Burgen
Altenburg Bamberg
Bamberg, Bayern
- 1–2 Std.
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Bamberg, Bayern

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Bamberg — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
13 Stationen 90 Min. 3,7 km
Auf jeder alten Stadtansicht Bambergs ist er zu sehen: der runde Turm der Altenburg, der im Westen der Stadt aus dem Wald ragt. Die Burg liegt auf rund 400 Metern Höhe und ist damit das höchste Wahrzeichen Bambergs. Oben erwarten dich Ringmauer, Torhaus, ein neugotischer Palas und ein Blick, der von Dom und Michelsberg bis weit ins fränkische Land reicht. Und eine Geschichte, zu der ein Dichter, ein Denkmalschutzverein und mehrere Braunbären gehören.
Erstmals erwähnt wird die Altenburg 1109, als Bischof Otto sie dem Stift St. Jakob übertrug. Von 1305 bis 1553 war sie die zweite Residenz der Bamberger Fürstbischöfe, ihre heutige Ausdehnung erhielt sie im frühen 15. Jahrhundert. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde sie dem Heer des Markgrafen Albrecht Alcibiades übergeben und zerstört.
1801 kaufte der Arzt Adalbert Friedrich Marcus die Burg und richtete das Torhaus als Wohnung ein. Sein Freund E. T. A. Hoffmann, der von 1808 bis 1813 in Bamberg lebte, zog sich gern in einen der Mauertürme zurück. 1818 gründete sich der Verein zur Erhaltung der Altenburg, der erste Denkmalschutzverein Bayerns, dem die Burg bis heute ihren Erhalt verdankt. Der heutige Palas entstand erst 1901/02 im romantischen Stil, finanziert unter anderem von dem Schuhfabrikanten Heinrich Manz.
Vom mittelalterlichen Bestand sind nur der Bergfried und Teile der Ringmauer erhalten, vieles andere ist Wiederaufbau des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Rittersaal des Palas ist ein Wandgemälde eines Ritterturniers erhalten: Einer der Reiter trägt die Züge des damaligen zweiten Bürgermeisters Josef Valentin Herd. Im Torhaus-Anbau gibt es eine Gaststätte, der Rittersaal wird für Feiern und Trauungen genutzt.
Das Burggelände ist laut Altenburgverein täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Bei Führungen über die Anlage besichtigst du ausgewählte Räume, darunter die E.T.A.-Hoffmann-Klause, und steigst auf den Bergfried. Karten gibt es beim Gästeführer oder online über AGIL Bamberg.
Zur Burg führen Fußwege aus der Innenstadt, mit dem Auto erreichst du die Parkplätze unterhalb der Burg. Rund um den Burgberg verläuft ein etwa 3 Kilometer langer Rundweg durch Wald und Wiesen, der auch mit Kinderwagen mit Luftreifen machbar ist. Er beginnt etwa 20 Meter unterhalb des unteren Parkplatzes. Von einer Abzweigung oberhalb des Weinbergwegs hast du einen schönen Blick auf Altenburg und Kloster Michelsberg.
Für Burg und Rundweg solltest du mindestens zwei Stunden einplanen. Komm am späten Nachmittag, dann liegt die Altstadt im warmen Licht unter dir. Wer Bamberg an einem Tag erleben will, verbindet Altenburg, Michelsberg und Dom zu einer Runde über die Hügel der Bergstadt.
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