Denkmäler & Monumente
Niederwalddenkmal
Rüdesheim am Rhein, Hessen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1–2 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Denkmäler & Monumente
Rüdesheim am Rhein, Hessen
Das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim am Rhein gehört zu den bekanntesten Nationaldenkmälern Deutschlands und thront mit der Figur der Germania hoch über den Weinbergen des Rheingaus. Errichtet wurde es zur Erinnerung an die Gründung des Deutschen Kaiserreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Der Eintritt ist frei, und von der Terrasse aus hast du einen der schönsten Ausblicke am Rhein – auf Rüdesheim, Bingen und das Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Den Grundstein legte Kaiser Wilhelm I. am 16. September 1877, eingeweiht wurde das Denkmal am 28. September 1883. Entworfen hat es der Dresdner Bildhauer Johannes Schilling, die Architektur mit Sockel und Terrassen plante Karl Weißbach. Das Monument erinnert an den Zusammenschluss der deutschen Einzelstaaten zum Kaiserreich – und ist damit ein Stein und Bronze gewordenes Zeugnis des Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert, das heute durchaus kritisch betrachtet wird.
Die Einweihung verlief dramatisch: Eine Gruppe von Anarchisten um August Reinsdorf plante ein Sprengstoffattentat auf den Kaiser, das jedoch scheiterte. Zwischen 2011 und 2012 wurden Skulpturen, Reliefs und der Sandsteinsockel umfassend restauriert.
Schon kurz nach der Einweihung wurde der Niederwald zum Ausflugsziel. Ab 1885 brachte eine eigene Bergbahn, die Niederwaldbahn, Besucher hinauf; sie wurde 1944 bei einem Luftangriff teilweise zerstört und später abgebaut. Seit 1954 übernimmt die Seilbahn Rüdesheim diese Aufgabe. Am Sockel liest du eine Widmungsinschrift an die „einmüthige siegreiche Erhebung des deutschen Volkes“ und das Datum des Frankfurter Friedens vom 10. Mai 1871, mit dem der Krieg endete.
Lohnenswert ist auch ein Spaziergang durch den angrenzenden Osteinschen Park, einen Landschaftspark des 18. Jahrhunderts mit Aussichtspunkten wie dem Niederwaldtempel.
Stand: Oktober 2026:
Wichtig für 2026: Der Sessellift in Assmannshausen ist laut Betreiber defekt. Die beliebte Ringtour Rüdesheim–Niederwald–Assmannshausen mit Rückfahrt per Schiff ist deshalb in diesem Jahr nicht möglich.
Am bequemsten ist die Fahrt mit der Seilbahn aus der Rüdesheimer Altstadt: Die offenen Kabinen schweben über die Weinberge direkt bis zum Denkmal. Wer gut zu Fuß ist, steigt auf Wegen durch die Weinberge hinauf und fährt danach mit der Seilbahn hinunter.
Mit dem Auto erreichst du den Parkplatz am Niederwald nahe Denkmal, Tempel und Bergstation. Laut Stadt Rüdesheim kostet er pro Tag 4 € für Autos, 8 € für Busse und Wohnmobile; Motorräder parken kostenlos. Rüdesheim hat einen Bahnhof an der rechten Rheinstrecke mit Verbindungen nach Wiesbaden und Frankfurt; die Regionalzüge sind mit dem Deutschlandticket nutzbar. Mit der Fähre kommst du außerdem aus Bingen herüber.
Für Wanderer ist der Niederwald ein idealer Ausgangspunkt: Durch den Osteinschen Park führen Wege zu weiteren Aussichtspunkten, und der Fernwanderweg Rheinsteig verläuft durch den Niederwald oberhalb von Rüdesheim. Plane für Denkmal, Park und Seilbahnfahrt insgesamt ein bis zwei Stunden ein, mit Wanderung entsprechend mehr. Feste Schuhe sind sinnvoll, wenn du die Wege durch die Weinberge nimmst, denn sie sind stellenweise steil.
Denkmal und Osteinscher Park ganzjährig und ganztägig frei zugänglich; Seilbahn Rüdesheim 21. März bis 1. November 2026 täglich ab 9.30 Uhr, 19. November bis 23. Dezember täglich 11–18 Uhr.
Eintritt frei; Seilbahn Rüdesheim Berg- und Talfahrt Erwachsene 12 €, Kinder 5–15 Jahre 6 €, einfache Fahrt 7,50 €/3,50 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026