt um 19 Uhr. Weitere Details zum Programm will die Stadt im Herbst veröffentlichen. Mehr dazu in unserem Guide Weihnachtsmarkt Mainz 2026.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–17:00
Dienstag
9:00–17:00
Mittwoch
9:00–17:00
Donnerstag
9:00–17:00
Freitag
9:00–17:00
Samstag
9:00–17:00
Sonntag
13:00–17:00

Werktags in der Regel 9–17 Uhr, sonn- und feiertags 13–17 Uhr; während der Gottesdienste keine Besichtigung.

Tickets

Eintritt in den Dom frei; Dom- und Diözesanmuseum 5 €, ermäßigt 3 €, Familienkarte 10 €.

Adresse & Anfahrt

Markt 10, 55116 Mainz

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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