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Highlights

  • Historischer Vogelsaal, ab 1794 eingerichtet, Stand von etwa 1810
  • Über tausend Vogelpräparate in originalen Vitrinen
  • Eines von weltweit etwa 24 vollständigen Quagga-Präparaten
  • Würzburger Lügensteine, berühmte Fossilfälschungen des 18. Jahrhunderts
  • Neuer Sauriersaal und Fossilien aus Wattendorf, 154 Millionen Jahre alt

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Bamberg: Bischöfe, Bürger und Rauchbier

Audio-Spaziergang durch Bamberg — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören

13 Stationen 90 Min. 3,7 km

Über diesen Ort

Wer den Vogelsaal betritt, steht in einem Raum, der seit gut 200 Jahren fast unverändert ist: weiß-blaue Vitrinen auf zwei Ebenen, eine Galerie rundherum und darin über tausend farbige Vogelpräparate. Das Naturkunde-Museum Bamberg in der Inselstadt besitzt damit eines der ältesten und schönsten Naturalienkabinette weltweit, ein echtes „Museum im Museum“. Daneben warten Saurier, Minerale, ein ausgestorbenes Steppenzebra und ein paar berühmte Fälschungen.

Geschichte: ein Kabinett für die Universität

Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal richtete 1791 ein Naturalienkabinett ein. Es sollte Biologie und Geologie des Hochstifts Bamberg erfassen und diente Professoren und Studenten der Universität im ehemaligen Jesuitenkolleg, wo das Museum bis heute untergebracht ist. Nach der Aufhebung der Universität 1803 übernahm der Naturforscher Dionysius Linder die Sammlung und baute sie aus, später kamen Objekte von Reisen des Sammlers Julius von Minutoli hinzu. Heute betreuen die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns das Haus, Eigentümerin ist die Lyzeumstiftung Bamberg.

Was du sehen solltest

  • Vogelsaal: Ab 1794 eingerichtet und etwa im Zustand von 1810 am Originalstandort erhalten. Warum er nie modernisiert wurde, ist ungeklärt, bei der Sanierung 2006–2010 erhielt er seine ursprünglichen Farben zurück, außen gedecktes Weiß, innen Bergblau. Unten stehen europäische und exotische Vögel, auf der Galerie Insekten, Fische, Reptilien, Säugetiere und Pflanzen.
  • Wachsfrüchte: Rund 200 Wachsmodelle von Äpfeln, Birnen und Kirschen aus der Zeit um 1800, die meisten Sorten werden heute nicht mehr angebaut.
  • Quagga: Das Museum besitzt eines von weltweit nur etwa 24 vollständigen Präparaten dieses ausgestorbenen afrikanischen Steppenzebras.
  • Würzburger Lügensteine: Weltberühmte Fossilfälschungen vom Beginn des 18. Jahrhunderts, einige davon sind im Vogelsaal ausgestellt.
  • Sauriersaal und Wattendorf-Fossilien: Der neue Saal führt in die Inselwelt des jurassischen Europas, mit Flugsaurier und Zwerglanghals. Aus dem Steinbruch Wattendorf stammen außergewöhnlich gut erhaltene Versteinerungen, rund 154 Millionen Jahre alt.

Wissenswertes

Die Sammlung umfasst rund 200.000 Objekte. Ein kurioses Einzelstück ist die „Bamberger Wunderkette“ aus über 150 winzig beschnitzten Kernen. Und wer vorher auf der Altenburg war, findet hier ein Wiedersehen: Der Kopf von „Poldi“, dem letzten Burgbären, der dort bis 1982 lebte, wird im Museum gezeigt. Bis auf Weiteres läuft die Sonderausstellung „Dead as a Dodo? Rettung für die Vogelschar“, die seit 4. September 2026 die Geschichten bedrohter und geretteter Arten aus dem Vogelsaal erzählt.

Öffnungszeiten und Eintritt (Stand: Oktober 2026)

  • 1. April bis 30. September: 9–17 Uhr
  • 1. Oktober bis 31. März: 10–16 Uhr
  • Geschlossen: montags sowie am 1. Januar, Faschingsdienstag, an Allerheiligen und am 24., 25. und 31. Dezember.
  • Eintritt: 5 €, Rentner und Schwerbehinderte 3 €, Kinder ab 6 Jahren und Studierende 2,50 €. Es gibt Familien- und Jahreskarten. Bezahlen kannst du bar oder mit EC-Karte.

Anfahrt

Die Adresse ist Fleischstraße 2, mitten in der Bamberger Inselstadt. Vom Alten Rathaus gehst du etwa fünf Minuten, vom Bahnhof rund 20 Minuten.

Tripto-Tipp

Plane eine bis anderthalb Stunden ein, den Vogelsaal solltest du dir als Höhepunkt für den Schluss aufheben. Das Museum ist ein guter Plan für Regentage, und im Advent liegt es nur wenige Schritte vom Weihnachtsmarkt am Maxplatz entfernt.

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Verifiziert16. Oktober 2026

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