Kirchen & Klöster
Mainzer Dom (Hoher Dom St. Martin)
Mainz, Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 45–180 Min.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Kirchen & Klöster
Mainz, Rheinland-Pfalz
Der Mainzer Dom ist eine der großen Sehenswürdigkeiten am Rhein: Der Hohe Dom St. Martin mitten in der Mainzer Altstadt zählt zusammen mit Speyer und Worms zu den drei rheinischen Kaiserdomen. Der rote Sandsteinbau mit seinen sechs Türmen ist über tausend Jahre gewachsen und vereint Romanik, Gotik und Barock unter einem Dach. Wer Mainz besucht, kommt an ihm kaum vorbei – und das ist gut so, denn Innenraum, Grabdenkmäler und Kreuzgang lohnen sich auch für Menschen, die sonst wenig mit Kirchen anfangen können.
Den Anstoß gab Erzbischof Willigis, der ab 975 im Amt war und einen neuen, monumentalen Dom errichten ließ. Der genaue Baubeginn ist nicht gesichert. Bekannt ist dagegen das dramatische Ende des ersten Baus: 1009 brannte der Dom ausgerechnet am Tag seiner Weihe ab – vermutlich hatte die festliche Fackelbeleuchtung das Feuer ausgelöst. Erzbischof Bardo vollendete den Neubau, der am 10. November 1036 in Anwesenheit von Kaiser Konrad II. geweiht wurde.
Nach einem weiteren Brand im Jahr 1081 ließ Kaiser Heinrich IV. ab etwa 1100 den Ostchor im lombardischen Stil erneuern. Um 1190 bis 1200 wurde das Mittelschiff eingewölbt, zwischen 1200 und 1239 entstand der spätromanische Westbau. Die Weihe am 4. Juli 1239 wird bis heute als Weihefest des Doms gefeiert. Ab 1279 kamen gotische Seitenkapellen hinzu, im 15. Jahrhundert der Kreuzgang.
Nach einem Blitzschlag 1767 erhielt der Westturm einen steinernen Helm nach Plänen von Franz Ignaz Michael Neumann – die markante Silhouette, die du heute von der Rheinseite aus siehst. Die Belagerung von 1793 und die spätere Nutzung als Militärlager setzten dem Bau schwer zu, ebenso die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Seit 2001 wird der Dom umfassend saniert.
Im Dom wurden mehrere Könige und Gegenkönige gekrönt, darunter Rudolf von Rheinfelden (1077) und Friedrich II. (1212).
Der Dom ist ein doppelchöriger Bau: Ost- und Westchor liegen sich gegenüber, das Kirchenschiff dazwischen ist 53 Meter lang und 28 Meter hoch. Außen misst der gesamte Bau rund 116 Meter, der Westturm ragt mit dem Wetterhahn – in Mainz liebevoll „Domsgickel“ genannt – 83,5 Meter auf.
Musikfans aufgepasst: Die neue Domorgel wächst schrittweise. Die Ostchor-Orgel mit 93 Registern wurde 2022 eingeweiht, insgesamt sind über 200 Register geplant. Ein Domkonzert ist eine schöne Gelegenheit, den Raum anders zu erleben.
Stand: Oktober 2026. Der Dom ist laut Bistum Mainz werktags in der Regel von 9 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich. Der Eintritt in den Dom ist frei.
Für einen Rundgang durch Dom und Gotthardkapelle reichen 45 bis 60 Minuten. Mit Kreuzgang und Dommuseum solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Am ruhigsten ist es werktags am Vormittag. Samstags lohnt sich der Wochenmarkt rund um den Dom – dann ist der Domplatz voller Stände, und der Blick auf den Ostchor mit dem Marktbrunnen gehört zu den schönsten Motiven der Stadt. In der Adventszeit steht der Weihnachtsmarkt direkt vor dem Dom.
Barrierefreiheit und Kinder: Der Haupteingang am Markt und der Eingang an der Domstraße sind stufenlos, an der Domstraße gibt es eine rollstuhlgerechte Toilette. Querhaus, Gotthardkapelle und die tiefer liegenden Kapellen sind dagegen kaum oder gar nicht mit dem Rollstuhl erreichbar. Für Hörgeschädigte ist im vorderen Bereich des Mittelschiffs eine Induktionsschleife installiert. Kindern machen die riesigen Grabmäler, die Türme und der Wochenmarkt Spaß; das Dommuseum bietet eigene Kinderführungen an.
Vom Mainzer Hauptbahnhof gehst du etwa 1,5 Kilometer durch die Innenstadt zum Dom. Die nächste Bushaltestelle ist Höfchen/Listmann (Linien 55 bis 57 und 62 bis 65). Vom Frankfurter Flughafen fährt die S-Bahn direkt nach Mainz.
Mit dem Auto parkst du am besten in einem der Parkhäuser in Domnähe: Am Brand, Rathaus oder Malakoff-Park. Einige wenige Stellplätze gibt es außerdem in der Grebenstraße. Die Altstadt selbst erkundest du ohnehin besser zu Fuß.
Der Mainzer Weihnachtsmarkt auf den Domplätzen läuft vom 26. November bis 23. Dezember 2026. Die Stadt nennt sonntags bis donnerstags 11 bis 20:30 Uhr, freitags und samstags 11 bis 21 Uhr; am 23. Dezember schließt der Markt um 19 Uhr. Weitere Details zum Programm will die Stadt im Herbst veröffentlichen. Mehr dazu in unserem Guide Weihnachtsmarkt Mainz 2026.
Werktags in der Regel 9–17 Uhr, sonn- und feiertags 13–17 Uhr; während der Gottesdienste keine Besichtigung.
Eintritt in den Dom frei; Dom- und Diözesanmuseum 5 €, ermäßigt 3 €, Familienkarte 10 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Mainzer Dom (Hoher Dom St. Martin).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026