Burgen
Burg Rheinstein
Trechtingshausen, Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- 1,5–2,5 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
- Mit Hund
Burgen
Trechtingshausen, Rheinland-Pfalz
Burg Rheinstein bei Trechtingshausen sitzt auf einem rund 90 Meter hohen Felssporn direkt über dem Rhein, wenige Kilometer unterhalb von Bingen. Sie war die erste der verfallenen Rheinburgen, die in der Romantik wieder aufgebaut wurde, und gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Mit ihren Zinnen, der neugotischen Kapelle und dem Blick auf Assmannshausen ist sie eines der schönsten Fotomotive am Mittelrhein und lohnt sich als Ausflug mit Wanderung oder Schiffsfahrt.
Die Burg entstand um 1300 unter dem Mainzer Erzbischof Gerhard II. von Eppstein. Sie sollte die benachbarte Burg Reichenstein überwachen, deren Wiederaufbau damals verboten war. Die ältesten Bauhölzer der Südmauer sind dendrochronologisch auf 1316/17 datiert. Ab dem späten 16. Jahrhundert verfiel die Anlage, war aber im Pfälzischen Erbfolgekrieg schon so ruinös, dass die Franzosen auf eine Sprengung verzichteten.
1823 kaufte Prinz Friedrich von Preußen die Ruine. Nach Ideen Karl Friedrich Schinkels wurde sie ab 1825 im Stil der Rheinromantik wiederaufgebaut und erhielt 1829 den Namen Rheinstein. Später kamen die neugotische Kapelle mit der Gruft der Prinzenfamilie und das Schweizerhaus hinzu. Zu den Gästen zählten Queen Victoria und die russische Zarin Alexandra Feodorowna.
1975 kaufte der Opernsänger Hermann Hecher die stark heruntergekommene Burg und setzte sie über Jahrzehnte mit Förderverein und Denkmalpflege instand. Bis heute ist Rheinstein in Privatbesitz der Familie.
Plane für die Besichtigung etwa eineinhalb bis zwei Stunden ein, plus Zeit für den Aufstieg und eine Pause im Burgrestaurant. Das Restaurant ist nur für Besucher mit Ticket geöffnet und dienstags geschlossen.
Stand: Oktober 2026, laut Burg Rheinstein:
Der Eintritt kostet 11 € für Erwachsene und 7 € für Kinder von 5 bis 14 Jahren. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 30 €. Mit dem Kombiticket für Burg Sooneck sparst du 20 Prozent.
Mit dem Auto erreichst du die Burg über die B9 zwischen Bingen und Trechtingshausen. An der Bundesstraße liegen zwei Burgparkplätze, von dort geht es rund 380 Meter steil bergauf, rechne mit 6 bis 10 Minuten.
Ohne Auto bist du vom Bahnhof Trechtingshausen etwa 30 Minuten zu Fuß unterwegs, vom Bahnhof Bingen (Rhein) Hbf in Bingerbrück etwa eine Stunde. Besonders schön ist die Anreise per Schiff: Direkt unter der Burg gibt es Anleger der Rheinschifffahrt, etwa ab Bingen oder Rüdesheim.
Für Kinder sind Türme, Wehrgänge und die Weihnachtsburg im Advent ein Erlebnis. Hunde dürfen angeleint mit in die Burg und ins Restaurant. Barrierefrei ist die Anlage nicht: Der Weg ist steil, und Kinderwagen bleiben am Eingang.
Zeiten gültig bis 8. November 2026
21. März bis 8. November 2026 täglich 10–18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr), Weihnachtsburg 21. November bis 20. Dezember Sa/So 12–18 Uhr sowie Do/Fr 11–16 Uhr; sonst bis Mitte März geschlossen.
Erwachsene 11 €, Kinder 5–14 Jahre 7 €, Familienkarte (2+2) 30 €; Kombiticket mit Burg Sooneck 20 % günstiger.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026